Blaue Flecken beim Spritzen von Insulin kann man durchaus verringern bzw. verhindern.  ©Henrik Gerold Vogel  / PIXELIO

Blaue Flecken beim Spritzen von Insulin kann man durchaus verringern bzw. verhindern. ©Henrik Gerold Vogel / PIXELIO

Wer kennt dieses Problem nicht: Hin und wieder bilden sich, nach Injizieren des Insulins mit dem Pen, hässliche blaue Flecken. Alex, langjährige Typ-1-Diabetikerin, kann ein Lied davon singen. „Natürlich zieren blaue Flecken meine Oberschenkel oder meinen Bauch in unregelmäßigen Abständen“, erzählt sie. „Früher, als ich noch ungeübt im Umgang mit der Insulinspritze war, war es noch schlimmer.“

Ihre Diabetesberaterin habe ihr erklärt, dass es generell häufig passieren könne, mit der Nadel ein kleines Blutgefäß zu treffen, und nachfolgend ein kleines Hämatom entstehe. „Zudem erläuterte sie mir, dass bestimmte Medikamente, wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Gerinnungshemmer, die Neigung zu blauen Flecken intensivieren“, betont Alex. „Da ich diese Arzneien nicht einnehme, mussten wir nach einem anderen Grund suchen.“
Schnell stellte sich heraus, dass Alex eine viel zu lange Nadel verwendete. „Seitdem ich meinen Pen mit kürzeren Nadeln bestücke, treten die blauen Flecken wirklich seltener auf“, freut sich die 36-jährige Juristin.

Übrigens: Bei denjenigen „Faulpelzen“, die die Nadeln nicht regelmäßig wechseln, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, von einem „Pferdekuss“ heimgesucht zu werden. Ein absolutes Tabu ist es, Insulin in die blauen Flecken sowie in Köperstellen, die Verhärtungen oder Narben aufweisen, zu verabreichen.

Und wer die Nadel durch Jeans und andere Kleidung bohrt, wird hoffentlich mit Schmerzen bestraft, weil sich die Nadel verbogen hat oder in ein Muttermal gepikst wurde. Gleichzeitig haben diese „Blindspritzer“ keinen Überblick darüber, ob Insulin aus der Einstichstelle zurückgelaufen ist. Hohe Blutzuckerwerte lassen grüßen…