Kategorie: Sport

Buchtipp Anpacken statt Einpacken

Buchtipp: Anpacken statt Einpacken – Menschen mit Diabetes erzählen aus ihrem Leben

Kennt ihr schon das Buch „Anpacken statt Einpacken – Menschen mit Diabetes erzählen aus ihrem Leben“? Tatsächlich kannte ich es bis dato noch nicht, obwohl es schon 2014 erschienen ist. Es ist irgendwie völlig an mir vorbeigezogen. Aber glücklicherweise ist es mir nun „in die Hände gefallen“. Ich lese oder höre unheimlich gerne lebensnahe Geschichten, Erlebnisse, Gedanken und Erfahrungsberichte von anderen Menschen mit Diabetes. Ihr auch? Nicht selten findet man sich darin wieder oder bemerkt, dass man einige Dinge mit Diabetes im Alltag komplett anders empfindet, erlebt und handhabt. So soll es ja auch sein, denn wir sind alle Individuen, mit unterschiedlichen Plänen und Zielen.

Die Autorin Nicole Mattig-Fabian (ihr kennt sie sicherlich, sie ist die Geschäftsführerin und Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe) hat in diesem Buch 30 Kurzporträts von Menschen mit Diabetes zusammengetragen, um zu zeigen, wie ein Leben mit Diabetes gut gelingen kann. Ergänzt werden die Porträts durch medizinische Tipps der beiden erfahrenen Diabetologen Prof. Dr. Thomas Danne (Hannover) und Prof. Dr. Thomas Haak (Bad Mergentheim). 

Inhalt und Aufbau des Buches

In diesem Buch berichten Prominente, bekannte Gesichter aus der Diabetes Community, Kinder, Studenten, Großeltern, Sportler, Blogger, Menschen wie du und ich mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2, wie sie unterschiedlicher nicht sein und leben könnten. Auf 74 Seiten erzählen sie kurzweilig über ihren Diabetes, mitten aus dem Leben: offen, authentisch, emotional und ehrlich. Genau das macht das Buch so spannend und lesenswert.

Mit dabei Udo Walz, der seinen Diabetes auf eine Schockreaktion (Selbstmord eines Freundes) zurückführt, Gewichtheber Matthias Steiner, der sich in seiner Olympia-Zeit über die Gegner geärgert hat, die meinten, das Insulin wäre verkapptes Doping und Diana D., die blind ist und ihr Leben dennoch in vollen Zügen genießt. Lebensstiländerer Hans Lauber kommt genauso zum Zuge, wie ein Diabetologe, der selbst Diabetes hat und sagt, der Diabetes sei so komplex, dass auch er jemanden braucht, der auf seinen Diabetes medizinisch aufpasst und ihn im Selbstmanagement motiviert.

Anpacken statt EinpackenBesonders hervorzuheben auch die Geschichte von Christa Uhlig, die 1937 die Diagnose Diabetes Typ 1 erhielt. Sie erzählt, wie sie durch den Krieg und die Nachkriegszeit kam. Kein Zuckerschlecken im wahrsten Sinne des Wortes: Nach dem Krieg gab es kein Insulin mehr, nur noch ungereinigtes Schweineinsulin, man versuchte aus der Not heraus das Insulin sogar durch Tabletten zu ersetzen, was natürlich nicht funktionierte. Viele weitere Erfahrungsberichte, die ins Staunen versetzen sollen folgen: Etwa wie einer Typ1erin fälschlicherweise der Blinddarm rausoperiert wurde, da man die richtige Diagnose Diabetes Typ 1 nicht gleich erkannte. Aber lest selbst, wirklich sehr zu empfehlen, nicht zuletzt, weil man vieles selbst als Mensch mit Diabetes sehr gut nachempfinden kann.

Ihr lest von Grenzen, Grenzenlosigkeit, von Motivation, Antriebslosigkeit, Ängsten, Depressionen, Vorurteilen, Emotionen, Einsamkeit und Zusammenhalt, Veränderungen, Unsicherheit, Hänseleien und Bestärkung, über Sonderstellung, versperrte Wegen, Einschränkungen, Lebensqualität und Lebensfreude, Wünschen im Zusammenhang und Alltag mit Diabetes Typ 1 und 2.

Die Menschen erzählen von ihren Hobbys und mitten aus dem Berufsleben, von Schwangerschaft, wagemutigen Reisen, Ernährung, Gewichtsproblemen, Klassenfahrten,  Hypos, Ketoazidosen, Leistungssport, Erfahrungen in der Selbsthilfe, von der Pubertät, Alkohol, Familie und Freunden, Folgeschäden, Kortisonbehandlugen, Krankenkassen, die ihre Hilfsmittel nicht zahlen möchten und lassen tief in ihre Seele blicken. Dieses Buch lässt nichts aus.

Auch wenn sie alle so unterschiedlich sind, eins ist den Erzählern aber allen gemein, sie sind Selbstmanager, die vermutlich ohne den Diabetes nicht so wären, wie sie heute sind, aber sich ihr Leben durch den Diabetes nicht vorgeben lassen. Sie machen Mut, sind weltoffen und zeigen, dass man mit seinem Diabetes nicht alleine ist.

Wie eingangs erwähnt werden die Geschichten und Erlebnisse durch Anmerkungen und Tipps von den Diabetologen Prof. Dr. Thomas Danne und Prof. Dr. Thomas Haak untermauert. Dazu ein Zitat aus dem Buch von Thomas Haak, das mir gut im Gedächtnis geblieben ist: „Der Diabetes sollte quasi wie das Virensuchprogramm auf einem Computer im Hintergrund laufen: Es soll da sein, wenn man es braucht, aber im Hintergrund bleiben, wenn man es nicht braucht.“

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Fazit

„Anpacken statt Einpacken – Menschen mit Diabetes erzählen aus ihrem Leben“ ist ein Buch das Spaß macht, motiviert und Tipps bereithält, auch wenn (und das wäre mein einziger kleiner „Kritikpunkt“) es bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Es beschreibt noch Therapien, die heute glücklicherweise durch modernere abgelöst werden.

Aber die lebensnahen Geschichten und die Erfahrungswerte sind Hauptaugenmerk des Buches und einfach großartig. Die Kinder, Eltern, Studenten, Typ2er, Typ1er mit und ohne Folgeerkrankungen, Spitzensportler, Naschkatzen, Mediziner, Anwälte, Langzeitdiabetiker oder Neulinge auf ihrem Gebiet, … machen Mut und inspirieren mit dem was sie zu erzählen haben. Ich habe gelacht, war entsetzt, überrascht, erstaunt und erfreut beim Lesen der Erfahrungsberichte aus der Diabetes-Community, siehe auch genannte Beispiele oben.

Ein rundum gelungenes Buch, das unbedingt eine Fortsetzung braucht :-).

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Zu hoch, zu tief: Der Blutzucker im Sommer

Der Blutzucker im Sommer stellt einige Menschen mit Diabetes vor große Herausforderungen… 

Die Sommer in Deutschland werden immer heißer. Der Körper leidet unter den hohen Temperaturen, die sich bei Menschen mit Typ-1-Diabetes auch auf den Stoffwechsel auswirken können. Mit einem rtCGM-System hat man die Glukosewerte eigentlich immer im Blick. Trotzdem kann es bei Hitze zu gefährlichen Entgleisungen kommen.

Niedrige Werte – Gefahr einer Unterzuckerung

Hitze fördert die Durchblutung, dies wiederum führt dazu, dass Insulin schneller vom Körper aufgenommen wird. Wenn man dann noch aktiv unterwegs ist, beim Radfahren, Wandern oder Schwimmen zum Beispiel, kann der Blutzucker schneller in den Keller gehen als erwartet. Die Empfehlungen: Häufiger den Blutzucker messen, bzw. die Trendpfeile auf dem CGM-System im Blick behalten. Die Insulindosis vor sportlichen Ausflügen anpassen (bei der Insulinpumpe die Basalrate senken) und mit einem etwas höheren Blutzuckerwert starten.

Vor allem beim Schwimmen wird der Energieverbrauch durch Bewegung im kalten Wasser oft unterschätzt. Tipp: Auch ins Wasser kann Glukose mitgenommen werden – in flüssiger Form (z. B. Dextro Energy Liquid oder Lift Juice). Ideal beim Schwimmen oder Stand-up Paddling.

Hohe Werte – Gefahr einer Ketoazidose

Häufig unterschätzt wird die Gefahr, die im Sommer von erhöhten Blutzuckerwerten ausgeht. Dass die Werte nach einer Mahlzeit vorübergehend über 200 mg/ dl (11,1 mmol/l) ansteigen, passiert. Problematisch wird es jedoch, wenn sich keine Tendenz nach unten zeigt und Symptome wie starker Durst, Übelkeit, Harndrang und Müdigkeit hinzukommen. Dann bahnt sich möglicherweise eine Blutzuckerentgleisung (Ketoazidose) an.

Gewissheit gibt ein Ketontest, den vor allem Insulinpumpenträger ab einem Wert von 240 mg/dl (13,3 mmol/l) oder bei Symptomen einer Ketoazidose unbedingt durchführen sollten. Ein positiver Test (+++ im Urin bzw. ab 1,1 mmol/l im Blut) erfordert schnelles Handeln. Die Regeln: Ruhe bewahren, sich körperlich nicht anstrengen und nach den Empfehlungen des Diabetesteams aus der Schulung vorgehen.

Wer sich nicht sicher ist, wie die Behandlung einer Ketoazidose durchgeführt wird, sollte die individuelle Vorgehensweise und Therapieanpassung mit seinem Diabetesteam besprechen. Gute Informationen bieten auch die Kurzvideos von Ulrike Thurm in der Blood Sugar Lounge.

Bei Hitze kann Insulin ausflocken…

Bei Hitze kann Insulin ausflocken und verliert seine Wirkung. Insulin ist ein Eiweiß, das bei Temperaturen über 40 °C zerfällt und unbrauchbar wird. Dies kann bei Hitze schnell und vor allem unbemerkt passieren – im Sommer eine häufige Ursache für gefährliche Blutzuckerentgleisungen.

Insulin ausgeflockt

Mit Diabetes im Gepäck... Ab ins Grüne

Ab ins Grüne mit Diabetes im Gepäck (+Touren-Packliste)

Bei gutem Wetter den Tag mit dem Fahrrad oder mit dem Rucksack beim Wandern unterwegs sein – anhalten, wo es am schönsten ist – oder lecker essen gehen. Das klappt natürlich auch mit Diabetes, wenn auch nicht ganz so spontan. Wer eine längere Tour mit dem Rad oder zu Fuß plant, sollte vor allem an zwei Dinge denken: Was brauche ich unterwegs, und wie muss ich das Insulin anpassen, um eine Unterzuckerung zu vermeiden?

Leider lässt sich Letzteres nicht pauschal beantworten. Auf die Frage „Ich will 10 Kilometer wandern, um wie viel muss ich mein Insulin reduzieren?“ kennt auch Google keine Antwort. Wie viel Insulin der Körper bei Bewegung braucht, hängt von vielen Faktoren ab, beispielsweise vom Trainingszustand und der Dauer und Intensität der Bewegung. Wer eher untrainiert an die Sache herangeht, hat in der Regel einen höheren Glukoseverbrauch bei Bewegung als jemand, der regelmäßig Sport treibt. Entsprechend muss die Insulindosis angepasst werden.

Insulin reduzieren

Beim Sport bzw. bei Bewegung braucht der Körper weniger Insulin, die Dosis sollte also rechtzeitig vor der geplanten Fahrrad- oder Wandertour reduziert werden. Dieses Problem betrifft alle, die mit Insulin behandelt werden – ob Typ 1 oder Typ 2.

Wer eine Insulinpumpe trägt, kann kurzfristiger reagieren und die Basalrate nach Bedarf prozentual anpassen. Bei einer intensivierten-konventionellen Therapie (ICT) sollte man sich frühzeitig festlegen und das Basalinsulin je nach Art und Wirkdauer reduzieren. Auch über das Mahlzeiteninsulin lässt sich die Anpassung steuern. Empfehlungen dazu gibt dir dein Diabetesteam. Letztlich hilft nur: vorischtig ausprobieren. Der Effekt, den Sport bzw. Bewegung auf den Insulinbedarf hat, wird häufig unterschätzt.

Nicht zu vergessen: Bei Hitze wirkt Insulin schneller. Deshalb besser das Insulin etwas mehr reduzieren und bei Bedarf mit schneller Energie (Trauben- oder Flüssigzucker) gegensteuern. Lieber etwas höhere Werte in Kauf nehmen, als das Risiko einer Unterzuckerung einzugehen.

Hitze, Schweiß, Sonnenbrand

Hitze zerstört nicht nur Insulin, auch CGM-Sensoren vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung. Eine spezielle Kühltasche wie FRIO ist eine sinnvolle (und langlebige) Anschaffung. In die Tasche wird alles gepackt, was nicht zu warm werden darf, wie Insulin, Pen und Blutzuckermessgerät. Wer den CGM-Sensor am Oberarm trägt, sollte ihn mit einem Shirt oder einem Tape (z. B. autsch & go) vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Dies erspart auch eine schmerzhafte Erfahrung, die jeder kennt, der sich schon einmal unter dem transparenten Sensorpflaster die Haut verbrannt hat. Eine zusätzliche Fixierung mittels Tape oder Trageband ist empfehlenswert, damit sich der Sensor durch vermehrtes Schwitzen nicht löst.

Wer eine Tour auf dem Wasser mit dem Kanu oder Segelboot plant, sollte zudem an eine wasserfeste Tasche für den Diabetesbedarf denken, die es z. B. von Aquapac gibt.

Touren-Packliste (je nach Therapie)

  • Insulinpens bzw. Insulinpumpe mit ausreichendem Insulin für den Tag
  • Ersatz-Infusionsset bzw. Pod für Omnipod
  • Blutzuckermessgerät/CGM-System einschließlich Zubehör/Ersatz-Sensor
  • Ketonmessgerät (bei FreeStyle Libre integriert) und Ketonteststreifen
  • Einwegspritze (für Insulinpumpenträger)
  • Mittel zur Hautdesinfektion
  • Kohlenhydrate (schnelle, z. B. Traubenzucker und langsame, z. B. Brot oder Sport riegel)
  • Fixierung für Sensoren/Infusionssets, z. B. Tape, Trageband
  • Ersatzbatterien/Ladekabel/Akku (Powerbank) – für alle, die ihr Smartphone als Empfänger nutzen
  • Kühltasche für Insulin und Diabetesbedarf
Aquapac

Ich packe meine Badesachen: Bikini, Handtuch, Aquapac!

Sommerzeit ist Badezeit – ob im Meer, im See, im Freibad oder auch im heimischen Swimming-Pool (ich beneide euch ;)). Früher bestand die Herausforderung für uns Menschen mit Diabetes beim Schwimmen vor allem im Blutzucker-Management, schließlich ist der weite Ozean der letzte Ort, an dem man von einer Hypo „überrascht“ werden möchte. Im Laufe der Jahre hat sich jedoch einiges an Diabetestechnik in den Alltag eingeschlichen: Insulinpumpen, CGM- und FGM-Systeme und auch Smartphone gehören mittlerweile zur Standardausrüstung. Doch wohin damit beim Schwimmen?

Zwar sind einige Komponenten wasserdicht, wie etwa die meisten CGM-Sensoren und Patchpumpen, aber der PDM des Omnipod beispielsweise oder auch die Empfangsgeräte der CGM-Systeme fühlen sich im Wasser nicht sonderlich wohl. Abhilfe schaffen hier die pfiggigen Taschen von Aquapac. Diese sind wasserdicht, auf Diabetes-Zubehör zugeschnitten und auch beim Schwimmen gut transportierbar.

Sand ist für die Haut wie Peeling, aber nicht für CGM-Systeme und Insulinpumpen

Nun ist natürlich nicht jeder von uns eine Wasserrate. Allerdings lauern im Sommer auch abseits des kühlen Nass „Gefahren“ für unsere Technik, vor denen die Aquapac-Taschen schützen: Selbst wer den Strand nur zum Sonnen nutzt, wird sicherlich das ein oder andere Mal mit Sand überhäuft. Für die Haut ist das wie Peeling, die CGM-Systeme und Insulinpumpen können darauf jedoch gut und gerne verzichten. Zudem ist es nicht selten, dass der Schweiß bei einer sommerlichen Laufrunde in noch größeren Mengen fließt, als es in den anderen Jahreszeiten der Fall ist.

Aquapac-Taschen in verschiedenen Ausführungen erhältlich

Für den Spaß im Wasser und am Strand, nutze ich übrigens nicht nur für meinen Diabetesbedarf die Aquapac-Taschen…

82466_Aquapac_Beutel_1Dieser Beutel (3 Liter Füllvolumen), rechts im Bild, der nur 17,00 € kostet ist 100 % wasserdicht! Auch für Medikamente, für kleinere Wertgegenstände (Schlüssel, Geld, Kreditkarte oder Smartphone) perfekt geeignet.  

85957_Aquapac_Insulinpumpe_1Weiterhin gibt es für die Insulinpumpe auch die Aquapac Tasche mit Kabelführung, links im Bild. Kabel und Schläuche (der Insulinpumpe) bis 2,5 mm können aus dem Aquapac herausgeführt werden, ohne das Wasser in die Tasche eindringen kann. Der Gürtel ist verstellbar und mit einem Schnappverschluss ausgestattet.

SPIBelt

SPIbelt: Praktisch für Diabetes-Utensilien (nicht nur) beim Sport…

Wohin nur mit dem Diabetes-Krempel? Na, am besten alles in den SPIbelt (meine neuste Errungenschaft)! Meine Güte, nach über 23 Jahren Diabetes-Karriere sollte man doch mal genug Taschen für den Diabeteskrempel im Schrank haben, oder? Nein! Okay, ich gebe es zu: Ich habe womöglich einen Diabetes-Taschen-Tick ;). Ich kann davon einfach nicht genug besitzen. Geht es euch auch ähnlich?

Je nach dem wie lange man unterwegs ist, muss man eben mehr oder weniger Diabetes-Krempel mitschleppen, sprich eine größere oder kleinere Tasche mitnehmen. Dann gibt es unterschiedliche Anlässe: Für den Sport benötige ich etwa eine andere Tasche als für die Arbeit oder fürs Konzert. Hier hatte ich schon mal über die Diabetes-Taschen-Logostik einen Artikel geschrieben: Zeit gespart mit cleverer Taschenlogostik. 

Darin hatte ich bereits geschrieben, dass ich mir im Alltag nur noch meinen mit allen Utensilien ausgestatteten Diabetes-Organizer schnappe und in die jeweilige „übergeordnete“ Tasche stecke, die ich je nach Vorhaben nutze. Das handhabe ich eigentlich (!) auch weiterhin so. Nur für den Sport eignet sich ein Bauchgurt noch besser. In den Bauchgurt passt mein Diabetes-Organizer aber nicht hinein. Obwohl ;)…

Über den praktischen SPIBelt

Meine neuste Errungenschaft ist wie erwähnt der Bauchgurt „SPIbelt“, der eigentlich für Medtronic-Pumpen vorgesehen ist… Denn wie praktisch: An der Hinterseite des SPIbelts befindet sich eine kleine Öffnung, durch die das Infusionsset der Insulinpumpe geführt werden kann.

ABER in diesen Bauchgurt passen auch andere Schlauchpumpen, Pens, Schlüssel, Traubenzucker, der PDM vom OmniPod,  das CGM-Empfangsgerät, das Blutzuckermessgerät, Teststreifen, Stechhilfe, Smartphone, etc. pp. hinein. Ja sogar ganze Schränke ;-). Okay ernsthaft: Zumindest ist für das Wichtigste darin Platz, was wir Menschen mit Diabetes so mit uns rumschleppen . Ein ziemlich dehnfähiger Koffer… äh Bauchgurt also. 

SPIBeltIch nutze diesen im Sport aber auch im Alltag. Unter der Kleidung ist der SPIbelt nicht sichtbar. Im Sommer, wenn man kurz trägt und zu wenig Taschen an der Kleidung hat, bietet der SPIbelt genügend Platz für den Diabetesbedarf und man kann sogar noch ein Coolpack mit dazu stecken. 

Auch im Wintersport hat er sich schon als sehr praktisch erwiesen: Unter der Kleidung nah am Körper getragen, kann man Insulin und Co. vor Kälte schützen. Zusätzlichen kann man auch noch Isolierfolie verwenden. Er sitzt fest (größenverstellbar) am Körper, so dass er beim Sport auch nicht stört.

Der Gurt ist größenverstelbar für einen Taillenumfang von 64 bis 127 cm geeignet, mit Schnellverschluss ausgestattet und hier erhältlich: SPIbelt online bestellen.