Das Informationsbedürfnis ist ungebrochen: Rund 3.000 Besucher strömten zum Patiententag der Diabetes Messe in Münster. Foto: Peter Grewer

Das Informationsbedürfnis ist ungebrochen: Rund 3.000 Besucher strömten zum Patiententag der Diabetes Messe, die unlängst in Münster stattfand. Foto: Peter Grewer

Das Informationsbedürfnis rund um Diabetes, die Volkskrankheit Nummer eins, ist groß: Rund 3.000 Besucher strömten in das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, um dem Patiententag der Diabetes Messe in Münster beizuwohnen und sich über Therapien, Prävention und gesunde Ernährung aufklären zu lassen. Am Fachkongress, der zuvor an zwei Tagen stattfand, nahmen etwa 1.700 Gäste teil, darunter Ärzte, Apotheker, Diabetesberater und Diätassistenten. Hinzu gesellten sich 85 Aussteller, Unternehmen, Verbände und Selbsthilfeorganisationen.Großen Zuspruch fanden besonders die Fachvorträge: Viele Betroffene, Angehörige und Gesundheitsinteressierte nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand von Experten informieren zu lassen. „Unser Schwerpunktthema Diabetes und Depression hat viele Besucher angesprochen“, resümiert Projektleiterin Rebecca Götze. Was tun, wenn Stress krank macht? Wo verläuft die Grenze zwischen Burnout und Depression? Wie hilft die Psychotherapie? Diesen und anderen Fragen gingen Mediziner und Psychologen nach.

Wie sich ein Typ 2-Diabetes ohne Medikamente besiegen lässt, erläuterte Hans Lauber. Er empfahl die von ihm entwickelte Lauber-Methode, die – basierend auf den drei Säulen „Messen, Essen und Laufen“ – zwar einen radikalen Wechsel des Lebenswandels fordert, dafür aber mit der Aussicht lockt, künftig auf Insulin verzichten zu können. Seine Thesen stießen ebenso auf Gehör, wie die kohlenhydratarmen Kostformen, die Dr. Nicolai Worm aus München präsentierte.

Apropos Ernährung: Auf sehr unterhaltsame Weise setzte sich Bio-Starkoch Simon Tress mit den Gaumenfreuden auseinander. Er bereitete, mit Unterstützung des Publikums, eine Roulade von der Bachforelle vor. „Auch Diabetiker können eine gute Küche genießen“, betonte er.

Eine „Küche auf Rädern“ war zudem auf dem Präventionsparcours der Deutschen Diabetes-Stiftung und der Uniklinik Münster (UKM) aufgebaut. Die einzelnen Parcoursstationen waren immer wieder dicht umlagert: Hier wurde das Risiko ermittelt, an Diabetes zu erkranken, gleichzeitig wurden Blutdruck und Blutzucker gemessen sowie Cholesterin-Werte bestimmt. Ebenfalls stark frequentiert waren die Sprechstunden von Ärzten der UKM, die sich mit Diabetestherapie, Schwangerschaftsdiabetes, Fußpflege, Herzerkrankungen und Ernährung beschäftigten.

Der nächste Fachkongress der Diabetes Messe ist für den 6. und 7. März 2015 geplant. Am 8. März 2015 wird sich wieder ein Patiententag anschließen. Mehr Infos gibt hier.