Nach Ende des ersten Quartals dachte ich, es wird leichter im zweiten von drei 10-wöchigen Abschnitten bis zum Master-Abschluss. Doch schon nach wenigen Wochen merkte ich, dass es anders kommen sollte. Ich war wohl naiv gewesen, meinen Dozenten zu glauben, als sie uns vor den Winterferien und meinem kurzen Heimaturlaub „Besserung“ versprachen. Vielleicht hätte ich die noch größere Anstrengung auch erwarten müssen, denn schließlich wurde der Umfang eines normalerweise zweijährigen Master-Programms in gerade einmal neun Monate gequetscht.

SERIE (29): Felix Petermann

Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: meine ersten Erfahrungen mit 360°-Videos.

Aber genug der Jammerei. Stattdessen berichte ich Euch lieber von meinen ersten Erfahrungen mit 360°-Videos, einer Form virtueller Realität. Im Grunde bedeutet dies nichts anderes, als mit einer Kamera zu arbeiten, die jeden erdenklichen Winkel einfängt. Es wirkt dann fast so, als wäre man selbst dort, wo sich eben jene Kamera befindet. Unser Gruppenprojekt dreht sich um das Frauenruderteam hier in Stanford. In der Regel dürfen wir auf der Website unseres Studienprogramms keine Stories veröffentlichen, die sich in direkter Weise mit der Stanford University befassen. Da jedoch die 360°-Kameras ein sehr neues, experimentelles Medium sind, haben unsere Professoren diesmal eine Ausnahme gemacht.

Abgesehen von der Kamera selbst benötigt man für solche Videos einige Computerprogramme, um das Aufgenommene hinterher auch entsprechend bearbeiten zu können. Beim Anschauen der fertigen Werke gibt es viele verschiedene Möglichkeiten: auf dem Laptop oder Computer, auf dem Smartphone oder mit Hilfe eines sogenannten VR-Headsets, wie beispielsweise dem HTC Vive oder der Samsung Gear VR – den Alternativen sind fast keine Grenzen gesetzt. Damit Ihr eine bessere Vorstellung habt, wovon ich rede, hier ein kleiner Clip zur Veranschaulichung.

Die Lehren meiner ersten 360°-Experimente – nun ja, man kann sich eben nicht verstecken oder den Winkel so wählen, dass nur bestimmte Perspektiven eingefangen werden. Rundum ist rundum. Ohne jeden Zweifel ist es ein spannender und innovativer Weg, Videos zu drehen und wiederzugeben. Wie gefällt es Euch, dieses einzigartige Medium? Schreibt es mir in den Kommentaren.

Bis nächste Woche, Euer Felix!


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SERIE (14): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Das “Wir” gewinnt – Diabetesmanagement ist Mannschaftssport
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SERIE (17): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Derby-Time in Kalifornien – Der Kampf um die „Axt“
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SERIE (19): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Die Heimat ruft – Zu Hause ist es doch am schönsten
SERIE (20): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Stanford-Update – Die Lehren des Ersten Quartals
SERIE (21): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Die guten Vorsätze für 2017 – „Bolusrechner“ und „Unterzuckerungshelfer“
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SERIE (23): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Kalifornien endlich über die jahrelange Dürre hinweg
SERIE (24): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Amerika vor einem Umbruch – Donald Trump beginnt Präsidentschaft
SERIE (25): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: „Data Journalism“ und „Multimedia Storytelling“ – Wie bitte?!
SERIE (26): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Schlechtes Wetter in Kalifornien – Schlechte Werte bei mir
SERIE (27): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Reise in die Vergangenheit – Auf den Spuren eines verschwundenen Stadions
SERIE (28): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Jacksonville, Florida – Meine erste Journalisten-Tagung
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