Insulinwirkung-im-Sommer

„Zuckersüße“ Sonnenanbeter sollten berücksichtigen, dass Wärme die Durchblutung der Haut steigert und infolgedessen die Insulinwirkung schneller beginnt. © cherryandbees / Fotolia

Sommer, Sonne, Ferienzeit: Wenn das Thermometer in die Höhe klettert, sollten alle „zuckersüßen“ Sonnenanbeter berücksichtigen, dass sie an heißen Tagen oftmals weniger Insulin als üblich benötigen. Da Hitze die Durchblutung der Haut ankurbelt, beginnt das Insulin schneller zu wirken als gewöhnlich, weil es sehr rasch vom Unterhautfettgewebe in den Körperkreislauf gelangt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten alle Diabetiker engmaschig ihren Blutzucker kontrollieren. So können sie auch besser einschätzen, welche Auswirkungen sommerliche Temperaturen auf den persönlichen Insulinbedarf haben. Wenn der Blutzucker in der warmen Jahreszeit regelmäßig in den Keller rauscht, ist es empfehlenswert, dem Diabetologen oder Diabetesberater einen Besuch abzustatten, um gemeinsam abzuklären, ob die Insulintherapie angepasst werden muss.

Logischerweise erweckt schönes Wetter häufig unsere Lebensgeister: wir schwingen uns aufs Fahrrad oder suchen nach Abkühlung im erfrischenden Nass, indem wir unsere Bahnen im Freibad ziehen. Weil sportliche Aktivität bekanntlich die Insulinempfindlichkeit der Zellen verbessert, sollten Diabetiker daran denken, auch hier die Insulindosis entsprechend zu reduzieren. Zudem bekommen wir an heißen Sommertagen Appetit auf leichte, kohlenhydratarme Kost, was den Insulinbedarf ebenfalls senken kann.