Mit über 400 Millionen Betroffenen ist Diabetes eine stetig wachsende Herausforderung für die weltweite Gesundheit. Durch seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Stoffwechselforschung leistet Professor Dr. Matthias Tschöp vom Helmholtz Zentrum München einen Beitrag, um dieser Entwicklung mit neuen Therapien entgegenzutreten. Dafür wurde er nun in die Academia Europaea aufgenommen sowie mit dem Victor Mutt Preis 2016 ausgezeichnet.

Professor Dr. Matthias Tschöp

Professor Dr. Matthias Tschöp. Quelle: Helmholtz Zentrum München


Die 1988 gegründete Academia Europaea ist eine regierungsunabhängige wissenschaftliche Gesellschaft, die das Ziel verfolgt, herausragende europäische Forscher aus verschiedenen Fachgebieten miteinander ins Gespräch zu bringen und zu vernetzen. Zu diesen gesellt sich fortan auch Professor Dr. Matthias Tschöp. Die exklusive Mitgliedschaft wird durch Einladung nach Vorschlag einer Gutachterkommission erworben und die Wahl durch einen Rat bestätigt. Momentan umfasst die Gesellschaft circa 3.500 Mitglieder, unter ihnen 54 Nobelpreisträger.

Zudem wurde der Mediziner von der Regulatory Peptide Society mit dem Viktor Mutt Preis 2016 gewürdigt. Die Jury lobte im Speziellen die Originalität seiner Forschung und die starke translationale Orientierung bei der Entwicklung von Wirkstoffen. Beispielhaft sei die Entwicklung eines sogenannten Triple-Hormons gegen Fettleibigkeit und Diabetes genannt.

Matthias Tschöp leitet das Institut für Diabetes und Adipositas am Helmholtz Zentrum München und ist Lehrstuhlinhaber für Stoffwechselerkrankungen an der Technischen Universität München. Als Mediziner treibt ihn der Wunsch an, das gewonnene Verständnis nutzbringend umzusetzen. „Diabetes ist eine der großen Volkskrankheiten und eine große Bedrohung für unsere Gesellschaft“, meint er. „Wir dürfen bei der Entwicklung wirkungsvoller und sicherer Therapien und neuer auf den individuellen Patienten zugeschnittener Medikamente keine Zeit verlieren.“