Während des Strandurlaubs steigen viele Pumpenträger auf den Insulinpen um. © Rainer Sturm / pixelio.de

Während des Strandurlaubs steigen viele Pumpenträger auf den Insulinpen um. ©Rainer Sturm/ PIXELIO

In den großen Ferien reisen meine Familie und ich meistens an die Ostsee. Damit meine Insulinpumpe während den Tagen, die wir in vollen Zügen am Strand genießen, nicht mit Sand einpaniert wird, halte ich es mit dem Leitgedanken: „Am Strand schicke ich meine Pumpe in den Kurzurlaub.“ So mache ich das bereits seit Jahren, und bin immer gut damit gefahren…

Nach einem ausgiebigen Frühstück beziehungsweise bevor es an den Strand geht, koppele ich meine ansonsten ständige Begleiterin ab, lasse sie logischerweise aber weiterlaufen. Dann setze ich mir mit dem Pen etwa sechs Einheiten Protaphane, um meinen Bedarf an Basalinsulin abzudecken. Am Ostseestrand angekommen, genießen meine Lieben und ich den Blick aufs Meer, bauen eifrig Sandburgen, suchen ab und zu Erfrischung im kühlen Nass und leben einfach in den Tag hinein. Das ist für uns alle Urlaubsfeeling pur.

Wenn der kleine Hunger kommt, packe ich mein Blutzuckermessgerät und meine mit Insulin befüllte Ersatzspritze aus meiner Tasche, um mir die entsprechenden Einheiten zu injizieren. Selbstverständlich habe ich dabei Pen, Messgerät und Co. sicher in meiner Kosmetiktasche verstaut, diese wiederum in eine Plastiktüte gesteckt und darum ein Handtuch gewickelt. So haben Sonnenstrahlen und Sand keine Chance, den Utensilien Schaden zuzufügen.

Zurück in der Ferienwohnung, lege ich meine Insulinpumpe – nach einer ausgiebigen Dusche – einfach wieder an. Also, bei mir funktioniert das prima: Meine Werte sind noch nie Achterbahn gefahren. Auch, wenn ich weiß, dass viele Diabetiker ihre Pumpe mit an den Strand nehmen, gehe ich lieber auf Nummer sicher, da ich an dieser technischen Errungenschaft hänge und ihr von Herzen einen kleinen Kurzurlaub gönne – vor allem vor mir…