Damit strapazierte Diabetikerhaut wieder babyzart wird, benötigt sie besonders im Winter eine Extraportion Pflege.  ©Helene Souza / PIXELIO

Damit strapazierte Diabetikerhaut wieder babyzart wird, benötigt sie besonders im Winter eine Extraportion Pflege. ©Helene Souza / PIXELIO

Der Winter stellt unsere Epidermis vor große Herausforderungen. Trockene Heizungsluft sowie der extreme Temperaturwechsel zwischen drinnen und draußen stressen unsere Haut. Die Folge sind schuppige, spannende, gereizte und juckende Partien. Unangenehme Begleiterscheinungen der kalten Jahreszeit, mit der gerade Diabetiker zu kämpfen haben, da sie besonders zu trockener Haut neigen.

Damit strapazierte Diabetikerhaut wieder streichelzart wird, benötigt sie jetzt eine Extraportion Pflege und Aufmerksamkeit: „Bitte immer schön mild“ lautet der Leitsatz für die Gesichtsreinigung. Während morgens klares Wasser völlig ausreichend ist, sollte abends zur sanften Reinigungslotion oder -milch gegriffen werden, die auf den pH-Wert unserer Haut abgestimmt sind. Ein absolutes „No-Go“ sind Seifen und stark schäumende Gele. Anschließend die Haut mit einer fett- und feuchtigkeitsspendenden Creme verwöhnen. Kleiner Tipp: Unsere Gesichtshaut freut sich im Winter auch morgens über eine reichhaltige Nachtcreme auf Basis von Mandel- oder Olivenöl sowie Hyaluronsäure oder Harnstoff (Urea).

Und nicht die Lippen vergessen, weil sie besonders empfindlich sind und ihre Haut keine Talgdrüsen besitzt. Als praktisch – gerade für unterwegs – haben sich Pflegestifte mit natürlichen Wachsen und Ölen erwiesen. Extrem trockene Lippen bedanken sich für eine Balsamierung mit Wund- und Heilsalbe. Wintersportler sollten darauf achten, dass der Pflegestift einen Lichtschutzfaktor von mindestens 20 aufweist.

Das Eincremen der Hände nach jedem Waschen ist ein unverzichtbares Muss, da auch deren Haut schnell rau und spröde wird. Wer seinen Händen eine Wellnesskur der besonderen Art bereiten möchte, sollte sie dick eincremen, dünne Baumwollhandschuhe überstreifen und die Packung über Nacht einwirken lassen.

Duschen oder Baden? Duschen laugt zwar unsere Haut weniger aus, dennoch ist gegen ein entspannendes Vollbad nichts einzuwenden, wenn es mit dem Wannenvergnügen nicht übertrieben wird. Experten empfehlen, höchstens zweimal pro Woche für maximal zehn Minuten in die Badewanne zu steigen und auf rückfettende Zusätze zu setzen. Nach der Pflege – das gilt auch für das Duschen – den Körper unbedingt mit einer fett- und feuchtigkeitsspendenden Lotion eincremen. Dabei an die Füße denken, die mit einem harnstoffhaltigen Präparat versorgt werden möchten.

Ebenfalls günstig auf das Befinden unserer Epidermis wirken sich aus: Ausreichendes Trinken von Wasser oder ungesüßtem Tee, mehrmaliges Stoßlüften der Wohnung, ein Spaziergang an der frischen Luft sowie der Genuss von Obst, Gemüse und Salat.