Gute Messresultate stehen nicht immer im Einklang mit dem tatsächlichen HbA1c-Wert.

Gute Messresultate stehen nicht immer im Einklang mit dem tatsächlichen HbA1c-Wert.

Sonja verstand bis vor Kurzem die Welt nicht mehr: „Mein Blutzuckerlangzeitwert stieg innerhalb weniger Wochen von etwa 6,5 auf 7,8 Prozent an“, erzählt die Typ-1-Diabetikerin. Das Dubiose: Ihre vor den Mahlzeiten gemessenen Blutzuckerwerte bewegten sich im grünen Bereich, überschritten nicht 140 mg/dl. „Das passte irgendwie nicht zusammen“, meint die zweifache Mutter.

Sonja zögerte nicht lange, und vereinbarte einen Termin mit ihrem Diabetologen. Der Mediziner verkündete ihr sogleich, nachdem sie ihm ihre Probleme ausführlich geschildert hatte, seine Vermutung. „Er erklärte mir, dass es zu einer schwer nachvollziehbaren Erhöhung des HbA1c-Wertes kommen kann, wenn man nur in günstigen Momenten – das heißt vor dem Essen – den Blutzucker bestimmt“, resümiert die Südhessin. Auf diese Weise seien ihr wohl etliche erhöhte Werte schlicht und ergreifend entgangen.

„Mein Arzt legte mir ans Herz, einen Basalratentest zu machen, damit wir einen signifikanten Einblick in den Verlauf meines Blutzuckerspiegels erhalten und gegebenenfalls meine Therapie entsprechend anpassen können“, erläutert Sonja. Gesagt, getan.

Inzwischen hat sich Sonjas HbA1c-Wert deutlich verbessert. „Mein Bedarf an Basalinsulin war in Ordnung. Ich muss mir lediglich etwas mehr kurzwirksames Insulin vor dem Essen injizieren, um den Kohlenhydratgehalt von Mahlzeiten besser ausgleichen zu können.“ Zudem hat sich Sonja – auf das Anraten ihres Diabetologen – angewöhnt, ihren Blutzucker auch mal außer der Reihe – speziell zwei Stunden nach dem Frühstück, Mittagessen und Abendbrot – zu kontrollieren.