Kampagne-„Diabetes-STOPPEN–jetzt!"

Die politische Kampagne „Diabetes STOPPEN – jetzt!“ geht in ihre zweite Runde. ©deckbar/diabetesDE

Die Kampagne „Diabetes STOPPEN – jetzt“, die die diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe gemeinsam mit der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), dem Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe (VDBD) und der Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) initiiert hat, geht in ihre zweite Runde. Deren ursprüngliches Ziel im Bundestagswahljahr 2013 war es, die Politik auf die Dramatik der Stoffwechselerkrankung aufmerksam zu machen.

Die Forderungen: Einen Nationalen Diabetesplan zu entwickeln, eine bestmögliche Versorgung zu garantieren, einen gesunden Lebensstil zu fördern und die Selbsthilfe zu stärken. „Trotz der erfolgreichen gemeinsamen Anstrengungen mit der Kampagne ‚Diabetes STOPPEN – jetzt!‘ im Bundestagswahljahr, ist es uns im ersten Anlauf nicht gelungen, dass das Indikationsfeld Diabetes Berücksichtigung im Koalitionsvertrag gefunden hat. Also müssen wir nun die neue Regierung von der Notwendigkeit eines Nationalen Diabetesplans überzeugen“, erklärt Prof. Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

„Wir haben mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe einen neuen Ansprechpartner, und auch der Gesundheitsausschuss im Bundestag ist neu besetzt. Neben der Bundesebene werden wir die Forderungen aber auch auf Landes- und auf EU-Ebene forciert vortragen“, ergänzt PD Dr. Erhard Siegel, Präsident der DDG. „Gemeinsam mit allen Organisationen unterstützen wir gerade ganz aktuell die Bundesratsinitiative für einen Nationalen Diabetesplan aus Schleswig-Holstein. Wir werben dafür, dass sich möglichst viele andere Bundesländer dieser Initiative anschließen“, erläutert Thomas Danne.

Zudem werden die EU-Parlamentarier im Vorfeld der EU-Parlamentswahl, die am 25. Mai stattfindet, angeschrieben. Gleichzeitig wird die erfolgreiche Postkartenaktion fortgesetzt, die direkt an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe adressiert ist. Motive wie „Zucker ist nicht süß“, „Auge um Auge, Fuß um Fuß“ und „Biete Diabetes, suche Leben“ sollen auf die Volkskrankheit Nummer eins aufmerksam machen.

Einen Höhepunkt der diesjährigen Kampagne stellt die Aktion „Wir geben Diabetes ein Gesicht“ dar. Alle Diabetiker und deren behandelnde Ärzte sind dazu aufgerufen, ein Foto von sich für ein großes Fotomosaik zur Verfügung zu stellen, damit auf diese Weise das Porträt von Bundeskanzlerin Merkel nachgebildet werden kann. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe will so verdeutlichen, dass hinter jeder Erkrankung ein Mensch und ein individuelles Schicksal stecken. Das riesige Poster, das der Slogan „Frau Bundeskanzlerin, wir zählen auf Sie!“ zieren wird, soll auf der Fußball-WM-Fanmeile in Berlin aufgestellt werden.

Unterstützer-Fotos können ab sofort unter www.diabetes-stoppen.de hochgeladen werden. Von dieser Website aus können auch die digitalen Postkarten an Minister Gröhe versendet werden.

„Diabetes zu bekämpfen muss zur Agenda von Politik und Gesellschaft werden. Wir hoffen auf rege Beteiligung, denn nur gemeinsam werden wir etwas bewirken können“, betont der Vorstandsvorsitzende von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe abschließend.