Ein ganzheitliches Naturheilverfahren für Diabetiker? Die Schrothkur macht es möglich.  Quelle: Oberstaufen Tourismus Marketing

Ein ganzheitliches Naturheilverfahren für Diabetiker? Die Schrothkur macht es möglich. Quelle: Oberstaufen Tourismus Marketing

Bereits am 26. Mai berichteten wir über die sogenannte Schrothkur, ein spezielles Naturheilverfahren, das der Prävention und Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 dient, indem es die Stoffwechselerkrankung positiv beeinflusst. Diese Art des Heilfastens, die im bayerisch-schwäbischen Oberstaufen angeboten wird, hilft, die Insulinabgaben sowie die Medikamenteneinnahme mit der Zeit zu reduzieren, was mit einer medizinischen Pilot-Studie nachgewiesen werden konnte.

Hintergrund: Das Heilfasten, das sich auf vier Säulen stützt, geht zurück auf seinen Begründer Johann Schroth (1798-1856).

  1. Schroth’sche Kost: Heilfasten mit reizarmer, kalorienreduzierter und überwiegend basischer Kost ohne tierisches Eiweiß und Fett, nahezu salzfrei.
  2. Schroth’sche Packungen: Feuchtkalte Ganzkörperwickel, auf die der Körper mit Temperatursteigerung und dem Ausschwitzen von Stoffwechselrückständen reagiert.
  3. Schroth’sche Trinkverordnung: Aus dem Wechsel der täglichen Trinkmenge resultiert eine Art natürlicher Gewebsdrainage als weiterer Impuls für die Selbstheilungskräfte.
  4. Wechsel von Ruhe und Bewegung: Im Zusammenklang mit der verordneten Trinkmenge unterstützt er den Stressabbau, regt den Stoffwechsel an und sorgt für weiteren Fettabbau.

Um eine randomisierte Studie zur therapeutischen Wirksamkeit einer dreiwöchigen Schrothkur im Vergleich zu einem dreiwöchigen diabetesgerechten Urlaub bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 erstellen zu können, werden jetzt Studienteilnehmer gesucht. Ziel dieser Studie, die im Schroth-Heilbad Oberstaufen vonstatten geht, ist es, einen Nachweis über die therapeutische Wirksamkeit der Schrothkur für Typ-2-Diabetiker zu erbringen. Zudem sollen alle „Zuckersüßen“ dazu angeregt werden, ihren Lebensstil dauerhaft zu ändern. Logischerweise sollen die Studienergebnisse Hausärzten, Diabetologen und Krankenkassen wichtige und hilfreiche Informationen über die Wirkweise der Schrothkur liefern.

An der Studie teilnehmen können alle Typ-2-Diabetiker im Alter zwischen 20 und 70 Jahren, die einen HbA1c-Wert aufweisen, der sich über 6,5 Prozent bewegt. Gleichzeitig sollte die Manifestierung des Diabetes nicht länger als sieben Jahre zurückliegen und der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) größer als 27 sein. Die Mitwirkenden erwartet eine dreiwöchige Schrothkur oder ein diabetesgerechter Urlaub mit medizinischer Rundum-Versorgung, die Unterbringung in einem Vier-Sterne- beziehungsweise Vier-Sterne-Superior-Hotel sowie letztendlich mehr Lebensqualität dank der gewonnenen Erkenntnisse im Umgang mit ihrem Diabetes mellitus Typ 2.

Für das schroth’sche Unterfangen stehen folgende Termine zur Auswahl: 12. Oktober bis 1. November 2014, 19. Oktober bis 8. November 2014, 26. Oktober bis 15. November 2014, 11. bis 31. Januar 2015, 18. Januar bis 7. Februar 2015, 22. März bis 11. April 2015 sowie 29. März bis 18. April 2015. Übrigens: Da es sich um eine randomisierte Studie handelt, werden die Teilnehmer vom beteiligten wissenschaftlichen Partner, der Ludwig-Maximilians-Universität in München, per Zufallsprinzip dem Kur- oder Urlaubsprogramm zugeordnet.

Weitere Informationen – auch zu den Bewerbungsmodalitäten – gibt es unter www.schrothkur.de.