Die Tage des routinehaften Blutzuckermessens mit Stechhilfen, Teststreifen und Schmerzen sollen dank FreeStyle Libre bald der Vergangenheit angehören. Quelle: Abbott

Die Tage des routinehaften Blutzuckermessens mit Stechhilfen, Teststreifen und Schmerzen sollen dank FreeStyle Libre bald der Vergangenheit angehören. Quelle: Abbott

Mit einer Sicherheitslücke bei seinem neuen FreeStyle Libre Messsystem, das in Kürze den deutschen Markt erobern und gerade von Medizinern getestet wird, hat Abbott zu kämpfen. Wie das Gesundheitsunternehmen bekannt gab, sei das System bei Störungen in der Energieversorgung eigentlich dazu in der Lage, den Sensor zu deaktivieren, was allerdings in seltenen Fällen nicht richtig funktioniere.

Hintergrund: Der Sensor, der am Körper getragen wird, bestimmt und speichert die Glukosewerte automatisch. Jeder Scan liefert dem Anwender den aktuellen Glukosewert, die Glukosedaten der letzten acht Stunden und einen Trendpfeil, der angibt, in welche Richtung sich die Messergebnisse bewegen.

Wenn es zu Problemen mit der Energiezufuhr kommt, könne es laut Abbott passieren, dass der Sensor frühere Glukosewerte anstelle der aktuellen Messwerte übermittle, was ein erhebliches Gesundheitsrisiko berge. Einen Hinweis darauf gebe das Glukoseergebnis, das während eines Leistungsabfalls immer gleichbleibend bei jedem Scan angezeigt werde. Zudem sei in diesem Fall in der acht-Stunden-Kurve des Lesegerätes eine Lücke zu erkennen.

Selbstverständlich hat das Unternehmen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte über diese Sicherheitslücke bereits in Kenntnis gesetzt. Zudem sei die Software aktualisiert und das Problem bei allen neu hergestellten FreeStyle Libre Sensoren behoben worden.