Kategorie: Alltag

FC Diabetologie

FC Diabetologie feiert 5-jähriges Bestehen, mit dabei für den guten Zweck auch Philipp Lahm

Am 8. November 2019 ist es soweit, der FC Diabetologie feiert sein 5-jähriges Bestehen und das kein bisschen leise: Geplant ist ein Fußballbenefizspiel gegen RB Leipzigs Team von 2009. Erstmals wird auch Weltmeister Philipp Lahm für den FC Diabetologie auf das Spielfeld zurückkehren. Philipp Lahm hat angekündigt, die erste Halbzeit mitzuspielen.

Neben ihm werden noch der Ex-Schalker Ingo Anderbrügge sowie Olympiasieger Matthias Steiner dabei sein. Auch DIASHOP ist vertreten: Bereichsleiter Außendienst Uwe Wolf und Gesundheitsreferentin Ulrike Thurm sind mit auf dem Platz. DIASHOP sponsert zudem die Bälle, die den Spielern des FC Diabetologie hoffentlich zu einigen Toren, am besten sogar zum Sieg verhelfen werden (keine Sorge, die sind nicht gezinkt ;)). Auch das Team von RB Leipzig ist gut aufgestellt, unter anderem mit dabei Thomas Kläsener, Lars Müller, Sven Neuhaus, Patrick Bick, Daniel Rosin, Perry Bräutigam und Ingo Hertzsch.

Auch die 3. Halbzeit wird spannend…

Im Anschluss an das Fußballspiel findet eine „3. Halbzeit“ mit einer politischen Podiumsdiskussion zum Thema „Der Kampf gegen den Diabetes-Tsunami – Wege aus der Sitzfalle“ mit Politikern vieler Parteien statt. Sie werden zudem nach ihren Lösungen für eine Nationale Diabetes-Strategie befragt. Es nehmen teil: Jens Lehmann (MdB, CDU), Sören Pellmann (MdB, die Linke), Dagmar Neukirch (MdL, SPD), Dr. Jens Kröger (Vorstandsvorsitzender diabetesDE), Dr. Nikolaus Scheper (Vorstandsvorsitzender BVND) und Christoph Daum (Trainer FC Diabetologie). Die Moderation übernimmt Frau Dr. Franziska Rubin.
Die Podiumsdiskussion wird unterstützt von der AOK Plus für Sachsen und Thüringen sowie von Novo Nordisk

Über den FC Diabetologie…

Der FC Diabetologie ist ein Novum für Deutschland. Hier spielen Ärzte, Wissenschaftler, Diabetesberater und Menschen mit Diabetes, alle Hobbyfußballer mit mehr oder weniger fußballerischem Können, aber mit einer gemeinsamen Vision: Mit ihren Spielen, die sie vor allem gegen den FC Bundestag bestreiten, möchten sie mehr Aufmerksamkeit für die Volkskrankheit Diabetes mellitus erreichen und eine nationale Diabetes-Strategie erwirken.

Der FC Diabetologie wurde im November 2014 gegründet, das erste Training fand in Leipzig auf dem Trainingsgelände von RB Leipzig statt. Grund genug also, nach exakt 5 Jahren hierher zurückzukehren und mit einem Spiel am 8.11.2019 um 19:00 Uhr gegen die Roten Bullen anzutreten. Sachsen ist im Übrigen mit knapp 12 Prozent der Bevölkerung eines der am stärksten von Diabetes betroffenen Bundesländer.

Den Diabetes Tsunami stoppen…

Mehr als 7 Mio. Menschen sind aktuell in Deutschland von Diabetes betroffen. „Die Prognose des Robert Koch-Instituts (RKI) sagt für das Jahr 2040 eine Steigerung auf bis zu 12,3 Mio. Menschen mit Diabetes voraus. Wenn die Politik nicht bald wirksamere präventive Maßnahmen ergreift, diesen Diabetes-Tsunami zu stoppen, wird eine bestmögliche Versorgung der Menschen mit Diabetes in Gefahr sein, denn aktuell gibt es weder genügend Diabetologen noch klinische Fachabteilungen, die diese Masse an Menschen qualitätsgerecht versorgen könnten“, sagt Dr. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, einer gemeinnützigen Gesundheitsorganisation, welche die Interessen der mehr als 7 Mio. Menschen mit Diabetes, deren Angehörige und Risikopatienten vertritt und im Herbst 2014 den FC Diabetologe ins Leben rief, um auf politischer Ebene etwas zu ändern. 

Terminhinweis

Das Fußballspiel mit der dritten Halbzeit 😉 findet am 8. November 2019 um 19.00 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) statt. Der Eintritt ist frei, diabetesDE freut sich über eine Spende und beide Teams darüber, angefeuert zu werden!

Veranstaltungsort:
Stadion am Cottaweg
RasenBallsport Leipzig GmbH
Cottaweg 3
D – 04177 Leipzig

Alle weiteren infos dazu findet ihr hier: https://www.diabetesde.org/pressemitteilung/unternehmer-philipp-lahm-zurueck-rasen-guten-zweck

Quelle: https://www.diabetesde.org/pressemitteilung/unternehmer-philipp-lahm-zurueck-rasen-guten-zweck

Waldbaden reduziert nicht nur Stress: Ärzte sollten Naturpille verschreiben

Zeit in der Natur reduziert Stress, das ist längst kein Gehmeinis mehr. Eine jüngste Untersuchung hat ergeben, dass sogar bereits 20 Minuten Waldbaden ausreichen, um einen positiven Effekt zu erzielen, vorausgesetzt Telefon und Internet bleiben aus.

Das belegen Studien…

Wissenschaftler der Universität Michigan hatten für die Studie eine Gruppe von 36 Freiwilligen eine regelmäßige „Naturpille“ verordnet, sprich drei Spaziergänge pro Woche in der Natur mit einer Dauer von mindestens zehn Minuten oder mehr. Sie konnten den Tag, die Dauer und den Ort ihres Naturerlebnisses selbst bestimmen. Sie mussten jedoch einige Stressfaktoren minimieren. Voraussetzungen waren ein Aufenthalt in der Natur bei Tageslicht wowie die Vermeidung von sportlichen Übungen, Social Media, Internet, Telefonanrufen, Unterhaltungen und Lesen. Vor, während und nach dem Experiment wurden die Cortisolwerte der Teilnehmer durch Analyse einer Speichelprobe bestimmt.

Die Untersuchung ergab, dass schon 20 Minuten Natur genug waren, um den Cortisolspiegel deutlich zu senken. Am meisten reduzierte sich das Stresshormon, wenn die Teilnehmer etwa 20 bis 30 Minuten sitzend oder gehend im Grünen verbrachten. (Quelle: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2019.00722/full)

Es belegen bereits mehrere solcher Untersuchungsergebnisse , dass speziell Waldbaden positive Effekte auf die Gesundheit hat. 2015 konnte etwa der amerikanische Umweltpsychologe Marc Berman mit einer Untersuchung belegen, dass die Anzahl von Bäumen in einer Wohngegend sich auf die Gesundheit der Bewohner auswirkte. Bewohner in grüneren Gebieten litten seltener an Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes. Auch hatte eine Studie in Japan gezeigt, dass die „Naturpille“ die Zahl der natürlichen Killerzellen (Teil des menschlichen Immunsystems) erhöhte.

In Japan ist Waldbaden bereits hoch im Kurs…

In Japan ist Waldbaden („Shinrin-yoku“) bereits Teil der staatlichen Gesundheitsversorgung und  „Waldmedizin“ seit 2012 sogar ein eigener Forschungszweig an japanischen Universitäten.

Naturpille in Deutschland

Vielleicht kennt ihr schon den 2016 als ersten in Deutschland zertifizierten Kur- und Heilwald auf Usedom? Der Heringsdorfer Küstenwald ist bekannt als 187 Hektar großes Gesundheitsstudio der Natur, das im November 2016 als erster 1. Kur-und Heilwald Europas zertifiziert wurde.

Hier findet ihr mehr zu der „Natur-Apotheke“.

Mal schauen, wie lange es dauert, bis uns die Naturpille hier verschrieben wird, quasi als kostengünstiges therapeutisches Mittel, das die negativen Auswirkungen des urbanen Lebens in geschlossenen Räumen vor Bildschirmen eindämmt ;).

Wie haltet ihr es mit der Naturpille?

Sicherlich ist Waldbaden auch kein Wundermittel gegen alles, denn sonst hätte ich sicherlich gar keinen Diabetes (Typ 1) bekommen ;). Ich war schon immer ein Waldkind, das sich regelmäßig im Wald ausgetobt hat. Das mache ich auch noch heute. Meine gute Freundin hingegen hatte nie Lust in die Natur zu gehen und dennoch ist sie vor sämtlichen Krankheit verschon geblieben.

Ich merke jedoch, dass sich bei mir ein Schalter umlegt, jedesmal, wenn ich den Wald aufsuche. Deshalb mache ich mich auch fast jeden Tag auf dorthin, um meinen Stresspegel zu senken. Sei es laufend, radelnd, schlendernd oder einfach nur, um die Luft zu genießen.

Weiterhin fahren wir fast jedes Wochenende in den Harz zum Wandern und Klettern. Denn nicht nur der Wald sondern auch Bewegung soll ja das Immunsystem stärken und eine geringere Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten bewirken.

Nun als Leistungssportlerin/Fitnesstrainerin mit Typ 1 Diabetes ist mir natürlich auch bewusst, dass Sport nicht immer einfach zu kalkulieren ist und stressen kann. Aber die längeren Belastungen mit niedriger Intensi­tät, wie etwas das Wandern in der Natur, helfen mir zu entspannen und sorgen in der Regel für einen glatten Blutzuckerverlauf.

Wie sieht das bei euch aus? Nehmt ihr auch regelmäßig diese „Naturpillen“ ;)?

Lebe deinen Diabetes bunt: OmniPods marmorieren

OmniPods marmorieren? Ja klar! Lebe deinen Diabetes bunt: Aufkleber auf der Insulinpumpe und dem Blutzuckermessgerät, bunte Fixierpflaster für die CGM- und FGM-Sensoren, das ganze in stylischen Taschen verpackt, damit macht der Diabetes ein bisschen mehr „Spaß“. Langweilige Medizintechnik war gestern. Ich lebe meinen Diabetes bunt, ihr auch?

Heute zeige ich euch, wie man ganz einfach OmniPods marmorieren kann und gebe euch eine kurze Anleitung dafür an die Hand. Einige von euch bringen Marmorieren vermutlich nur mit Ostereiern in Verbindung, aber die Marmoriertechnik eignet sich für viele weitere Gegenstände, wie eben auch OmniPods. Das Schöne am Marmorieren ist, dass es super einfach funktioniert und jedes Mal ein anderes Muster dabei entsteht. Der Markt bietet mittlerweile auch eine sehr große Auswahl an Marmorierfarben.

Los geht’s…

OmniPods marmorieren, so einfach geht’s!

Was du brauchst…

  • Mindestens zwei Mamorierfarben deiner Wahl.
  • Ein altes Gefäß, etwa eine Glasschale oder auch ein großer, gesäuberter 😉 Joghurtbecher eignen sich hervorragend.
  • Einmalhandschuhe/Haushaltshandschuhe
  • Holzspieß
  • Kleines Blatt Papier
  • Fixierungspflaster für OmniPod

Das wars auch schon.

So einfach geht’s…

  1. Gefäß mit lauwarmem Wasser befüllen, OmniPod bereit legen und Handschuhe anziehen.
  2. Deine favorisierten Marmorierfarben nacheinander in die Mitte der Schale ins Wasser träufeln. In der Regel benötigt man nur 3 Tropfen von jeder Farbe (beachte die Anleitung deiner Marmorierfarben). Die dominante Farbe zum Schluss einträufeln.
  3. Nun schnell (die Farbe darf nicht an der Oberfläche trocknen) mit dem Holzspieß ein Marmoriermuster in die Farbschicht einziehen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
  4. Den OmniPod am Plaster gut festhalten und vorsichtig, einmal kurz  eintauchen. Nicht zu tief, versteht sich, denn nur die Plastikschale des Pods darf mit dem Wasser in Berührung kommen!!! (Tipp: Ich habe mir beim dritten OmniPod dann die Fixierungspflaster für OmniPod zur Hilfe genommen, so dass der Pflasterrand dann frei von Farbe blieb). Puste einmal kurz und vorsichtig, während sich der OmniPod noch im Wasser befindet  Der Farbfilm auf der Wasseroberfläche legt sich dabei um den OmniPod. 
  5. Nun die OmniPod-Plastik-Oberfläche schnell wieder aus dem Farbbad rausziehen.
  6. Jetzt kannst du den OmniPod zum Trocknen beiseite legen. Bevor du mit dem nächsten loslegst, musst du erst den alten Farbfilm von der Wasseroberfläche entfernen.
  7. Den Farbfilm kannst du einfach mit einem Stück Papier abschöpfen und nun wieder bei Schritt 2 anfangen, um mit dem nächsten OmniPod fortzufahren.
  8. Lasse die OmniPods trocknen, je nach verwendeter Mamorierfarbe sind zum Trocknen unterschiedliche Zeiten auf der Verpackung angegeben.

Wie ihr seht, hat mich das Marmorierfieber gepackt und mittlerweile sind nicht nur die OmniPods bunt gestaltet, sondern die halbe Wohnung ;)… Zeigt uns doch gerne auch eure Kunstwerke :).

 

SLG2-Inhibitoren

Wenn Insulin allein nicht ausreicht: SGLT-2-Inhibitoren bei Typ-1-Diabetes

Insulin plus Tablette (SGLT-2-Inhibitoren) bei Typ-1-Diabetes? Das gab es noch nie. Seit nunmehr 100 Jahren wird Diabetes Typ 1 ausschließlich mit Insulin therapiert. Doch tatsächlich sind inzwischen bereits zwei Wirkstoffe aus der Klasse der SGLT-2-Inhibitoren für den Einsatz bei Typ-1-Diabetikern zugelassen: Dapagliflozin und Sotagliflozin. Beide können als „Add-on“ zur Insulintherapie bei erwachsenen Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 27 kg/m2 eingesetzt werden, die trotz optimaler Insulintherapie keine gute Blutzuckereinstellung erreichen. Die Medikamente sollen – ergänzend zum Insulin – eine Senkung des HbA1c-Wertes und des systolischen Blutdrucks bewirken sowie zur Gewichtsabnahme beitragen.

Über Dapagliflozin und Sotagliflozin

Dapagliflozin und Sotagliflozin gehören zur Gruppe der SGLT-2-Inhibitoren. SGLT steht für „Sodiumglukosetransporter 2“: Dieses Molekül befindet sich in der Niere eines jeden Menschen. Es hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass der Blutzucker nicht über den Urin ausgeschieden wird. SGLT-2-Inhibitoren blockieren dieses Molekül, so dass ein Teil der Glukose über die Nieren ausgeschieden wird.

Seit geraumer Zeit kommt das Medikament bereits bei Typ-2-Diabetikern zum Einsatz. Studien* hatten nun gezeigt, dass sich mit SGLT-2-Inhibitoren auch bei Typ-1-Diabetes die Blutzuckerverläufe glätten lassen und die Einstellung stabiler wird. Der Insulinbedarf konnte gesenkt und eine verbesserte Stoffwechseleinstellung erreicht werden. Weiterhin hatte sich auch ein positiver Effekt auf das Körpergewicht gezeigt.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) befürwortete die SGLT-2-Hemmer erstmals im Januar 2019. Mittlerweile dürfen sie bei Menschen mit Typ-1-Diabetes ergänzend zum Insulin bei erwachsenen Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 27 kg/m2 eingesetzt werden, die trotz optimaler Insulintherapie keine gute Blutzuckereinstellung erreichen.

Nebenwirkungen

Allerdings kann es auch zu Nebenwirkungen kommen, u. a. in Form einer Ketoazidose, die sich entwickeln kann, ohne dass der Blutzucker stark ansteigt. Weiterhin kann es auch Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane begünstigen. Die Indikationsstellung für einen SGLT2-Hemmer bei Typ-1- Diabetes sollte deshalb nur durch eine(n) erfahrene(n) Diabetologin/ Diabetologen erfolgen und streng überwacht werden. Eine ausführliche Ketoazidose-Schulung und ein entsprechendes Ketoazidose-Management sind Voraussetzung für die Verordnung!

SGLT-2-Inhibitoren können sinnvoll bei Doppeldiabetes sein

Wenn Menschen mit Typ-1-Diabetes übergewichtig werden, kann eine Insulinresistenz hinzukommen, so dass mehr Insulin benötigt wird. Das kann wiederum dazu führen, dass sie noch mehr an Gewicht zunehmen. Man spricht vom so genannten „Doppeldiabetes“. An dieser Stelle könnten die SGLT-2 Hemmer zum Einsatz kommen. Sie verbessern die Insulinempfindlichkeit, so dass weniger Insulin benötigt wird. Es können wieder bessere Blutzuckerwerte erzielt und das Gewicht reduziert werden.

*Zulassungsstudien:

Dandona P et al. Efficacy and Safety of Dapagliflozin in Patients With Inadequately Controlled Type 1 Diabetes: The DEPICT-1 52-Week Study. DOI: 10.2337/dc18-1087

Mathieu C et al. Efficacy and Safety of Dapagliflozin in Patients With Inadequately Controlled Type 1 Diabetes (the DEPICT-2 Study): 24-Week Results From a Randomized Controlled Trial. DOI: 10.2337/dc18-0623

Übergewicht APP

Leichter „App-nehmen“? Nicht-Insulinpflichtige (!) Übergewichtige für interessante Studie gesucht

Leichter „App-nehmen“? Das LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg starten in diesem Sommer eine Studie mit Frauen und Männern, die unter Übergewicht bzw. starkem Übergewicht (Adipositas) leiden und motiviert abnehmen möchten, es bisher aber langfristig nicht mit herkömmlichen Abnehm-Programmen allein geschafft haben. Besonderheit dieser Studie: Die Teilnehmenden werden während des Abnehmprozesses individuell psychologisch in Form der „I-GENDO-App“, einer Anwendung auf dem Smartphone, unterstützt. I-GENDO steht dabei für „Interaktiv Gewicht erfolgreich reduzieren – nachhaltig durch optimale psychologische Unterstützung“.

Eine Verschlechterung der Ernährungsgewohnheiten sowie mangelnde Bewegung haben in den vergangenen Jahrzehnten in weiten Teilen der Bevölkerung zu erheblichen Gesundheitsproblemen aufgrund von Übergewicht und Adipositas (starkes Übergewicht) geführt.

Gedanken und Gefühle können neben Essverhalten zum Übergewicht beitragen

„Obwohl viele Betroffene sich dieser Gesundheitsgefahren bewusst sind und versuchen, mit Hilfe von Diäten und Sport abzunehmen, schaffen es nur wenige, langfristig ihr Gewicht erfolgreich zu reduzieren“, skizziert Studienkoordinatorin und Psychologin Magdalena Pape das Dilemma. „Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass herkömmliche Gewichtsreduktionsprogramme nur das Ess- und Bewegungsverhalten der Betroffenen bearbeiten.“

Experten sind sich einig, dass es für eine langanhaltende Gewichtsabnahme notwendig ist, die Gedanken und Gefühle zu verstehen, die zum Übergewicht beitragen. Denn Stress oder Traurigkeit verleiten dazu, mehr zu essen, mehr Kalorien aufzunehmen und schließlich an Gewicht zuzunehmen.

Negative Gedanken und Überzeugungen können ebenfalls das Gewicht ungünstig beeinflussen, indem sie zum Beispiel erfolgreiche Gewichtsreduktionsmaßnahmen verhindern. Die jeweiligen Gedanken und Gefühle fallen aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus.

I-GENDO-App bietet psychologische Unterstützung, basierend auf individuellen Stärken und Schwächen

„Hier setzt die I-GENDO-App an und bietet psychologische Unterstützung, basierend auf individuellen Stärken und Schwächen der Teilnehmenden“, erklärt Magdalena Pape. „Durch eine regelmäßige Selbstbeobachtung und durch Vertiefungsübungen können erlernte Inhalte reflektiert und verinnerlicht werden.“

Die Studie richtet sich an Frauen und Männer mit Übergewicht und starkem Übergewicht. Ausgenommen sind Betroffene, die eine Adipositas-Operation hinter sich haben oder planen. Auch ein insulinpflichtiger Diabetes oder eine Schwangerschaft dürfen nicht vorliegen. Bei vollständiger Teilnahme an der Studie erhalten die Probanden bis zu 400 Euro Aufwandsentschädigung.

Zur Studie anmelden

Interessierte können sich melden per E-Mail: igendo@lwl.org oder auf den Anrufbeantworter unter Tel. 0234 5077-3232 sprechen. Ansprechpartnerin für Rückfragen und Anfragen ist die Studienkoordinatorin des Projektes in Bochum, Magdalena Pape von der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums, E-Mail: magdalena-maria.pape@lwl.org, Tel. 0234 5077-3206.

Quelle: https://psychosomatik.lwl-uk-bochum.de/die-klinik/aktuelles/leichter-app-nehmen-wissenschaftler-suchen-uebergewichtige-frauen-und-maenner-fuer-studie