Diabetiker sollten akribisch auf eine umfassende Zahnpflege achten. © birgitH / pixelio.de

Diabetiker sollten akribisch auf eine umfassende Zahnpflege achten. ©birgitH / PIXELIO

Vor wenigen Tagen berichteten wir darüber, dass sich Parodontitis und Diabetes mellitus gegenseitig beeinflussen beziehungsweise in einer Wechselwirkung zueinander stehen. Heute möchten wir die Gelegenheit nutzen, Euch ein paar grundlegende Tipps in puncto Zahnpflege mit auf den Weg zu geben:

  • Frühestens 30 Minuten nach einer Mahlzeit die Zähne putzen.
  • Fluoridhaltige Zahnpasta verwenden.
  • Zahnzwischenräume mit Zahnseide/Interdentalbürste reinigen.
  • Kurze Zahnbürste mit abgerundeten Kunststoffborsten (keine harten Borsten) verwenden.
  • Richtige Putztechnik verinnerlichen (keinen Druck ausüben).
  • Zahnbürste immer gründlich reinigen, eventuell desinfizieren.
  • Zahnbürste mindestens alle acht Wochen gegen eine neue austauschen; bei Zahnfleischentzündungen alle zwei Wochen.
  • Vorsicht ist vor abrasiven Zahnpasten (zum Beispiel Whitening-Pasten) geboten.
  • Zum Abschluss auf eine medizinische Mundspülung (zum Beispiel Listerine) setzen.
  • Keine Mundduschen verwenden (Feuchtkeime/Druck/keine Plaqueentfernung).


Neben einer gründlichen Zahnpflege spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Eine zahngesunde Ernährung kann dazu beitragen, die Mundflora zu unterstützen und die Beißerchen zu stärken. Zähne brauchen etwas zum Kauen: So sind beispielsweise Vollkornbrot, Rohkost und säurearme Obstsorten gut fürs Gebiss, da der Speichelfluss angeregt wird und dieser wiederum zur Säureneutralisation und Remineralisierung beiträgt.

Vorsicht sollte man vor Saurem (Saft, Essig, Rotwein, saure Früchte, Kohlensäure in Getränken) und vor „klebriger“ Nahrung (Honig, Trockenobst, klebriges Brot, Kartoffelchips) walten lassen. Süßes am besten direkt zu den Mahlzeiten naschen und nicht über den Tag verteilen. Zudem sollte auf ausreichende Fluoridaufnahme (Seefisch) geachtet und zahngesunde Zuckeraustauschstoffe beachtet werden.