Hohe-Blutzuckerwerte-am-Morgen

Von wegen „Morgenstund hat Gold im Mund“: Gerade Typ-1-Diabetiker haben häufig mit zu hohen Nüchternwerten zu kämpfen. ©felix.foto / PIXELIO

Etliche Frühaufsteher kennen das Problem, das ihnen einen gelungenen Start in den Tag verdirbt: Mal wieder zeigt das Blutzuckermessgerät einen horrenden Nüchternwert an.

Ursache dafür kann das sogenannte Morgendämmerungs- bzw. Dawn-Phänomen sein, von dem vor allem Typ-1-Diabetiker heimgesucht werden. So schüttet unser Körper gerade in den Nachtstunden Hormone aus, die den Blutzucker am frühen Morgen ansteigen lassen können. Stress, der während der Ruhephase verarbeitet wird, oder unruhiger Schlaf wirken sich ebenfalls negativ auf den Blutzuckerspiegel aus. Zudem sind Jugendliche, die sich in der Pubertät befinden, besonders vom Morgendämmerungs-Phänomen betroffen, da bei ihnen die Hormone Achterbahn fahren.

Wer morgens öfters zu hohe Werte registriert, sollte sicherheitshalber mehrmals in der Nacht den Blutzucker messen. Bewahrheitet sich, dass dieser ab vier Uhr steigt, handelt es sich wahrscheinlich um das Dawn-Phänomen.

Dann ist der Rat des behandelnden Diabetologen gefragt. Er wird aller Voraussicht nach empfehlen, herkömmliches Verzögerungsinsulin „auf der Bettkante“ – also gegen 23 Uhr – zu spritzen, da es dann seine maximale Wirkung erst in den frühen Morgenstunden erreicht. Ebenfalls Abhilfe können Analoginsulin oder eine Insulinpumpe schaffen, die so programmiert wird, dass sie kurz vor Sonnenaufgang mehr Insulin verabreicht.