Bei einer guten Einstellung können Typ-1-Diabetiker beim Sport auf allen Leistungsebenen mit Nicht-Diabetikern mithalten, allerdings müssen sie bei körperlicher Anstrengung ihren Blutzucker im Auge behalten. © Dieter Schütz / pixelio.de

Bei einer guten Einstellung können Typ-1-Diabetiker beim Sport auf allen Leistungsebenen mit Nicht-Diabetikern mithalten, allerdings müssen sie bei körperlicher Anstrengung ihren Blutzucker im Auge behalten. ©Dieter Schütz / PIXELIO

Links- oder Rechtsaußen sind seine Positionen: Wenn Peter zum Tempogegenstoß ansetzt, haben seine Gegner gegen den sprintstarken und sprungkräftigen Spieler keine Chance. Geschickt kontert er seine Kontrahenten aus. Der Wurf sitzt. Tor! Auf den Handball ist der 15-Jährige vor einem guten Jahr gekommen. Davor hielt es sich mit einer anderen Mannschaftssportart fit – dem Fußball.

Und der Diabetes mellitus Typ 1, der bei Peter im Frühjahr 2011 manifestiert wurde? Kein Problem. Weder in der Schule, in der Freizeit noch beim Sport. „Zuerst hatte ich Bedenken, ob beim Sport alles klappt“, erzählt der Nachwuchshandballer, der in der Jugendmannschaft eines heimischen Vereins spielt. „Ich habe es dann einfach – damals kickte ich noch in einem Fußballteam – ausprobiert.

Da sich der junge Diabetiker bis vor Kurzem sein Insulin per Spritze injizieren musste, nahm er vor dem Training oder vor Spielen immer einen Müsliriegel zu sich, wenn sein Blutzuckerwert im grünen Bereich lag. „Wenn ich zu niedrig war, beispielsweise unter 80, habe ich etwas gegessen und abgewartet, bis mein Blutzucker einen sportgünstigen Wert erreichte“, erklärt Peter. „Bei hohen Werten, habe ich mir eine Korrektur verabreicht und ebenfalls so lange gewartet, bis mein Blutzucker den Normalbereich ansteuerte.“

Seit wenigen Monaten ist der Schüler stolzer Besitzer einer Insulin Patch-Pumpe. „Ich wollte mir einfach nicht mehr in öffentlichen Räumen eine Spritze setzen und bin froh, dass ich jetzt eine OmniPod tragen kann“, betont er. Eine große Erleichterung für den Jungen, gerade beim Sport. „Jetzt brauche ich nur noch eine halbe Stunde vorm Handball-Training oder vor Spielen die Basalrate abzusenken und muss mir keine Extra-BEs mehr einverleiben.“

Zuerst habe er schon ein wenig Angst gehabt, dass der Pod, den er alle drei Tage wechselt, sich beim körperbetonten Handballsport ablösen könnte, allerdings sei dies noch nie passiert. „Ich klebe den Pod einfach auf eine sichere Stelle meines Oberschenkels“, verrät Peter, der die OmniPod mit ihrer automatisierten Kanüleneinführung, die ohne störende Schläuche aufwartet, als „super-praktisch“ empfindet.