Tag: Diabetes im Job

Schwerbehindertenausweis – besser mit oder ohne?

„Schwerbehindertenausweis“ hat für einige Diabetiker zunächst erst einmal einen bitteren Beigeschmack. Fühle ich mich als Typ-1-Diabetiker denn schwerbehindert? Nun ja, ich persönlich störe mich eher weniger an diesem Ausdruck. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst schon in der Situation war, auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen zu sein. Meine Eltern etwa, haben mir schon zweimal das Leben gerettet, da ich mir bei einer schweren Unterzuckerung nachts nicht mehr alleine helfen konnte. Aber ich habe dennoch sehr lange drüber nachgedacht, ob ich tatsächlich einen Schwerbehindertenausweis beantragen soll, oder nicht. So habe ich zunächst einmal die Vor- und Nachteile gegenübergestellt…

Vor- und Nachteile eines Schwerbehindertenausweises
Vor- und Nachteile eines Schwerbehindertenausweises: ist sinnvoll, als Diabetiker einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen?

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Wie offen sollte ich mit dem Diabetes im Job umgehen?

Diabetes im Job, ein heiß diskutiertes Thema… Es fängt schon bei der Bewerbung an: Soll ich den Diabetes bereits in der Bewerbung angeben, erst im Vorstellungsgespräch erwähnen oder vielleicht doch erst, wenn ich den Job sicher habe? Oder gar vollkommen verschweigen, gar nicht drüber reden? Was aber, wenn ich eine Unterzuckerung habe, die Sache auffliegt? Kann ich es schaffen, unbemerkt meinen Blutzucker zu messen und Insulin zu spritzen? Möchte ich meinen Diabetes überhaupt verheimlichen?

Fragen über Fragen. Man kann sie leider nicht pauschal beantworten. Diabetiker müssen das je nach Situation, Anforderungen im Job und Unternehmen entscheiden.

Diabetes im Job
Diabetes im Job: soll ich den Diabetes bereits in der Bewerbung angeben, erst im Vorstellungsgespräch erwähnen oder vielleicht doch erst, wenn ich den Job sicher habe?

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Diabetiker auf Jobsuche: Schweigen ist (meistens) Gold

Über ihre Stoffwechselerkrankung sollten Diabetiker während des Vorstellungsgespräches kein Wort verlieren. Foto: djd/Stefan Verra
Über ihre Stoffwechselerkrankung sollten Diabetiker während des Vorstellungsgespräches kein Wort verlieren. Foto: djd/Stefan Verra

Selbstverständlich sollten Diabetiker offen mit ihrer Stoffwechselerkrankung umgehen. Doch in Sachen Vorstellungsgespräch gilt es, den Diabetes zu verschweigen und im Notfall auch zu verleugnen. Denn: Leider glauben noch viele Arbeitgeber, dass „zuckersüße“ Menschen weniger leistungsfähig sowie risikobehaftet sind – das ist die traurige Wahrheit.

Fakt ist, dass Diabetiker im Grunde genommen jeden Beruf ausüben können. Ausnahmen bilden allenfalls Tätigkeiten, bei denen man einen Vollkörperschutzanzug tragen muss, der im Notfall nicht schnell genug ausgezogen werden kann (z.B. Berufsfelder in Sicherheitslabors, Atomkraftwerken sowie Tiefseetaucher). Grundsätzlich sollte klar sein: Diabetes ist keine ansteckende Krankheit und beeinträchtigt keinesfalls die Arbeitsfähigkeit.

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Neuer Leitfaden für Betriebsärzte und Arbeitgeber: Diabetes im Job

Ob Autoschlosser oder Bäcker. Ob Maschinenbauingenieur oder Maurer. Ob Zimmermann oder Zugbegleiter: In (fast) allen Berufszweigen sind Diabetiker zu finden. Fachleute schätzen, dass 2020 etwa 2,8 Millionen zuckerkranke Menschen im erwerbsfähigen Alter sein werden. Aus diesem Grund haben die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) eine Broschüre aufgelegt, die sowohl Betriebsärzten als auch Arbeitgebern als Orientierungshilfe dienen soll.
Im sogenannten „Leitfaden für Betriebsärzte zu Diabetes und Beruf“ wird erläutert, wie die Arbeitsfähigkeit von Diabetikern gesichert werden kann, welche Berufe besonderen Risiken unterliegen und wie Vorgesetzte zu einer einwandfreien Bewertung kommen können. Generell müsse – nach Ansicht der DDG – stets gewährleistet sein, dass Diabetiker auf keinen Fall in ihrer Jobauswahl eingegrenzt werden, da ihre Leistungsfähigkeit in der Regel nicht eingeschränkt sei.

Der vollständige Leitfaden kann hier eingesehen werden: