Allein in Deutschland leiden 6,7 Millionen Menschen an Diabetes; 95 Prozent von ihnen sind Typ-2-Diabetiker. Leider nehmen viele „Zuckersüße“, bei denen die Diagnose gerade gefällt wurde, nicht an einer Diabetes-Schulung teil. Schade! Schließlich bekommen Neu-Diabetiker dort von Profis fundiertes Wissen rund um die Stoffwechselerkrankung sowie den aktuellsten medizinischen Stand vermittelt und lernen, wie sie den Diabetes im Alltag meistern. Broteinheiten (BE). Blutzuckermessen. Basalinsulin. Langzeitinsulin. HbA1c-Wert. Hypoglykämie. Hyperglykämie. Ketoazidoze. Wer einer Schulung beiwohnt, eignet sich neue „Vokabeln“ an – und findet sich unter „Gleichgesinnten“ wieder.

Diabetes-Schulungsangebote

Diabetes-Schulungsangebote: Gemeinsam lernt es sich leichter. © Trueffelpix/Fotolia


Im Vordergrund steht das Aufklären über die Ursachen, die Behandlung und den alltäglichen Umgang mit Diabetes. Es wird beispielsweise erläutert, wie sich ein Blutzuckermessgerät bedienen lässt, wie ein Insulinpen gehandhabt wird, welches die richtige Spritztechnik ist, auf was bei der Ernährung geachtet werden sollte und was bei einer Über- oder Unterzuckerung zu tun ist. Und das praxisorientiert und absolut lebensnah.

Klar, hat so mancher Diabetiker, der nach der eben erst gefällten Diagnose mit sich selbst zu kämpfen hat, keine Lust darauf, die Schulbank zu drücken. Doch weit gefehlt – Diabetiker-Kurse lohnen sich und tragen zur Motivation bei. Wer sich nämlich aktiv und eigenverantwortlich mit seiner Stoffwechselerkrankung auseinandersetzt, lebt gesünder.

Wo und wann anerkannte Schulungen angeboten werden, können alle „Zuckersüßen“ bei ortsansässigen Diabetes-Selbsthilfegruppen sowie beim Hausarzt oder direkt in diabetologischen Schwerpunktpraxen erfragen. Die Kosten für Gruppenschulungen werden in der Regel von den Krankenkassen erstattet. Eine Ausnahme bilden individuell vereinbarte Einzeltermine, die vom Gros der Kassen nicht übernommen werden.