Kategorie: Insulinpumpe/CGM

Accu-Check Insulinpumpen

Zubehör für Accu-Chek® Insulinpumpen weiterhin erhältlich

Der folgende Beitrag ist eine Service-Info der Roche Diabetes Care Deutschland GmbH und beinhaltet Werbung. Diabetesprodukte und -zubehör werden stetig weiterentwickelt und an die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes, ihre Behandler:innen sowie an neueste technologische Möglichkeiten angepasst. Im Bereich der Insulinpumpen wächst die Nachfrage nach schlauchlosen Pumpen, die direkt am Körper getragen werden und so mehr Flexibilität im Alltag bieten. Um diesem Trend und der Nachfrage nach einer innovativen Insulinpumpentherapie mit mehr Tragekomfort entgegenzukommen, hat sich Roche Diabetes Care dafür entschieden, das Angebot im Bereich Insulinpumpen anzupassen. Zukünftig konzentriert sich das Unternehmen auf die breite Einführung des innovativsten Accu-Chek Insulinpumpensystems: Accu-Chek Solo. Die Mikropumpe wird die beiden bestehenden Insulinpumpen Accu-Chek Insight und Accu-Chek Combo ablösen. Seit Ostern 2022 werden deshalb keine Neuverordnungen für Accu-Chek Insight, Accu-Chek Insight mit DBLG1 und Accu-Chek Combo mehr entgegengenommen.

Was heißt das für mich als Accu-Chek Insulinpumpennutzer:in?

Wenn Sie bereits eine Accu-Chek Insulinpumpe nutzen, ändert sich dadurch für Sie nichts: Sie können die Insulinpumpe einfach weiterverwenden und werden auch in den nächsten Jahren mit Verbrauchsmaterialien und Garantie- und Serviceleistungen über die gewohnten Kanäle versorgt.

Interesse an Accu-Chek Solo?

Bei einer defekten Accu-Chek Insulinpumpe nach Garantieende haben Sie die Möglichkeit, die Zeit bis zur Verfügbarkeit von Accu-Chek Solo zu überbrücken. In diesem Fall hilft Ihnen der Accu-Chek Kundenservice gerne weiter. Produktdetails zu Accu-Chek Solo erhalten Sie unter www.accu-chek-solo.de. 

Welche Option kommt für mich infrage?

Die folgende Grafik zeigt, welche Möglichkeit für Sie gilt:

Accu-Chek Insulinpumpen_Zuberhör weiterhin erhältlich

 

Über Roche Diabetes CareDeutschland GmbH

Die Roche Diabetes Care Deutschland GmbH ist als eigenständige Vertriebsgesellschaft innerhalb der Roche-Gruppe verantwortlich für Marketing und Verkauf von Diabetesmanagement-Lösungen sowie Kundenbetreuung im deutschen Markt. Das Portfolio umfasst Lösungen zur Glukosemessung, Insulinabgabe sowie digitalen Dokumentation und Auswertung der Marke Accu-Chek. Bereits seit über 45 Jahren setzt sich Roche Diabetes Care dafür ein, die Versorgung von Menschen mit Diabetes zu verbessern: Gemeinsam Diabetes weiter denken – das ist unsere Mission. Als Marktführer arbeiten wir kontinuierlich daran, Menschen mit Diabetes und ihre Behandler zu unterstützen. Die Patienten stehen dabei im Mittelpunkt unseres Handelns: Mit der Vernetzung unserer Produkte zu integrierten Diabetesmanagement-Lösungen setzen wir uns dafür ein, ihren Alltag mit Diabetes zu erleichtern. Weitere Informationen zu Roche Diabetes Care Deutschland sowie zu unseren Produkten und Services finden Sie unter www.rochediabetes.de und www.accu-chek.deHilfreiche Tipps und Services für Menschen mit Diabetes bietet außerdem unsere Community www.mein-buntes-leben.de.

Urlaub

Ab in den Urlaub mit Diabetes! Was sollte ich bedenken?

Yeah Urlaub! Auf geht es… Äh Stopp, Diabetes ist mit an Bord. Mit Diabetes in den Urlaub – da ist gute Vorbereitung wichtig. Dabei muss ich gleich an meine Freundin denken, die einmal zu mir meinte: „Was hast du für einen riesigen Koffer dabei?“ Mag sein, dass ich es manchmal übertreibe, aber auf folgende Erfahrungen hätte ich gut und gerne verzichten können und denen möchte ich künftig vorbeugen: 

  • Bei einem (ausgerecht meinem ersten) Marathon hatte ich die Ersatzbatterien für meine Insulinpumpe vergessen und musste ab Kilometer 10 zusehen, wie ich mir während des Rennens bei den Zuschauern welche beschaffe,
  • im Urlaub auf den Kanaren hatte ich zu wenig OmniPods dabei, da sich unser Aufenthalt tatsächlich ungewollt 😉 verlängerte, so musste ich auf Pens umsteigen und
  • ausgerechnet Weihnachten in New York wirkte das Insulin aus meiner letzten Ampulle nicht richtig (im Verdacht hatte ich den Frachtraum des Flugzeugs, in dem mein Insulin im Koffer lagerte). Da stand ich da und musste es teuer einkaufen. Irgendwas ist ja immer und mit Diabetes sowieso!

Also besser alles doppelt einpacken. Vor allem bei einer Auslandsreise ist dies wichtig, denn Heil- und Hilfsmittel vor Ort zu besorgen, kann schwierig sein. Deshalb: Lieber etwas mehr mitnehmen.

Reise-Checkliste

Damit es keinen Stress gibt, haben wir hier für euch die Reisecheckliste von DIASHOP zum Download hinterlegt. 

Download Reisecheckliste

Ansonsten klar: 

  • Temperaturen beachten!
    Wichtige Diabetes-Utensilien und Insulin besser im Handgepäck unterbringen, im Frachtraum kann die Temperatur auf unter 0 Grad sinken (bei unter 2 Grad verliert Insulin seine Wirkung).
    Blutzuckermessgeräte messen nur korrekt bei 14-40 Grad.
  • Insulindosis bei Reisen über Zeitzonen anpassen.
  • Versicherungen abklären! Manche schließen Leistungen für chronisch Kranke aus.
  • Impfungen checken.
  • Blutzucker im Blick behalten: Abweichung durch Essen/Trinken/Klima/mehr oder weniger Bewegung… etc. pp. bedenken.

Ärztliche Bescheinigung (Medical Certificate)

Wer sich bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Probleme ersparen möchte, sollte immer eine „Ärztliche Bescheinigung“ (Medical Certificate) in den wichtigsten Sprachen dabei haben. Damit habt ihr schwarz auf weiß: Insulin, Blutzuckermessgerät, Insulinpumpe und Co. sind lebenswichtig für euch und müssen im Handgepäck mit dabei sein. Diesen Vordruck von DIASHOP könnt ihr euch in der Arztpraxis ausfüllen und abstempeln lassen:

Download Medical Certificate

Welcher Insulinpumpenhersteller bietet eine Urlaubspumpe?

Nun haben wir für euch nachgehakt, ob die Insulinpumpenhersteller auch Urlaubspumpen zur Vefügung stellen,  bzw. wie sie beantragt werden und wie hoch ggf. die Gebühren sind.

Die meisten Hersteller versiegeln die Urlaubspumpe in Folie. Dazu vorab, wie auch in der Übersicht ersichtlich wird, ein wichtiger Hinweis: Die Versiegelung der Urlaubspumpe darf in der Regel nur geöffnet werden, wenn ein Defekt an der eigenen Insulinpumpe nicht selbst behoben werden kann. Sonst können Kosten entstehen. Haltet bei einem Defekt vorerst besser Rücksprache mit dem Hersteller. 

Download: Wer bietet eine Urlaubspumpe an? 

Diabetestechnik

Was gibt es Neues in Sachen Diabetestechnik?

Neuigkeiten zur Diabetestechnik interessieren uns Menschen mit Diabetes brennend, richtig? Seid ihr immer up to date? Auf welchen Seiten informiert ihr euch über CGM-, Insulinpumpen- und AID-Systeme? Insbesondere in Facebook-Gruppen und Foren brodelt ja nicht selten auch mal die Gerüchteküche und sorgt für Verwirrung und Diskussion. Man stößt auf viele Fehlinformationen, die ohne seriöse Quellenangabe übermittelt werden. Manchmal kommt auch für den Hersteller einfach alles anders, als es ursprünglich geplant war. Unverhofft kommt oft. Wer sich schon einmal mit dem Medizinproduktegesetz und dem ganzen Drumherum auseinander gesetzt hat, versteht besser, warum es so lange dauern kann, bis uns unsere Wunschpumpe endlich erreicht. 

Selbstverständlich möchten wir alle die bestmögliche Therapie für uns finden bzw. sicher stellen, schließlich ist sie für unsere Gesundheit relevant. Aber was gibt es aktuell für Neuigkeiten aus dem Bereich Diabetestechnik bzw. welche Insulinpumpen, CGM- und AID-Systeme stehen denn aktuell überhaupt zur Wahl? Informationen dazu findet ihr unter:  Neuigkeiten aus dem Bereich Diabetestechnik (diese Seite von DIASHOP wird laufend aktualisiert). 

Weiterhin findet auch wieder das DIASHOP Online-Event statt:
Diabetestechnik live erleben – Mittwoch 18. Mai 2022, 17.30 bis 20.00 Uhr

  • Herstellerneutrale Präsentation der Systeme durch DIASHOP
  • Hersteller zeigen Ihre Systeme und beraten in eigenen Online-Räumen
  • Eine Diabetesberaterin ist für eure Fragen da
  • Austausch im virtuellen DIASHOP Café

Dazu könnt ihr euch hier anmelden: Jetzt zu Diabetestechnik live erleben anmelden

Last but not least, weil sich die Fragen häufen, was denn an den Gerüchten von den Accu-Chek Insulinpumpen dran sei, möchten wir euch an dieser Stelle noch Auskunft darüber geben. Selbstverständlich haben wir diese Informationen direkt vom Hersteller. 

Accu-Chek Insulinpumpen bald nicht mehr erhältlich – Zubehör bleibt

Roche Diabetes Care hat mitgeteilt, dass die Insulinpumpen Accu-Chek Insight und Accu-Chek Combo ab Mitte April 2022 nicht mehr zur Verfügung stehen. Man habe sich entschieden, „ab Ostern 2022 keine Neuverordnungen für Accu-Chek Insight, Accu-Chek Insight mit DBLG1 und Accu-Chek Combo entgegenzunehmen“, heißt es in einem Schreiben von Roche.

Wichtig für alle, die bereits eine Accu-Chek Insight oder Accu-Chek Combo Insulinpumpe tragen:
Das Zubehör für die Insulinpumpen bleibt weiterhin erhältlich. Innerhalb der Garantie wird man selbstverständlich weiterhin eine Ersatzpumpe erhalten, wenn Ihre Accu-Chek Insulinpumpe defekt ist. Roche will sich nun auf die breite Markteinführung einer neuen Insulinpumpe konzentrieren: der Accu-Chek Solo Mikropumpe, ein schlauchloses und modulares System. Wann dieses System verfügbar sein wird, steht noch nicht fest.

Diabetestechnik live erleben

DIASHOP Online-Events: Diabetestechnik live erleben (18. Mai) + CGM und Bewegung (9. Mai)

Es ist so weit: Die beliebte herstellerneutrale Veranstaltungsreihe zu Insulinpumpen, AID- und CGM-Systemen „Diabetestechnik live erleben“ findet wieder statt. Der Termin am Mittwoch, den 18. Mai steht und ihr könnt euch auch schon anmelden für die Online-Veranstaltung auf Diashop.digital! Es ist ja auch einiges passiert am Insulinpumpen-, CGM- und AID-System-Markt, da wollen wir Menschen mit Diabetes immer up-to-date sein. Schließlich möchten wir im Sinne unserer Gesundheit alle die bestmögliche Therapie und Diabetestechnik für uns finden und sicherstellen.

Bei diesem Online-Event werdet ihr nicht nur aus sicherer Quelle informiert, welche Insulinpumpen, CGM- und AID-Systeme überhaupt zur Wahl stehen, sondern ihr könnt auch direkt mit Diabetesberaterinnen, Herstellern und dem DIASHOP Team in Kontakt treten. Stellt all eure Fragen, tauscht euch im DIASHOP Cafe aus und findet das passende System für euch. 

Die Teilnahme ist kostenlos. Das große Live-Event startet online am 18.Mai 2022 im 17:30 Uhr. Hier könnt ihr euch dafür registrieren, um euch einen Platz zu sichern: https://www.diashop.de/technik-zum-anfassen

DIASHOP freut sich euch herzlich in der virtuellen Welt begrüßen zu können. Das dürft ihr nicht verpassen! 

Diabetestechnik live erleben – Mittwoch 18. Mai 2022, 17.30 bis 20.00 Uhr

  • Herstellerneutrale Präsentation der Systeme durch DIASHOP
  • Hersteller zeigen Ihre Systeme und beraten in eigenen Online-Räumen
  • Eine Diabetesberaterin ist für eure Fragen da
  • Austausch im virtuellen DIASHOP Café

Dazu könnt ihr euch hier anmelden: Jetzt zu Diabetestechnik live erleben anmelden

Wir sehen und hören uns dann am 18. Mai?!

PS: Von unserer ersten Veranstaltung dieser Reihe hatten wir berichtet, lest und schaut es euch gerne an: 

„Diabetestechnik live erleben“: Das war los in der virtuellen DIASHOP Diabetes-Welt

 
Ein weiteres DIASHOP Online-Event, das ihr auf keinen Fall verpassen solltet: „CGM und Bewegung“, ein Online-Workshop mit Ulrike Thurm. Wer schon mal einen Workshop bei Ulrike mitgemacht hat, weiß, dass man immer viel dazu lernt, unabhängig wie erfahren man mit seinem Diabetes schon ist. 

CGM und Bewegung: Tipps aus der Praxis. Online-Workshop mit Ulrike Thurm – Montag 9. Mai 2022, 19.00 bis 20.30 Uhr

Was euch erwartet:

  • CGM und Bewegung: Welche Vorteile hat ein CGM-System bei körperlicher Aktivität?
  • Präsentation: Kontinuierliche Glukosemessung mit dem Langzeit-CGM-System Eversense XL
  • Anschließend: Viel Zeit für eure Fragen

Jetzt zu CGM und Bewegung anmelden

Segelfliegen mit Diabetes Typ1?! Julia will auch weiterhin abheben

Julia Kaiser hat kürzlich auf der Veranstaltung „Von der ICT zur Insulinpumpe“ von DIASHOP von ihren Erfahrungen berichtet. Sie liebt das Segelfliegen, doch mit Diabetes Typ 1 ist das in Deutschland nicht möglich. Sie hat eine spannende und zugleich sehr emotionale Geschichte zu erzählen. 

Unser Interview mit Julia Kaiser übers Segelfliegen

Julia, magst du dich kurz vorstellen?

Ich bin 30 Jahre alt, komme gebürtig aus Engelskirchen, wohne (Job- und Fortbildungsbedingt) in Rösrath. Ich bin im Luftsportverein Bergische Rhön Lindlar e.V aktiv. Ich arbeite als Entwicklungsingenieurin bei einem Kunststoffhersteller und interessiere mich sehr für das Thema Kunststoff Spritzguss, aber auch für die Technik der Segelflugzeuge, das jedoch im privaten Bereich. Meine absolute Leidenschaft und meine Freizeit ist definiert durch mein liebstes Hobby, das Segelfliegen. Jede freie Minute habe ich vor meiner Diabetes-Diagnose dem Flugplatz gewidmet.

Julia, seit wann und wie wurde der Diabetes bei dir diagnostiziert?

Das war 2019, wenige Tage nach der Prüfung meiner Segelfluglizenz. Vier Jahre lang ließ ich mich im Luftsportverein Lindlar zur Segelfliegerin ausbilden. 2019 bestand ich dann mit 28 Jahren die Prüfung. Mir kamen vor Freude fast die Tränen. Ich fühlte mich allerdings schon wenige Tage vor der Prüfung nicht wohl. Ich hatte Sehstörungen, Harndrang und Durst. Ich dachte an eine Grippe. Nach der Prüfung kamen Halsschmerzen, Erbrechen und schwere Atemnot hinzu. Letztendlich fand ich mich dann auf der Intensivstation wieder und bekam die Diagnose: Diabetes Typ 1. Zu diesem Zeitpunkt war meine Lizenz gerade irgendwo in der Post auf dem Weg zu mir nach Hause.

Das war sicherlich ein großer Schock?! Wie bist du damit umgegangen?

Ja, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich war vor allem geschockt, als meine Fliegerärztin mir mitteilte, dass ich nicht mehr fliegen darf. Das ist meine größte Leidenschaft! Man teilte mir mit, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes in Deutschland grundsätzlich die Flugtauglichkeit, das sogenannte Medical, aberkannt wird. Aber so schnell lasse ich mich nicht unterkriegen. Schließlich ist die Diabetestechnologie und das Diabetesmanagement schon weit fortgeschritten, Dank CGM-Systemen, Insulinpumpen und AID-Systemen ist das Risiko von Hypo- und Hyperglykämien deutlich reduziert.

Ich habe erst einmal etwas Abstand vom Flugplatz genommen, da ich das ganze verarbeiten musste. Ich hatte nämlich große Pläne geschmiedet: eigenes Flugzeug, Streckenfluglehrgänge besuchen, an Wettbewerben teilnehmen und einfach jede freie Sekunde in der Luft verbringen. Und von einem auf den anderen Tag sollte das alles passé sein. Das braucht Zeit und der Abstand hat mir erst einmal gutgetan. Jetzt bin ich aber wieder voll und ganz bereit für die kommende Saison. 

War das der Grund, warum du von der ICT auf die Insulinpumpe (Accu Check Insight Loop) umgestiegen bist, auch in der Hoffnung schneller wieder fliegen zu dürfen? Welche Vorteile bringt die Insulinpumpentherapie für dich? 

Mitunter, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber die Insulinpumpentherapie bringt generell viele Vorteile mit sich. Ich hatte nachts/in den Morgenstunden erhöhte Werte und die habe ich mit der Insulinpumpe gut in den Griff bekommen. Ich schätze die Flexibilität, beispielsweise für die Bewegung im Alltag und bei den Mahlzeiten sehr. Ich kann den Bolus einfach und diskret per Knopfdruck abgeben und es sind keine Insulininjektionen mit dem Pen mehr notwendig. Mein Blutzucker bzw. meine Glukosewerte sind auch stabiler als bei der ICT-Therapie. Ich konnte schon im manuellen Betrieb (ohne Loop-Modus) deutliche Verbesserungen meiner Blutzuckerkurve verzeichnen.

Mit dem Einschalten des Loop-Modus, musste ich zwar sehr viel meiner Verantwortung und Überlegungen dem Manager übergeben und natürlich dem ganzen auch Vertrauen. Seitdem Loop-Modus gebe ich nur noch meine Kohlenhydrate in Gramm ein und meine sportlichen Aktivitäten. Alles andere übernimmt das AID-System und das braucht am Anfang viel Überwindung und Vertrauen. Solange ich dem System möglichst genaue und richtige Informationen übermittle, kann es die Blutzuckerwerte deutlich optimieren. Für mich ist das Loop-System eine große Bereicherung und es gibt mir viel Lebensqualität zurück. Wenn ich dann irgendwann noch wieder ins Cockpit dürfen sollte, hätte ich alles erreicht, um möglichst wieder ein Leben wie vor der Diagnose zu haben.

Was genau hast du unternommen, damit du deinem Traum vom Segelfliegen weiterhin nachgehen kannst?

Ich habe auf meinem Instagram-Account das Segelfliegen thematisiert und auf die Problematik aufmerksam gemacht, dass Menschen mit insulinpflichtigem Diabetes aus dem Cockpit ausgeschlossen sind. Daraufhin erhielt ich viele Nachrichten von anderen Typ-1-Pilot:innen. Wir haben uns vernetzt, eine Petition gestartet und diese bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) eingereicht. Mit Erfolg: Die EASA hat ein Forschungsprojekt ausgeschrieben, welches dazu beitragen kann, die Flugtauglichkeit in Zusammenhang mit Diabetes grundsätzlich neu zu bewerten. Im besten Fall entsteht dadurch ein Regelwerk zur Erteilung von Fluglizenzen an Menschen mit Diabetes.

Vielen Dank für das spannende Interview, Julia. Wirklich beeindruckend. Seid ihr selbst am Segelfliegen interessiert oder habt ihr noch weitere Fragen an Julia? Dann schreibt das doch gerne in die Kommentare.