Meine Diabetes Typ 1 Diagnose liegt inzwischen über sieben Jahre zurück. Doch es dauerte bis vor wenigen Monaten, ehe ich mich endgültig von Light-Getränken losreißen konnte. Sicher, Cola Light, Zero und andere Getränke dieser Art enthalten keinen Zucker. Aber langfristig sind die Süßstoffe, auch Zuckeraustausch- oder Zuckerersatzstoffe genannt, selbst für einen Menschen ohne Diabetes nicht förderlich, wie diverse Studien und Zeitungsartikel belegen. Das in der Cola Light enthaltene Aspartam, ein Süßstoff der die etwa 200-fache Süßkraft von Haushaltszucker besitzt, soll bei einigen Konsumenten und regelmäßigem Verzehr sogar zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen negativen Begleiterscheinungen führen.

Light-Getränke

Viele amerikanische Lebensmittel und Getränke haben im Vergleich zu deutschen Produkten bis zu 40% mehr Kohlenhydrate.

Ich habe vor meiner Diagnose häufig Saftschorlen und Fruchtsäfte getrunken. In den ersten Monaten darauf stieg ich – so wie vom Arzt empfohlen – auf Wasser und Tee um. Als mir das zu eintönig wurde, kamen die Light-Getränke dazu. Zunächst nur gelegentlich. Dann mehrmals wöchentlich. Und zuletzt fast täglich. Selbst während meiner aktiven Leistungssportzeit. Nicht vorbildlich, ich weiß. Aber gerade in den USA gibt es diese Getränke in den verschiedensten Variationen. Häufig ist es unterwegs einfacher, an Cola-Light zu kommen als an Wasser, das nicht aus der Leitung kommt. Das Leitungswasser hier ist in den meisten Staaten ungenießbar, schmeckt nach Chlor oder anderen Chemikalien. Irgendwann überwand ich mich, statt zur Cola Light und Co. zu „flavored sparkling water“ zu greifen, dem Sprudelwasser mit Geschmack. Jetzt, nach fast fünf Jahren in Amerika, trinke ich nur noch stilles Wasser, im Schnitt drei Liter am Tag.

Wie haltet Ihr es mit Süßstoffen und Light-Produkten? Gehört für euch die Cola-Light zum Alltag? Gibt es sie nur zu „besonderen“ Anlässen? Oder verzichtet Ihr ganz und gar darauf? Schreibt es mir in den Kommentaren. Für mich persönlich heißt es inzwischen jedenfalls nicht mehr: Hauptsache ohne Zucker!
Bis bald, Euer Felix

 

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