Kategorie: Rund um die Therapie

Hybrid-Closed-Loop-Systeme

Was ist dieser Loop? Hybrid-Closed-Loop-Systeme , Marke Eigenbau…

Was ist dieser Loop ;), von dem jetzt alle sprechen? Vielleicht habt ihr auch schon von DIY (Do-It-Yourself) Hybrid-Closed-Loop-Systemen gehört? Nein? Nicht so schlimm, denn wir möchten darüber an dieser Stelle zunächst erstmal etwas Licht ins Dunkel bringen und starten mit Teil 1 unserer Serie: Hybrid Closed Loop, Marke Eigenbau…

Ein wichtiger Hinweis vorweg: Hybrid-Closed-Loop-Systeme, sprich vollautomatische Systeme, die wie eine künstliche Bauchspeicheldrüse funktionieren, sind in Deutschland noch nicht offiziell für Diabetiker zugänglich, wenn auch bereits sehr weit in der Entwicklung. Hybrid-Closed-Loop der Marke Eigenbau ist in Eigenverantwortung technisch versierter Diabetiker entstanden! Alles geschieht auf eigene Verantwortung. Auch Ärzte dürfen einen nicht zum Verwenden eines solchen Systems raten. Man nutzt die Insulinpumpe beim DIY-Loopen anders als vom Hersteller vorgesehen. Deshalb kann man bei einem Systemversagen nicht den Pumpen- oder CGM-Hersteller zur Verantwortung ziehen. Dieses Haftungsproblem solltet ihr sehr ernst nehmen.

Der technische Fortschritt

Schon lange träumen wir Typ-1-Diabetiker doch davon, dass unser Blutzucker, wie bei gesunden Menschen auch, automatisch reguliert werden kann. Angefangen mit Insulinspritzen, die man vor 40 Jahren noch auskochen musste, über Einwegspritzen, Insulinpens ist man heute bei Insulinpumpen angekommen. Auch die klassische Blutzuckermessung mit täglich und nächtlich mehrfachem Stechen in den Finger, wurde durch CGM-Systeme abgelöst. Diese kontinuierliche Glukosemessung ermöglicht es Diabetikern, ihre Zuckerwerte 24 Stunden über das Smartphone und/oder die Smartwatch zu überwachen. Diese moderne Technik vereinfacht Typ-1-Diabetikern das Leben schon deutlich.

Viele Typ 1-Diabetiker nutzen bereits Insulinpumpen, die mit Sensoren zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) kommunizieren können. Sogenannten SuP-Systeme können etwa bei einer drohenden Hypoglykämie (Unterzuckerung) die Insulinabgabe automatisch stoppen. (PLGS – Predictive Low Glucose Suspend)

In Deutschland sind das die folgenden zugelassenen Systeme:

  • Medtronic 640 G
  • Medtrum A6 TouchCare

Eine Zuschaltung von Insulin bei zu hohen Blutzuckerwerten leistet in Deutschland jedoch noch (!) kein offiziell zugelassenes System. Die SuP-Therapie hilft somit vor allem Leuten, die nachts zu Unterzuckerungen neigen oder Unterzuckerungen selbst nicht wahrnehmen. Bei zu hohen Werten sind nach wie vor, wir gefragt.

Hybrid-Closed-Loop-Systeme – was ist dieser DIY-Loop?

Bei Verwendung der aktuellen, offiziellen Medizintechnik sind wir immer noch selbst die Hauptakteure des Blutzucker-Managements: Wir lesen den aktuellen Glukosewert auf unserem CGM-Systemen ab und nehmen dann bei Bedarf Änderungen an der Insulinmenge vor. An dieser Stelle kommt der geschlossene Regelkreises aus kontinuierlicher Glukosemessung und bedarfsgerechter Insulinabgabe, das sogenannte Hybrid-Closed-Loop-System ins Spiel. Es übernimmt zum Teil unsere Rolle, in dem es über die richtige Insulindosis entscheidet und die tatsächliche Abgabe über die Insulinpumpe steuert. Natürlich nur dann, wenn wir auch fleißig unsere Hausaufgaben machen. Dazu gehören Basalratentests, ISF (Korrekturfaktor)- und BE/Kolenhydrat-Tests und noch viel mehr. Dieser Aufwand ist nicht zu unterschätzen, aber notwendig, um einer Stabilisierung der Glukosewerte zu erreichen. Mindest die gleiche Zeit muss auch in die Technik und die Auseinandersetzung mit der Software investiert werden.

Bis hierhin gibt es in Deutschland noch keine kommerziellen Closed-Loop-Systeme. Es stehen aber mehrere „inoffizielle“ DIY-Lösungen auf Basis von Open-Source-Software zur Verfügung. (Dazu dann im Folgeartikel dieser Reihe mehr).

Der Algorithmus

Hybrid-Closed-Loop-Systeme verabreichen nicht einfach bei einem zu hohen Blutzuckerwert mehr Insulin und unterbrechen nicht nur bei einem zu niedrigen Blutzuckerwert die Insulinzufuhr, sondern der Algorithmus berücksichtigt auch die Abweichung zu den zuvor gemessenen Blutzuckerwerten, das aktuell im Körper wirkende Insulin (IOB), den eingestellten Blutzucker-Zielwert, die über Mahlzeiten aufgenommenen Kohlenhydrate und viele weitere Faktoren.

Manuelle Eingriffe seitens des Patienten

Ganz ohne manuelle Eingriffe kommt man aber auch bei Verwendung eines Closed-Loop-Systems nicht aus, weshalb man korrekterweise auch von „Hybrid-Closed-Loop-Systemen“ spricht, die aber üblicherweise nur als Closed-Loop bezeichnet werden. Bei der Essensaufnahme beispielsweise muss die Insulinabgabe durchgeführt werden, das System weiß schließlich nicht, dass man etwas essen möchte. Der Patient ist ebenfalls bei besonderen Aktivitäten gefragt, so kann es beispielsweise beim Sport sinnvoll sein, den Blutzucker-Zielwert temporär zu erhöhen, um eine Unterzuckerung zu vermeiden.

DIY-So nun wisst ihr erstmal grob, was dieser Loop ist. Wir werden aber in den weiteren, folgenden Teilen noch näher auf die nötigen Komponenten, die es dafür braucht eingehen. Auch auf rechtliche Aspekte, das Haftungsproblem, die Technik, auch auf Probleme, die damit einhergehen und vieles mehr. Unsere Artikelserie „Hybrid Closed Loop, Marke Eigenbau…“ wird lediglich über das Thema informieren, nicht dazu ermutigen, es auszuprobieren. Ich (Steffi) werde ergänzend auch noch mal ein paar Worte aus meiner eigenen Erfahrung einbringen, die euch auch nicht zum Nachahmen ermutigen soll.

Hautschutz und Fixierung CGM-Systeme

Umfrage zum Thema Hautschutz und Fixierung (FGM- und CGM-Systeme)

Wichtiges Thema unter Diabetikern: „Hautschutz und Fixierung“! Klebestellen von Pflastern von Sensoren können Hautprobleme verursachen. Bei einer Tragedauer von 6-10 Tagen bei  Sensoren zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM), bzw. bei FreeStyle Libre (14 Tage) ist es verständlich, dass die Haut hier Probleme bereiten kann. Zu unterscheiden sind Hautirritation und Kontaktallergien:

Hautirritationen durch Katheterpflaster erkennt man an Rötungen und leichtem Juckreiz, der nach Entfernen des Pflasters verschwindet. Hier kann ein Schutzspray (wie Cavillon oder Askina Barrier helfen. Es wird vor dem Aufkleben des Pflasters auf die Haut gesprüht. Gut trocknen lassen!

Kontaktallergien kommen seltener vor, sind aber schwerwiegender. Sie zeigen sich durch lokale Rötungen mit Papeln und gelblichen Bläschen sowie unerträglichen Juckreiz. Sie treten oft erst Monate oder sogar Jahre nach dem ersten Kontakt mit dem Pflaster (Allergen) auf, bleiben dafür aber lebenslang bestehen. Die Diagnose „Kontaktallergie“ stellt der Hautarzt.

Bei einer Kontaktallergie kann es hilfreich sein, acrylatfreie Schutzpflaster aus dem Bereich der Wundheilung (wie Biatain oder Cutimed) unter das eigentliche Katheterpflaster zu kleben. Dies in Absprache mit dem Arzt. Wenn solche Schutzpflaster verwendet werden, dürfen sie nie „durchgeschossen“ werden, da sonst Kleber in die Einführungsstelle gelangt. Vor dem Aufkleben sollte der Anwender ein kleines Loch für die Kanüle anbringen. Produkte zum Hautschutz vor dem Aufkleben von Pflastern in Verbindung mit Infusionssets und Sensoren gibt es bei DIASHOP.

Hier findet ihr die zweite Umfrage zum Thema Hautschutz und Fixierung, mit dem Fokus auf Katheter von Insulinpumpen bzw. auf Patch-Pumpen: Umfrage zum Thema Hautschutz und Fixierung (Katheter/Patch-Pumpen) Vielen Dank im Voraus für eure Teilnahme, das ermöglicht uns euch noch besser beraten zu können.

Umfrage zum Thema Hautschutz und Fixierung von FGM- und CGM-Systemen

Welches CGM-/FGM-System verwendest du?

Sind mit dem Pflaster deines CGM-/FGM-Systems schon einmal Hautprobleme aufgetreten? (Bitte auswählen)

Nutzt du Produkte, die du zum Hautschutz unter das Pflaster sprühst oder klebst? Welche sind das? (Mehrfachnennungen möglich)

Musstest du schon mal einen Sensor aufgrund von Hautproblemen vorzeitig wechseln? (Bitte auswählen)

Wie gut hält das Pflaster der Sensoren bei dir, bzw. aus welchen Gründen hat es bei dir nicht gehalten? (Mehrfachnennungen möglich)

Fixierst du den Sensor, damit er besser hält?

Verwendest du ein Produkt zum Lösen des Pflasters? Falls ja, welches? (Mehrfachnennungen möglich)
Infusionssets Katheter

Was man über Infusionssets (Katheter) wissen sollte und welche zu welcher Insulinpumpe passen…

Wir gehen der Sache mit den Infusionssets mal auf den Grund. Softkanüle? Stahlkanüle? Welche Schlauchlänge? Welche Insfusionssets kann ich für meine Insulinpumpe nutzen, welche passen, welche nicht? Wie oft empfehlen Diabetesexperten, das Infusionsset zu wechseln und was muss ich beim Setzen beachten? Und überhaupt und sowieso ;)… Wir haben zu diesem Thema bei Diabetesberater/innen nachgefragt und berichten auch aus eigener Erfahrung (!). Es versteht sich von selbst, dass wir hier keine Therapieempfehlungen geben und ihr euch diesbezüglich bei eurem Diabetologen, bzw. medizinischem Fachpersonal des Vertrauens informieren und diese um Rat fragen solltet.

Wie oft sollte ich das Infusionsset wechseln?

Wie lange ein Infusionsset getragen werden sollte, ist auch in der beiliegenden Gebrauchsanweisung festgehalten. Bei einer Stahlkanüle sind es zwei Tage, bei einer Softkanüle drei Tage. Spätestens wenn die Einstichstelle schmerzt oder gerötet ist, sollte das Infusionsset gewechselt werden. Sollte das mehrfach vorkommen, oder das Material aus irgendeinem Grund nicht vertragen werden, ist es mit einem ständigen Wechsel sicher nicht getan. In diesem Fall sollte man sein Diabetesteam zu Rate ziehen und sich nach verträglichen Alternativen umschauen.

Wenn das Pflaster feucht ist und/oder ein Insulingeruch wahrnehmbar ist, solltet ihr überprüfen, ob der Übeltäter der Katheter oder Schlauch sein könnte, und das Infusionsset gegebenenfalls austauschen.   

Was ist beim Setzen des Infusionssets zu beachten?

Diabetesberater/innen empfehlen einen Bereich zum Setzen des neuen Infusionssets auszuwählen, der zuvor nicht gerade erst mit einem Katheter besetzt war, sondern schon etwas geschont wurde. Ihr solltet zwischen verschiedenen (empfohlenen und zugelassenen) Stellen wie Bauch, Hüfte und Gesäß rotieren und ihnen immer etwas Ruhe gönnen.

Am schnellsten wird das Insulin am Bauch resorbiert. Hier wird empfohlen, 3 cm Abstand vom Bauchnabel zu lassen. Generell sollten problematischen Stellen, Verdickungen sowie Leberflecke und Narben ausgespart werden. Vor dem Setzen empfehlen Diabetesberater/innen, die Hände gründlich zu waschen, die Einstichstelle mit Desinfektionsmittel einzusprühen, trocknen zu lassen und nicht abzuwischen, damit der Bereich steril bleibt. Danach kann die neue Kanüle gesetzt werden und dafür sollte man sich auch etwas Zeit nehmen.

Was ist nach dem Setzen des Infusionssets zu beachten?

Wichtig: Entlüften nicht vergessen! Bei vielen Insulinpumpen findet ihr im Menü die Funktion „Infusionssets (Katheter) entlüften“. Darüber sind – je nach Nadellänge – Minimengen an Insulin vorgesehen, etwa 0,4 I.E, welche die Nadel mit Insulin befüllen.  Auch bei Patch-Pumpen ist es laut Hersteller ratsam, die Kanüle zu entlüften, sonst könnte Insulin fehlen.

Empfehlungen können in den jeweiligen Gebrauchsanweisungen nachgelesen oder beim Insulinpumpenhersteller und medizinischem Fachpersonal eingeholt werden. Es ist tatsächlich schon vorgekommen, dass als Ursache für hohe Blutzuckerwerte nach einem Wechsel des Infusionssets fälschlicherweise das Infusionsset vermutet wurde, wobei der eigentliche Grund das Vergessen des Entlüftens war. Ärgerlich, wenn das Infusionsset dann grundlos im Müll landet. Das wird über kurz oder lang auch keine Krankenkasse mittragen.

Die Blutzuckerwerte solltet ihr die ersten Stunden nach dem Setzen und Entlüften desInfusionssets strenger beobachten. Kommt es zu Blutzuckerspitzen oder auffälligen Schwankungen, könnte das Infusionsset der Grund sein oder auch der Schlauch, in dem sich möglicherweise Luftblasen befinden. Letztere können bei abkoppelbaren Schläuchen „rausgespritzt“ werden.

Wer die Wahl hat die Qual: Material, Kanülen- und Schlauchlänge

Infusionssets unterscheiden sich etwa im Material der Kanüle. Hier sind persönliche Vorlieben gefragt. Auch der Lebensstil kann hierauf Einfluss nehmen. Softkanülen (Kunststoffkanülen) sind biegsam und bieten Flexibilität. Sie eignen sich etwa für einen aktiven Lebensstil oder auch für Kinder, die viel draußen toben. Stahlkanülen sind dünner und feiner, dafür starr und können nicht so leicht abknicken, einige Diabetiker fühlen sich damit sicherer im Alltag. Das muss jeder individuell für sich herausfinden.

Weiterhin gibt es Infusionssets die abkoppelbar sind, dies hat sich fürs Duschen oder im Sport, etwa beim Schwimmen oder Kraftsport als praktisch erweisen. Die Abkoppelstellen an den Kanülen gibt es in komplett starrer oder um 360° drehbarer Variante. Hier muss man schauen, welche Infusionssets für die Insulinpumpe vorgesehen sind und auch was sich individuell als praktisch für einen selbst herausstellt. Alles hat Vor- und Nachteile: Einige Diabetiker erfreuen sich an der Möglichkeit, ihre Insulinpumpe auch mal schnell abkoppeln zu können, andere wiederum äußerten, dass sich der Schlauch unbemerkt im Sport abgelöst hatte.

Die meisten Infusionssets sind mit einer Schlauchlänge zwischen 30 und 110 cm erhältlich. Abhängig davon, wo die Insulinpumpe am Körper liegt, sollte die Schlauchlänge nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang gewählt werden.

Welche Infusionssets passen zu welcher Insulinpumpe?

Viele Infusionssets nutzen eine so genannte Luer-Lock-Verbindung. Sie haben ein standardisiertes Gewinde, das in den Adapter jener Insulinpumpen passt, die ebenfalls eine Luer-Lock-Verbindung besitzen. Obacht jedoch bei MiniMed, mylife YpsoPump, Accu-Chek Insight, Dana Diabetescare RS/R. Sie haben keine standardisierten Anschlüsse, Infusionssets mit Luer-Lock-Verbindung passen somit nicht.

Wir haben für euch eine Übersicht erstellt, die alle gängigen Insulinpumpenmodelle und Infussionssets erfasst. Hier könnt ihr euch dran orientieren, welches Infusionssets zu eurer Insulinpumpe passt:

Technische Übersicht Infusionssets
Diabetes Report 2018

Glooko’s Diabetes Report 2018

Auf dem ATTD in Berlin hat mir am Stand von Glooko® (+ diasend®)  jemand den Diabetes Report 2018 zugespielt, eine umfangreiche Auswertung von international gesammelten Diabetes-Daten. Schon spannend zu erfahren, in welchem Land die häufigsten Unterzuckerungen auftraten oder an welchem Tag im Jahr Diabetiker im Schnitt die schlechtesten Blutzuckerwerte hatten. Das hat mich gleich dazu veranlasst, neugierig wie ich bin, in meine eigenen Aufzeichnungen zu schauen, inwieweit sie mit dem Report übereinstimmen. Tatsächlich kann ich bestätigen, dass etwa Neujahr 2018 auch bei mir ein Tag mit schlechteren Werten war. Und bei euch ;)? Hier möchten wir heute die interessantesten Daten aus dem Report von Glooko® (+ diasend®) mit euch teilen und euch den Report zur Verfügung stellen.

Glooko® (+ diasend®)

Zur Erklärung: Glooko® ist eine Plattform für Diabetes-Management und Analyse. Damit ist es möglich, Daten von unterschiedlichen Geräten zu sammeln – darunter Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen, CGM-Systeme und Activity Tracker. So hat man Zugriff auf alle Diabetesdaten – alles über eine einzige benutzerfreundliche Plattform. Man kann sich die Diabetesdaten auf dem Smartphone oder am PC anzeigen lassen und analysieren, etwa die Zusammenhänge zwischen Aktivitäten und dem Blutzucker. Die Daten können auch mit dem medizinischen Diabetes-Betreuer geteilt werden. In viele Praxen kommt Glooko® + diasend® bereits erfolgreich zum Einsatz. Mehr darüber erfahrt ihr hier: Glooko-Webseite

Glooko’s Diabetes Report 2018

Aus den unendlich vielen Daten (anonym, versteht sich) von uns Diabetikern hat Glooko® nun einen Report erstellt, der Diabetes-Trends in der ganzen Welt aufzeigt.

Wie häufig treten Hypoglykämien (Blutzuckerwerte unter 70 mg/dl) auf?

Neidisch kann man hier auf die Belgier schauen, die absoluter Spitzenreiter sind. Nur an 5,8 % aller Tage des Jahres wurden bei ihnen Hypos gemessen. Vielleicht liegt es ja an den leckeren belgischen Waffeln, die es einem sicherlich schwer machen, den Blutzucker abfallen zu lassen ;).

Tage mit den besten und schlechtesten Blutzuckerwerten

Der Tag an dem die meisten Diabetiker die besten Blutzuckerwerte in 2018 verzeichneten, war der 20. September. Der Tag mit den schlechtesten Blutzuckerwerten der 1. Januar 2018. Dass die Werte Neujahr besonders schlecht sind, verwundert mich jetzt nicht ;).

Durchschnittlicher Bolus, der zu den Mahlzeiten abgegeben wurde

  • Frühstück: 3,8 U
  • Mittagessen: 4,2 U
  • Abendessen: 4,8 U

In welchen Ländern liegen die Durchschnittsblutzuckerwerte am höchsten und am niedrigsten?

Belgien liegt mit Blutzucker-Durchschnittswerten von 156 mg/dl am niedrigsten, Deutschland liegt auf Platz 4 mit 167 mg/dl und der höchste Durchschnittswertwert konnte mit 198 mg/dl in Neuseeland verzeichnet werden.

Blutzuckerwerte an Feiertagen?

Wie erwartet haben die meisten Menschen mit Diabetes Weihnachten durchschnittlich die höchsten Blutzuckerwerte, dicht gefolgt von Neujahr, Valentinstag und Halloween.

Den gesamten Diabetes Report könnt ihr hier einsehen: Glooko’s Annual Diabetes Report 2018

Zuzahlungsbefreiung

Warum es sich lohnt die Zuzahlungsbefreiung jetzt zu beantragen!

Auf Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, Krankenhausbehandlungen, Fahrtkosten und noch einige Leistungen mehr verlangen die Krankenkassen eine gesetzliche Zuzahlung. Sie liegt meist zwischen 5 und 10 Euro. Hier kommt schnell eine größere Summe zusammen und es lohnt sich zu prüfen, ob eine Begrenzung der Zuzahlung möglich ist. Wenn ihr die Zuzahlungsbefreiung für Diabetesbedarf gleich im Januar beantragt, spart ihr euch das Sammeln der Belege. Ihr zahlt dann nur einmalig den zumutbaren Betrag – und seid den Rest des Jahres befreit.

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