Soll ich oder soll ich besser nicht als Diabetiker im Diabetes-Bereich (bei DIASHOP) arbeiten? Ich bin selbst betroffen, ich habe meinen eigenen Blog, habe einen Diabetes-Spendenlauf organisiert (weitere in Planung), kommuniziere täglich viel mit Diabetikern… Möchte ich wirklich noch (und wieder) in dem Bereich arbeiten, nach dem ich mich vor Jahren doch dagegen entschieden hatte?

War ich mir anfangs noch etwas unsicher, ob der Diabetes nicht zu sehr in den Lebensmittelpunkt rücken würde, bin ich jetzt MEGA glücklich, meinen Arbeitsvertrag bei DIASHOP unterschrieben zu haben.

Einarbeitungswoche bei DIASHOP: 14 (!!!) neue Mitarbeiter

Wir, das sind 14 (!!!) neue Mitarbeiter, hatten letzte Woche unsere Einarbeitungswoche bei DIASHOP in Germering bei München. Eine klasse Aktion! Wir wurden so herzlich empfangen, wie ich es noch in keinem anderen Unternehmen zuvor erlebt hatte.

Wir haben in dieser Woche so viel gelernt über das Unternehmen, dessen Zusammenspiel mit Krankenkassen, Herstellern, Patienten, Ärzten und Diabetesberatern, die Warenwirtschaft, die Preispolitik und darüber, was es sonst noch braucht und bedeutet, einen Online-Shop für Diabetiker zu betreiben und darüber hinaus in Fachgeschäften (die es in immer mehr Städten gibt und ihr unbedingt mal besuchen solltet) zu beraten. Auch kamen Themen wie Marketing (das ist eher mein Bereich ;)), IT, Umgang mit Kunden, Diabetes und Diabetes-Produkte (im wahrsten Sinne des Wortes) auf den Tisch.

DIASHOP

Wir, das sind 14 neue Mitarbeiter, hatten letzte Woche unsere Einarbeitungswoche bei DIASHOP in Germering bei München. Wir wurden so herzlich empfangen, wie ich es noch in keinem anderen Unternehmen zuvor erlebt hatte.

Über Diabetes-Online-Shops

Hilfsmittel und andere Produkte für Diabetiker zu verkaufen ist ein ganz anderes Kaliber als etwa der Verkauf von Kleidung oder Möbeln. Es erfordert viel Wissen über die Gesundheitspolitik, das Medizinrecht, Krankenkassenabrechnungen und nicht zuletzt natürlich über den Diabetes. Dazu gehören auch Feingefühl im Umgang mit Patienten, Wissen über Therapie und jedes einzelne Medizinprodukt, Recherche zu neuen Trends und Produkten. Es ist verdammt komplex!

DIASHOP: Von Kompetenz zur Relevanz, vom Mitdenken zum Vordenken!

Die bereits erfahrenen Mitarbeiter bei DIASHOP berichteten uns praxisnah aus ihren jeweiligen jeweiligen Fachabteilungen. Mich begeisterte dabei vor allem deren unermüdlicher Einsatz für uns Diabetiker. So wird etwa bei Rezept-Bestellungen nicht nur mit- sondern auch vorausschauend gedacht: Ungereimtheiten werden sofort geklärt, bevor es beispielsweise zu einer Falschlieferung auf Grund eines nicht korrekt ausgestellten Rezeptes kommt. Ziel ist es, dem Patienten so zu beraten, dass er Zeit gewinnt und entlastet wird, die bestmögliche Therapie erhält.

Katja hat keinen Diabetes, sie tut aber so!

Auch für die Diabetiker unter uns 14 neuen DIASHOPlern galt es, das Diabetes-Wissen aufzufrischen. Selbst nach über 20 Jahren Diabetes-Karriere haben wir verdammt viel dazugelernt. An dieser Stelle großes Lob für Diabetes-Beraterin Katja Mauer. Wer sie nicht schon kennt, denkt, sie hätte selbst Diabetes. Hat sie aber nicht! Ich war baff! Keine Frage blieb unbeantwortet. Sei es zu Therapie, Folgeerkrankungen, einzelne Insulinpumpen, CGM- und Closed-Loop-Systemen, Sport und Ernährung. Da konnten selbst wir Diabetiker bei weitem nicht mithalten.

Als ich sie fragte, wie das möglich sei, erklärte mir sie, dass sie seit Ewigkeiten im Diabetes-Bereich arbeite, sich außerdem selbst oft in die Situation eines Diabetikers versetze. So setzt sie sich selbst Katheter, berechnet BEs, testet jede neue Insulinpumpe und CGM-Systeme am eigenen Leib. Sie trifft sich mit Loopern, liest in Diabetes-Blogs und ist auch am Wochenende stets für uns im Einsatz. Sie hatte mega coole, hilfreiche Tipps für den Alltag mit Diabetes, die ich in Kürze noch mal für euch veröffentlichen werde. (Auch auf unserer Facebook-Seite veröffentliche: DIASHOP und Diabetiker.info)

DIASHOP

Katja, Diabetesberaterin (DDG) und Wundassistentin bei DIASHOP – hat keinen Diabetes, sie tut aber so!

Die Nicht-Diabetiker unter uns wurden mit Vorurteilen konfrontiert…

Die Nicht-Diabetiker unter uns mussten sich übrigens Pod-Dummy und Katheter legen und 24 Stunden tragen. Interessant, dass es nicht das Hauptproblem war, ein medizinisches Gerät am Körper zu tragen, sondern mit Blicken und Vorurteilen der Mitmenschen konfrontiert zu werden. So kam es, dass in einer Gaststätte am Ammersee einer von uns auf seinen Pod am Oberarm angesprochen wurde. Kennen wir Diabetiker ja nicht anders. Soweit so gut. Als dann aber alle „Fake-Diabetiker“ gemeinsam am Tisch mit Spanferkel und Bier saßen, jeder einzelne der neuen Mitarbeiter mit Pod und Katheter am Arm, wurde schon bald rege getuschelt… Getreu dem Motto: Kein Wunder, dass die Diabetes haben, bei dem Geschlemme.

Mein Fazit dieser Einarbeitungswoche bei DIASHOP?

Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, welch wahnsinniger Aufwand betrieben werden muss und betrieben wird, damit wir Diabetiker bestens beraten und versorgt sind. Bei DIASHOP wird nicht nur mitgedacht sondern auch vorausgedacht und wenn es nötig ist, sogar das fehlende Therapiehilfsmittel dem Kunden persönlich ins Haus gebracht.

Auch die Herzlichkeit der Geschäftsführer, Mitarbeiter und neuen Teamkollegen hat mich beeindruckt. Super klasse, dass uns auch jede Menge Freiraum geboten wird und der Spaß und Zusammenhalt als Team nicht zu kurz kommt. Wenn man sich rundum im Unternehmen wohlfühlt motiviert dies doch auch ungemein bei der Arbeit alles zu geben.