Stress, Erkältung, Wetter, Sport, Essen, Alkohol, Sauna, Party, Kaffee, … All das und noch viel mehr erhöht oder senkt deinen Blutzucker. Nun könnte man meinen, dass man im Laufe der Zeit doch wissen müsste, wie viel und welchen Einfluss die unterschiedlichen Parameter nehmen und wie man ein Blutzuckerwertechaos vermeiden kann, oder? NEIN! Deren genauer Einfluss ist leider nicht kalkulierbar. Wie kann man es dann aber schaffen, immer perfekte Werte vorzuweisen? Geht das überhaupt?

Blutzuckerwertechaos

Um das Blutzuckerwertechaos also in den Griff zu bekommen, sind CGMS-Und FGM-Systeme für viele Typ-1-Diabetiker sehr hilfreich.

Es gibt wohl keinen Typ-1-Diabetiker, der rund um die Uhr perfekte Blutzuckerwerte vorzeigen kann. Nicht mal der disziplinierteste und gesundheitsbewussteste Diabetiker kann das! Auch er wird es nicht schaffen, seine Hormone zu überlisten. Auch er wird nicht immer und sofort merken, wenn der Katheter der Insulinpumpe verrutscht ist/nicht richtig sitzt oder sich Luftblasen in der Insulinpatrone befinden. Den perfekten Vorzeige-Diabetiker gibt es also nicht. Ebenso wenig wie eine Bedienungsanleitung für Diabetiker. Dazu sind wir alle viel zu verschieden. Jeder mit seiner individuellen Lebensgeschichte, seinen Aufgaben, Zielen, Empfindungen,weiteren Erkrankungen, Emotionen, etc. pp. Jeder Diabetiker kennt auch ein Blutzuckerwertechaos.

Wie kannst DU nun aber für DICH, das beste aus deinem Diabetes-Management herausholen? Low-Carb-Ernährung, Sport und die Anweisung deines Diabetologen befolgen, sind jedenfalls kein Allheilmittel. Sicher liefern die Reduzierung von Kohlenhydraten, körperliche Betätigung und ein ausgeklügeltesTherapiekonzept eine gute Basis. Aber viel wichtiger und entscheidender ist es vor allem, dass du deinen Blutzucker stetig unter Beobachtung hast,um sofort, im JETZT, richtig agieren zu können.

Wichtig ist auch, dass du weißt, was du zu tun hast, richtig abschätzen kannst, wie viel Insulin du benötigst um deinen Blutzucker um XY mg/dl zu senken, oder wie viel BEs/Kohlenhydrate nötig sind, um ihn zu erhöhen. Nur du allein (mit Hilfe, Tipps und Absprache deines Arztes) kannst dein Blutzuckermanagement optimieren und es an Veränderungen im Alltag etwa durch Jobwechsel, mehr oder weniger Aktivität, Ernährungsumstellung, Krankenhausaufenthalt, Urlaub etc. pp.anpassen. Da es wohl niemand im Alltag schafft seinen Blutzucker kontinuierlich im Blick zu behalten, sich ständig in den Finger zu piksen, gibt es wohl neben Insulin, versteht sich, keine bisher hilfreichere „Erfindung“ als ein CGM-/FGM-System. Das erspart uns nicht nur lästiges „in den Finger“ stechen, sondern gibt uns eine 24 Stunden-Übersicht über unsere Glukuosewerte und erleichtert uns vor allem mit den Trendpfeilen das Blutzuckermanagement. So ist es uns Diabetikern

meistens möglich vorzeitig zu hohe oder zu niedrigere Blutzuckerwerte abzufangen, bevor es zu spät ist, da uns CGM-Systeme auch rechtzeitig warnen. Immer mehr Krankenkassen erstatten uns Diabetikern glücklicherweise endlich dieses Systeme, mit denen wir auch Therapiefehler aufdecken können.

Fazit: Um das Blutzuckerwertechaos also in den Griff zu bekommen, sind CGMS-Und FGM-Systeme für viele Typ-1-Diabetiker sehr hilfreich. Als Manager deiner Krankheit, solltest du selbstverständlich dein Therapiekonzept, was du mit deinem Diabetologen erarbeitet und über die Jahre selbst erprobt und optimiert hast, bestens kennen, anwenden und an Veränderungen anpassen können. Eine gute Basis, mit der das Blutzuckermanagement deutlich leichter fällt, ist eine LowCarb-Ernährung und Sport.

Dennoch ist auch all das keine Garantie für perfekte Blutzuckerwerte, denn die hat wohl kein Diabetiker kontinuierlich, denn zu viel nimmt Einfluss darauf.