Bolivien, Ecuador, Peru, Kongo, Ruanda, Tansania, Zimbabwe, Usbekistan, Indien, Kambodscha, Vietnam… Die Liste ist schier unendlich. Armut prägt diese Regionen. Und zwar ist die Armut in diesen sogenannten „Entwicklungsländern“ so immens, dass sich ein Gros der Diabetiker nicht einmal Insulin, lebenswichtiges Insulin, leisten kann. Versorgt ist nur der Patient, der Insulin kaufen kann. Insulin ist aber sehr teuer. So kostet in Ruanda eine Ampulle Insulin etwa drei Euro – und das bei einem Familieneinkommen von fünf bis neun Euro pro Monat.

Insulin zum Leben

Rettet das Leben von vielen Diabetikern in sogenannten „Entwicklungsländern“: das Hilfsprojekt „Insulin zum Leben“.


Krankenversicherungen sind in der Regel Fehlanzeige. Wird bei einem Kind Diabetes diagnostiziert – zumeist kommt auf 50.000 Patienten gerade mal ein Arzt –, müssen es die Eltern oft ihrem Schicksal überlassen, um dessen Geschwister ernähren zu können. Das Todesurteil für diesen kleinen Erdenbürger. Und wenn ein Diabetiker im Besitz eines Fläschchens Insulin ist, wendet er es extrem sparsam an, mit dem Resultat, dass er von den Diabetes-typischen Folgeschäden heimgesucht wird.

„Leben retten und helfen in der Dritten Welt mit dem, was in den Industriestaaten nicht mehr benötigt wird: unser Überfluss ist deren Überlebenschance“ lautet die Philosophie des Hilfsprojektes „Insulin zum Leben“. Dahinter verbirgt sich eine Initiative der Interessengemeinschaft Deutscher Diabetiker Bund e.V. (DDB) und Bund diabetischer Kinder und Jugendlicher e.V. (BdKJ), die als Partner des Netzwerkes „Insulin For Life“ das Leben vieler insulinbedürftigen Menschen in Entwicklungsländern retten.

„Insulin zum Leben“, das seinen Sitz im baden-württembergischen Rastatt hat, sammelt deutschlandweit Insulin- und Geldspenden und hilft Diabetikern in Not auf der ganzen Welt. Angenommen wird haltbares Insulin (unbenutzte Patronen, Einmalpens, Durchstechflaschen), das nicht mehr gebraucht wird und ansonsten auf dem Müll landen würde. Zudem können Teststreifen zu allen Blutzuckermessgeräten, Pennadeln, U100-Einmalspritzen und Lanzetten (im Originalkarton) eingereicht werden – also Hilfsmittel, die Diabetiker aus bestimmten Gründen nicht mehr benötigen und infolgedessen vernichtet werden würden. Bitte berücksichtigen, nur Diabetikerbedarf zu verschicken, der mindestens noch drei Monate lang haltbar ist.

Die Anschrift des Insulinlagers:

„Insulin zum Leben“
c/o Biokanol Pharma GmbH
Kehler Straße 7
76437 Rastatt

Geldspenden für die recht teuer ausfallenden Transportkosten können auf folgendes Spendenkonto überwiesen werden:

BDKJ „Insulin zum Leben“
Bankverbindung: Volksbank Hameln-Stadthagen eG
BLZ 254 621 60
Konto-Nr. 670 320 801

Mehr über „Insulin zum Leben“ – auch zu den aktuellen Modalitäten von Insulin- und Hilfsmittelspenden – erfahrt Ihr unter http://www.insulin-zum-leben.de/.