Ein Mangel an Vitamin B1 wirkt sich besonders negativ auf die Nerven und das Gehirn aus. ©Angela Parszyk / pixelio.de

Ein Mangel an Vitamin B1 wirkt sich besonders negativ auf die Nerven und das Gehirn aus. ©Angela Parszyk / PIXELIO

„Diabetes mellitus gilt als einer von sieben behandelbaren Risikofaktoren, auf die womöglich bis zur Hälfte der Alzheimer-Erkrankungen zurückzuführen sind“, berichten Mediziner in der Fachzeitschrift „Der Diabetologe“. So könne ein gestörter Zuckerstoffwechsel die krankhaften Gehirnveränderungen, die mit Alzheimer einhergehen, begünstigen. In diesem Zusammenhang spiele auch ein Mangel an Vitamin B1, das wichtig für den Zuckerstoffwechsel des menschlichen Körpers ist, eine Rolle.

Wenn dieses Vitamin über einen längeren Zeitraum fehlt, hat dies einen gestörten Zuckerabbau zur Folge, worunter insbesondere die Nerven und das Gehirn leiden. Untersuchungen lassen darauf schließen, dass die Gehirne von Alzheimer-Patienten oftmals eine extrem niedrige Vitamin B1-Konzentration aufweisen. Fakt ist, dass Diabetiker häufig einen bis zu 76 Prozent niedrigeren Vitamin B1-Spiegel haben als Nicht-Diabetiker, da sie das Vitamin verstärkt über den Urin ausscheiden.

Ein Mangel an Vitamin B1 schadet allerdings nicht nur dem Gehirn, sondern auch den peripheren Nerven: Eine Neuropathie, die mit Symptomen wie Kribbeln, Schmerzen und Taubheit in den Füßen verbunden ist, lässt grüßen. Abhilfe können eine ausreichende Vitamin-Versorgung, regelmäßige körperliche und geistige Aktivität, mediterrane Kost und eine optimale Blutzuckereinstellung schaffen. Als typische Vitamin B1-Lieferanten entpuppen sich beispielsweise Vollkornprodukte, Walnüsse, mageres Schweinefleisch und Hülsenfrüchte.