Wie hoch ist das Risiko für Eure Füße? Auf der Grundlage diabetischer Nervenschäden kann sich eine diabetische (Poly-)Neuropathie entwickeln. Sie ist – neben einer Arteriosklerose der Beinarterien – eine der Hauptursachen für das Entstehen des diabetischen Fußes. Eine diabetische Neuropathie kann sich in einem veränderten Schmerz-, Berührungs- und Temperaturempfinden sowie als Kribbeln, Brennen, Taubheit oder Schmerzen, meist symmetrisch an den Füßen, bemerkbar machen. Mit diesem Fuß-Check könnt Ihr in wenigen Minuten herausfinden, ob Gefahr für Eure Füße droht.

Diabetes Aufklärungsinitiative

Diabetes Aufklärungsinitiative: Hört öfters mal auf Eure Füße – sie werden es Euch danken. © Dron/Fotolia

  • Hast Du öfters Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühle oder ein unangenehmes Temperaturempfinden in den Füßen?
  • Leidest Du unter Schmerzen an den Füßen?
  • Hast Du trockene, rissige Haut an den Füßen?
  • Beobachtest Du Rötungen, Schwellungen und Schwielen an den Füßen?
  • Hast Du öfters Muskel- beziehungsweise Wadenkrämpfe?
  • Fühlst Du Gangunsicherheiten beziehungsweise Schwächegefühle in den Füßen?
  • Hast Du oft schlecht heilende Wunden an den Füßen?
  • Passiert es Dir, dass Du kleine Verletzungen gar nicht spürst?

Schon wenn Ihr eine der genannten Fragen mit „Ja“ beantwortet habt, solltet Ihr einen Arzt konsultieren. Bitte beachten: Dieser Fragebogen ersetzt keine ärztliche Diagnose. Nur der Mediziner kann eine gesicherte Diagnose stellen und die dafür erforderlichen Untersuchungen bewerkstelligen beziehungsweise in die Wege leiten.

Der Arzt hat mehrere einfache und völlig schmerzfreie Methoden, um eine diabetische Neuropathie zu erkennen. Zunächst wird er die Haut am Fuß inspizieren und die Fußpulse tasten. Das Druck- und Berührungsempfinden kann er mit einem speziellen Nylonfaden prüfen. Mit verschiedenen Oberflächen eines Testinstrumentes kann er das Temperaturempfinden und mit einer Stimmgabel das Vibrationsempfinden kontrollieren. Die Muskeleigenreflexe an Knie und Ferse checkt er anschließend mit einem Reflexhammer. Aus dem Gesamtbild lässt sich beurteilen, ob der Diabetes bereits Gefäße oder Nerven geschädigt hat. Diese Untersuchung sollte bei Diabetikern einmal im Jahr vollzogen werden.

Prinzipiell sollte der behandelnde Arzt die Füße eines Diabetikers einmal jährlich, bei Vorliegen einer diabetischen Neuropathie alle drei Monate hinsichtlich Fußläsionen inspizieren. Dabei sieht sich der Arzt die Hautbeschaffenheit, Fußform, Schuhe und Strümpfe genauer an und nimmt unter die Lupe, ob Druckstellen, Risse oder Wunden vorliegen. Diese sind für Diabetiker gefährlich, weil sie zu einer dauerhaft offenen Stelle, einem sogenannten Ulkus, führen können. Bei Patienten, deren Schmerzempfindung durch eine Neuropathie eingeschränkt ist, die schlecht sehen oder schlecht beweglich sind, sollte eine medizinische Fußpflege durch den Podologen erfolgen.

Weitere Informationen erhaltet Ihr unter www.hoerensieaufihrefuesse.de.