In den USA verzeichnen Abbott und Johnson & Johnson Einbrüche im Diabetes-Geschäft © Andrea Damm / pixelio.de

In den USA verzeichnen Abbott und Johnson & Johnson Einbrüche im Diabetes-Geschäft. ©Andrea Damm / PIXELIO

Eigentlich müsste man meinen, dass das Diabetes-Geschäft boomt, werden doch immer mehr Menschen von der Volkskrankheit Nummer eins heimgesucht. Doch verzeichnen sowohl Abbott als auch Johnson & Johnson einen Einbruch im Diabetes-Geschäft in den USA.

Die nackten Zahlen: Weil in den USA die Erstattung des Diabetikerbedarfs drastisch reduziert wurde, sind die Umsätze von Abbott im ersten Halbjahr deutlich gesunken. Und zwar um 27,4 Prozent auf 195 Millionen Dollar. Dem gegenüber konnten die stabilen Geschäfte auf internationaler Ebene (382 Millionen Dollar; + 2,3 Prozent) den Gesamtrückgang in dieser Sparte etwas wettmachen. Insgesamt minimierten sich somit die Erlöse um 10,1 Prozent auf 577 Millionen Dollar.

Um 23,6 Prozent auf 414 Millionen Dollar ist im ersten Halbjahr der Umsatz auf dem Diabetes-Segment bei Johnson & Johnson eingebrochen. Zurückzuführen ist dies auf eine Ausschreibung der Medicare in den USA für Diabetikerbedarf im Versand- und Einzelhandel. Für mehr Stabilität sorgten die internationalen Erlöse (656 Millionen Dollar; + 1,4 Prozent). Alles in allem muss Johnson & Johnson ein Minus von 10 Prozent hinnehmen.

Blick in die Schweiz: Die Division Diagnostics von Roche konnte im ersten Halbjahr einen unveränderten Umsatz von 5,14 Milliarden Schweizer Franken verbuchen, obwohl der Pharma-Konzern sich zu konstanten Wechselkursen über ein Plus von 6 Prozent freuen durfte. Die Sparte Diabetes-Care präsentierte sich zu konstanten Kursen stabil, musste in Franken gerechnet jedoch einen Rückgang um 5 Prozent hinnehmen. Um stolze 22 Prozent zulegen konnte das Premiumprodukt Accu-Chek Mobile, während das Insulinpumpen-Geschäft um 6 Prozent anwuchs.