Hypo-in-der-Nacht

Ausgeträumt: Leider entpuppt sich unser Blutzucker gerade im ungünstigsten Moment als Spielverderber. © Ljupco Smokovski / Fotolia

Was gibt es Schöneres, als nach einem ereignisreichen Tag endlich ins Bettchen fallen und in Morpheus‘ Arme sinken zu dürfen? Doch leider entpuppt sich unser Blutzucker immer im ungünstigsten Moment als Spielverderber. Gerade haben wir das Zähneputzen hinter uns gebracht und auf der Bettkannte unseren Blutzucker gemessen, da zeigt das Gerät plötzlich einen relativ tiefen Wert an.

Jetzt heißt es: wach bleiben und trinken oder essen. Der Griff zu Traubenzucker, Gummibärchen oder Saft nervt gewaltig. Vorbei ist es mit der schönen Nachtruhe. Schließlich muss der Blutzucker nach 15 Minuten noch einmal nachkontrolliert werden. Verflixte Hypo! Sie macht einfach, was sie will. Anbei ein paar kleine Tipps für hundemüde Diabetiker:

  • Nicht erst auf der Bettkannte den Blutzucker bestimmen, sondern ruhig eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen. Dann nervt es nicht ganz so, wenn der Wert zu niedrig ist.
  • Am besten vor dem Gang ins Bad – speziell vor dem Zähneputzen – den Blutzucker kontrollieren. Fällt dieser zu niedrig aus, müssen die Beißerchen wenigstens nicht ein zweites Mal geputzt werden.
  • Sicher ist sicher: Wenn sich der Blutzucker im „Grenzbereich“ aufhält, lieber sofort eine Kleinigkeit essen; Pumpenträger sollten die Basalrate ein wenig herabsetzen.
  • Bei extremen Blutzucker-Schwankungen den Blutzucker unbedingt noch einmal über Nacht kontrollieren.