Kategorie: Reise

sommer sonne hohe Werte

Sommer, Sonne, hohe Blutzuckerwerte

Für die einen ist der Sommer die schönste Jahreszeit, während andere stöhnen: „Diese Hitze macht mich fertig“. Ein Grund für die Schlappheit können bei Menschen mit Diabetes hohe Blutzuckerwerte sein. Gerade im Sommer sollte man sie nicht unterschätzen.

Wann beginnt der Sommer? Wetterforscher haben darauf eine klare Antwort: Jeder Tag mit einer Durchschnittstemperatur über 25 °C ist ein Sommertag, ab 30 °C spricht man von einem heißen Tag. In Deutschland gibt es immer mehr solcher heißen Sommertage, die die Seele streicheln, aber gleichzeitig der Gesundheit zu schaffen machen. Achtsamkeit ist angesagt: Hört auf euren Körper, überfordert euch nicht und trinkt genug. Bei Diabetes muss man noch hinzufügen: Achtet auf eure Blutzuckerwerte und haltet das Insulin und eure Diabetestechnik kühl. Schneller als gedacht kann es sonst zu einer Entgleisung bis hin zu einer gefährlichen Ketoazidose kommen.

Schwitzen ist an heißen Sommertagen normal und auch wichtig, denn darüber reguliert der Körper die Temperatur. Bei Menschen mit Diabetes kann diese Regulation aus dem Takt geraten, sie schwitzen dann eher trocken als feucht. Das Schwitzen setzt bei ihnen später ein als normal und kühlt auch den Körper weniger ab. Deshalb sollte man besonders auf die Signale achten, die der Körper an heißen Tagen sendet, und sich nicht überfordern. Viel trinken ist wichtig.

Starker Durst, Übelkeit und hohe Blutzuckerwerte sind Warnzeichen

Die Glukosewerte haben viele dank ihres CGM-Systems regelmäßig im Blick. Wenn die Trendkurve des CGM-Systems auf dem Smartphone bzw. Empfänger an heißen Sommertagen nach oben zeigt, sollte man besonders aufmerksam sein. Vor allem, wenn Symptome wie starker Durst, Übelkeit, Harndrang und Müdigkeit hinzukommen. Dann entwickelt sich bei Menschen mit Diabetes und Insulinbehandlung aus erhöhten Blutzuckerwerten (Hyperglykämie) möglicherweise eine Blut-zuckerentgleisung (Ketoazidose).

Ketone im Blick

Gewissheit gibt ein Ketontest im Urin bzw. ein Test auf Ketone im Blut über ein Keton-Messgerät. Wer eine Insulinpumpe trägt, sollte sicherheitshalber einen Ketontest ab einem Glukosewert von 240 mg/dl (13,3 mmol/l) durchführen. Bei einem positiven Ketontest (+++ im Urin bzw. Ketonwert ab 1,1 mmol/l) ist schnelles Handeln angesagt. Ruhe bewahren und sich körperlich nicht anstrengen, außerdem viel trinken, sind hier wichtige Empfehlungen. Eine Ketoazidose muss zielgerichtet und konsequent behandelt werden. Diabetesteams stellen dazu meist ein Schema zur Verfügung, das man immer griffbereit haben sollte. Wer sich unsicher ist, ruft besser die Arztpraxis an.

Insulin ist empfindlich

Insulin ist ein Eiweiß, dem schon Temperaturen über 30 °C zu schaffen machen. Über 40 °C zerfällt es und wird unbrauchbar. Das ist deutlich am „Ausflocken“ zu erkennen. Weil die Ampulle im Insulinpen bzw. in der Insulinpumpe eher schlecht zu sehen ist, fällt dies leider erst einmal nicht auf. Man registriert es erst dann, wenn der Blutzucker stark steigt, weil das Insulin nicht mehr wirkt. Kühl halten an heißen Sommertagen ist also nicht nur für den Körper wichtig, sondern auch für den Vorrat an Insulin und die Diabetestechnik, wie Insulinpens, Insulinpumpe und Blutzuckermessgerät inklusive Teststreifen. Dafür gibt es praktische Taschen wie FRIO, die ohne Batterien oder Kühlelement funktionieren. Sie werden einfach in kaltes Wasser getaucht und halten dann für mindestens 45 Stunden kühl (bis 37 °C Außen- temperatur). Direkter Sonneneinstrahlung darf Diabetesbedarf nie ausgesetzt werden, auch die Hitze im Auto würde Insulin (trotz FRIO) nicht unbeschadet überstehen.

 

 

Diabetes im Urlaub

Mit Diabetes in den Urlaub

Wenn der Diabetes im Gepäck ist, sollte der Urlaub gut vorbereitet sein. Vier in diesem Zusammenhang häufig gestellte Fragen beantwortet uns heute Valentina Hofmann, staatlich anerkannte Diabetesberaterin im Gesundheitswesen und in der Altenpflege aus Saarbrücken. 

Valentina, mit welchen Urlaubsthemen kommen die Patienten zu Ihnen in die Beratung?

Valentina Hofmann: „Kann ich mit dem Diabetes ins Ausland reisen?“ Diese Frage wird regelmäßig gestellt. Grundsätzlich spricht überhaupt nichts dagegen, wenn man vorher gut plant. Die Patienten möchten auch wissen, was sie alles mitnehmen müssen, wie sie vor Ort ihr Insulin bzw. ihren Diabetesbedarf kühlen und an wen sie sich im Notfall wenden können. Bei Ost-West-Fernreisen stellt sich zudem die Frage nach der Zeitverschiebung. Wie geht man damit um, sodass die Therapie nicht durcheinanderkommt? Manche Patienten planen im Urlaub eine Pause von der Insulinpumpe und möchten wissen, wie das funktioniert. Alle diese Fragen sind in der Diabetesberatung richtig aufgehoben. Wir freuen uns, wenn die Patienten rechtzeitig kommen und sich Tipps von uns holen – spätestens vier Wochen vor dem Urlaubsstart.

Was sollte auf Reisen unbedingt dabei sein?

Valentina Hofmann: Unbedingt eine Auslandskrankenversicherung und ausreichend Insulin, Blutzuckerteststreifen sowie bei Insulinpumpenträgern auch Infusionssets, Reservoire und Batterien. Wir empfehlen, die doppelte Menge mitzunehmen. Für den Diabetesbedarf gibt es nützliche Checklisten (bei DIASHOP erhältlich). Damit kann man eigentlich nichts vergessen.

Wichtig auch zu wissen, dass bei stundenlangem, verkrampftem Sitzen (Flugzeug, Bus und Bahn) Risikopatienten leichter eine Thrombose erleiden können. Deswegen sollte man an die Thromboseprophylaxe denken.

Welche Temperaturen vertragen Insulin und Diabetesbedarf?

Valentina Hofmann: Da Insulin ein biologisches Eiweiß ist, sollte es nicht zu warm und auch nicht zu kalt gelagert werden. Die empfohlene Lagertemperatur liegt allgemein zwischen 5°C und 30°C. Im Sommer kann es auch in Deutschland schnell heißer werden.

Ganz gefährlich wird es im Auto, hier sollte man das Messgerät oder den Insulinpen nie einfach so liegen lassen. Es gibt spezielle Taschen (z. B. der Firma FRIO, bei DIASHOP erhältlich), in denen Insulin, Pen und Teststreifen zuverlässig temperiert mitgenommen werden können. Bei Flugreisen ist wichtig zu wissen, dass Insulin und der gesamte Diabetesbedarf im Handgepäck transportiert werden sollten. Hier empfehle ich zudem eine ärztliche Bescheinigung, dass man den Diabetesbedarf wie Insulinpen, Spritze oder die Insulinpumpe mitführen muss. Damit erspart man sich Diskussionen an der Sicherheitskontrolle.

Wann muss die Therapie im Urlaub angepasst werden?

Valentina Hofmann: Jeder Mensch ist ein anderer „Urlaubstyp“. Der eine wird im Urlaub so richtig aktiv, der andere will sich einfach nur ausruhen und im Liegestuhl ein Buch lesen. Sobald sich der gewohnte Rhythmus ändert, kann sich der Insulinbedarf verändern. Dies muss man beobachten und die Insulinmenge entsprechend anpassen. Deshalb ist es so wichtig, vor allem am Anfang des Urlaubs häufiger Blutzucker zu messen, damit man ein Gefühl für den „Urlaubs-Stoffwechsel“ bekommt. Wer ein CGM-System hat, ist hier im Vorteil, denn die Glukosewerte und Trends sind einfach abrufbar. Das Diabetesteam berät Sie gerne zur Therapieanpassung. Die Urlaubszeit ist für die meisten Menschen die schönste Zeit des Jahres, genießen Sie es, mit einer guten Planung ist alles möglich.

Urlaub

Ab in den Urlaub mit Diabetes! Was sollte ich bedenken?

Yeah Urlaub! Auf geht es… Äh Stopp, Diabetes ist mit an Bord. Mit Diabetes in den Urlaub – da ist gute Vorbereitung wichtig. Dabei muss ich gleich an meine Freundin denken, die einmal zu mir meinte: „Was hast du für einen riesigen Koffer dabei?“ Mag sein, dass ich es manchmal übertreibe, aber auf folgende Erfahrungen hätte ich gut und gerne verzichten können und denen möchte ich künftig vorbeugen: 

  • Bei einem (ausgerecht meinem ersten) Marathon hatte ich die Ersatzbatterien für meine Insulinpumpe vergessen und musste ab Kilometer 10 zusehen, wie ich mir während des Rennens bei den Zuschauern welche beschaffe,
  • im Urlaub auf den Kanaren hatte ich zu wenig OmniPods dabei, da sich unser Aufenthalt tatsächlich ungewollt 😉 verlängerte, so musste ich auf Pens umsteigen und
  • ausgerechnet Weihnachten in New York wirkte das Insulin aus meiner letzten Ampulle nicht richtig (im Verdacht hatte ich den Frachtraum des Flugzeugs, in dem mein Insulin im Koffer lagerte). Da stand ich da und musste es teuer einkaufen. Irgendwas ist ja immer und mit Diabetes sowieso!

Also besser alles doppelt einpacken. Vor allem bei einer Auslandsreise ist dies wichtig, denn Heil- und Hilfsmittel vor Ort zu besorgen, kann schwierig sein. Deshalb: Lieber etwas mehr mitnehmen.

Reise-Checkliste

Damit es keinen Stress gibt, haben wir hier für euch die Reisecheckliste von DIASHOP zum Download hinterlegt. 

Download Reisecheckliste

Ansonsten klar: 

  • Temperaturen beachten!
    Wichtige Diabetes-Utensilien und Insulin besser im Handgepäck unterbringen, im Frachtraum kann die Temperatur auf unter 0 Grad sinken (bei unter 2 Grad verliert Insulin seine Wirkung).
    Blutzuckermessgeräte messen nur korrekt bei 14-40 Grad.
  • Insulindosis bei Reisen über Zeitzonen anpassen.
  • Versicherungen abklären! Manche schließen Leistungen für chronisch Kranke aus.
  • Impfungen checken.
  • Blutzucker im Blick behalten: Abweichung durch Essen/Trinken/Klima/mehr oder weniger Bewegung… etc. pp. bedenken.

Ärztliche Bescheinigung (Medical Certificate)

Wer sich bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Probleme ersparen möchte, sollte immer eine „Ärztliche Bescheinigung“ (Medical Certificate) in den wichtigsten Sprachen dabei haben. Damit habt ihr schwarz auf weiß: Insulin, Blutzuckermessgerät, Insulinpumpe und Co. sind lebenswichtig für euch und müssen im Handgepäck mit dabei sein. Diesen Vordruck von DIASHOP könnt ihr euch in der Arztpraxis ausfüllen und abstempeln lassen:

Download Medical Certificate

Welcher Insulinpumpenhersteller bietet eine Urlaubspumpe?

Nun haben wir für euch nachgehakt, ob die Insulinpumpenhersteller auch Urlaubspumpen zur Vefügung stellen,  bzw. wie sie beantragt werden und wie hoch ggf. die Gebühren sind.

Die meisten Hersteller versiegeln die Urlaubspumpe in Folie. Dazu vorab, wie auch in der Übersicht ersichtlich wird, ein wichtiger Hinweis: Die Versiegelung der Urlaubspumpe darf in der Regel nur geöffnet werden, wenn ein Defekt an der eigenen Insulinpumpe nicht selbst behoben werden kann. Sonst können Kosten entstehen. Haltet bei einem Defekt vorerst besser Rücksprache mit dem Hersteller. 

Download: Wer bietet eine Urlaubspumpe an? 

Buchtipp Anpacken statt Einpacken

Buchtipp: Anpacken statt Einpacken – Menschen mit Diabetes erzählen aus ihrem Leben

Kennt ihr schon das Buch „Anpacken statt Einpacken – Menschen mit Diabetes erzählen aus ihrem Leben“? Tatsächlich kannte ich es bis dato noch nicht, obwohl es schon 2014 erschienen ist. Es ist irgendwie völlig an mir vorbeigezogen. Aber glücklicherweise ist es mir nun „in die Hände gefallen“. Ich lese oder höre unheimlich gerne lebensnahe Geschichten, Erlebnisse, Gedanken und Erfahrungsberichte von anderen Menschen mit Diabetes. Ihr auch? Nicht selten findet man sich darin wieder oder bemerkt, dass man einige Dinge mit Diabetes im Alltag komplett anders empfindet, erlebt und handhabt. So soll es ja auch sein, denn wir sind alle Individuen, mit unterschiedlichen Plänen und Zielen.

Die Autorin Nicole Mattig-Fabian (ihr kennt sie sicherlich, sie ist die Geschäftsführerin und Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe) hat in diesem Buch 30 Kurzporträts von Menschen mit Diabetes zusammengetragen, um zu zeigen, wie ein Leben mit Diabetes gut gelingen kann. Ergänzt werden die Porträts durch medizinische Tipps der beiden erfahrenen Diabetologen Prof. Dr. Thomas Danne (Hannover) und Prof. Dr. Thomas Haak (Bad Mergentheim). 

Inhalt und Aufbau des Buches

In diesem Buch berichten Prominente, bekannte Gesichter aus der Diabetes Community, Kinder, Studenten, Großeltern, Sportler, Blogger, Menschen wie du und ich mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2, wie sie unterschiedlicher nicht sein und leben könnten. Auf 74 Seiten erzählen sie kurzweilig über ihren Diabetes, mitten aus dem Leben: offen, authentisch, emotional und ehrlich. Genau das macht das Buch so spannend und lesenswert.

Mit dabei Udo Walz, der seinen Diabetes auf eine Schockreaktion (Selbstmord eines Freundes) zurückführt, Gewichtheber Matthias Steiner, der sich in seiner Olympia-Zeit über die Gegner geärgert hat, die meinten, das Insulin wäre verkapptes Doping und Diana D., die blind ist und ihr Leben dennoch in vollen Zügen genießt. Lebensstiländerer Hans Lauber kommt genauso zum Zuge, wie ein Diabetologe, der selbst Diabetes hat und sagt, der Diabetes sei so komplex, dass auch er jemanden braucht, der auf seinen Diabetes medizinisch aufpasst und ihn im Selbstmanagement motiviert.

Anpacken statt EinpackenBesonders hervorzuheben auch die Geschichte von Christa Uhlig, die 1937 die Diagnose Diabetes Typ 1 erhielt. Sie erzählt, wie sie durch den Krieg und die Nachkriegszeit kam. Kein Zuckerschlecken im wahrsten Sinne des Wortes: Nach dem Krieg gab es kein Insulin mehr, nur noch ungereinigtes Schweineinsulin, man versuchte aus der Not heraus das Insulin sogar durch Tabletten zu ersetzen, was natürlich nicht funktionierte. Viele weitere Erfahrungsberichte, die ins Staunen versetzen sollen folgen: Etwa wie einer Typ1erin fälschlicherweise der Blinddarm rausoperiert wurde, da man die richtige Diagnose Diabetes Typ 1 nicht gleich erkannte. Aber lest selbst, wirklich sehr zu empfehlen, nicht zuletzt, weil man vieles selbst als Mensch mit Diabetes sehr gut nachempfinden kann.

Ihr lest von Grenzen, Grenzenlosigkeit, von Motivation, Antriebslosigkeit, Ängsten, Depressionen, Vorurteilen, Emotionen, Einsamkeit und Zusammenhalt, Veränderungen, Unsicherheit, Hänseleien und Bestärkung, über Sonderstellung, versperrte Wegen, Einschränkungen, Lebensqualität und Lebensfreude, Wünschen im Zusammenhang und Alltag mit Diabetes Typ 1 und 2.

Die Menschen erzählen von ihren Hobbys und mitten aus dem Berufsleben, von Schwangerschaft, wagemutigen Reisen, Ernährung, Gewichtsproblemen, Klassenfahrten,  Hypos, Ketoazidosen, Leistungssport, Erfahrungen in der Selbsthilfe, von der Pubertät, Alkohol, Familie und Freunden, Folgeschäden, Kortisonbehandlugen, Krankenkassen, die ihre Hilfsmittel nicht zahlen möchten und lassen tief in ihre Seele blicken. Dieses Buch lässt nichts aus.

Auch wenn sie alle so unterschiedlich sind, eins ist den Erzählern aber allen gemein, sie sind Selbstmanager, die vermutlich ohne den Diabetes nicht so wären, wie sie heute sind, aber sich ihr Leben durch den Diabetes nicht vorgeben lassen. Sie machen Mut, sind weltoffen und zeigen, dass man mit seinem Diabetes nicht alleine ist.

Wie eingangs erwähnt werden die Geschichten und Erlebnisse durch Anmerkungen und Tipps von den Diabetologen Prof. Dr. Thomas Danne und Prof. Dr. Thomas Haak untermauert. Dazu ein Zitat aus dem Buch von Thomas Haak, das mir gut im Gedächtnis geblieben ist: „Der Diabetes sollte quasi wie das Virensuchprogramm auf einem Computer im Hintergrund laufen: Es soll da sein, wenn man es braucht, aber im Hintergrund bleiben, wenn man es nicht braucht.“

Hier könnt ihr das Buch bestellen: Anpacken statt Einpacken – Menschen mit Diabetes erzählen aus ihrem Leben

Fazit

„Anpacken statt Einpacken – Menschen mit Diabetes erzählen aus ihrem Leben“ ist ein Buch das Spaß macht, motiviert und Tipps bereithält, auch wenn (und das wäre mein einziger kleiner „Kritikpunkt“) es bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Es beschreibt noch Therapien, die heute glücklicherweise durch modernere abgelöst werden.

Aber die lebensnahen Geschichten und die Erfahrungswerte sind Hauptaugenmerk des Buches und einfach großartig. Die Kinder, Eltern, Studenten, Typ2er, Typ1er mit und ohne Folgeerkrankungen, Spitzensportler, Naschkatzen, Mediziner, Anwälte, Langzeitdiabetiker oder Neulinge auf ihrem Gebiet, … machen Mut und inspirieren mit dem was sie zu erzählen haben. Ich habe gelacht, war entsetzt, überrascht, erstaunt und erfreut beim Lesen der Erfahrungsberichte aus der Diabetes-Community, siehe auch genannte Beispiele oben.

Ein rundum gelungenes Buch, das unbedingt eine Fortsetzung braucht :-).

Hier könnt ihr das Buch bestellen: Anpacken statt Einpacken – Menschen mit Diabetes erzählen aus ihrem Leben

MedAngel ONE

Temperatursensor MedAngel ONE, der Schutzengel für deine Medikamente!

Mit Diabetes müssen wir täglich eine Vielzahl an Variablen berücksichtigen und managen: Ernährung, Aktivität, Stress, Schlaf, abgeknickte oder verstopfte Katheter … Eine ganze Menge, da muss die Sorge um Insulin- bzw. Medikamentenwirksamkeit nicht auch noch hinzukommen. Deshalb nutze ich MedAngel ONE, quasi als Schutzengel für mein Insulin, denn ich habe nicht nur einmal die Erfahrung gemacht, dass mein Insulin nicht mehr gewirkt hat (dazu gleich mehr).

Was ist MedAngel ONE

MedAngel ONE kombiniert einen digitalen Temperatursensor mit einer App und kann dir stets gewährleisten, dass deine Medikamente bei optimaler und sicherer Temperatur gelagert sind. Das ist ziemlich hilfreich, denn viele verschreibungspflichtige Arzneimittel sind temperaturempfindlich und verlieren ihre Wirkung, wenn sie zu warm oder zu kalt werden. Als Beispiel sei hier Insulin genannt.

Wie funktioniert MedAngel ONE?

Du kannst MedAngel zum Insulin oder neben andere Medikamente legen, die in speziellen Temperaturbereichen gelagert werden müssen. Der Sensor überwacht stets die Temperatur und kommuniziert mit deinem Smartphone. Sensor und App synchronisieren sich kontinuierlich im Hintergrund. Die App warnt dich immer dann, wenn der optimale und sichere Temperaturbereich verlassen wird, so dass die Wirksamkeit deines Insulins oder anderer Medikamente gewährleistet ist.

Benötige ich diesen MedAngel ONE wirklich? Ja! Und warum?

Nun jetzt mag man zunächst meinen, dass man Insulin doch eh immer im Kühlschrank aufbewahrt und die Temperatur schon so passt. Im Kühlschrank bei 2-8 Grad lagern, steht doch so auch auf der Packungsbeilage… Vielen ist aber nicht bewusst, dass der Kühlschrank Temperaturschwankungen unterliegt und oftmals auch zu kalt oder warm eingestellt ist. Oft setzt man Medikamente sogar Temperaturen unbewusst unter 0 Grad aus!!!

Zugegeben, ich bin da auch mal sehr „fahrlässig“ unterwegs gewesen. Das ändert sich spätestens dann, wenn man in brenzlige Situationen geriet. Dazu zwei Beispiele mitten aus meinem Diabetes-Leben:

Es passierte das erste Mal im Italien-Urlaub, dass mein Insulin nicht mehr wirkte und eine Konsistenz wie Gelee hatte. Es war viel zu warm geworden und das über sehr lange Zeit. Das musste ich ausgerechnet in knapp 2000 Meter Höhe beim Bergwandern feststellen. Danach habe ich zumindest eines gelernt: „Insulin unterwegs doch besser in einer Kühltasche lagern…“. Und Zuhause? Klar im Kühlschrank! Da braucht man doch keinen Temperatursensor?

Doch unbedingt! Ich erinnere mich an den Moment, als ich mir eine Ampulle Insulin aus dem Kühlschrank schnappte und erschreckend feststellen musste, dass diese gefroren war. Wie konnte das sein? Kühlschrank defekt und mein Quartalsbedarf an Insulin damit auch! Bingo! Der Kühlschrank selbst war übrigens nicht wirklich defekt, wie ich später herausfand, sondern der Eiswürfelspender, den mein Mann versucht hatte zu reparieren und dabei auch die Temperatur verstellt hatte. Nun, hatte ich immerhin einen Schuldigen gefunden ;). Aber ernsthaft, ob Kühlschrank defekt oder Temperaturregler verstellt, das viele Insulin konnte ich nicht mehr verwenden. Denn gefrorenes Insulin wirkt nicht mehr.

Hätte ich damals schon MedAngel gehabt,  hätte ich mir diesen Ärger ersparen können, da ich sofort eine Warnung auf meinem Smartphone erhalten hätte, dass das Insulin zu warm oder zu kalt gelagert wird. So, nun da wir wissen, warum MedAngel klasse ist, möchte ich euch noch verraten, ob der Temperatursensor auch gut funktioniert und wie ich diesen im Alltag nutze…

MedAngel im Alltagstest

Zunächst habe ich mir die App heruntergalden, welche sich unkompliziert via Bluetooth mit dem Sensor verbinden lässt. Aus einer integrierten Medikamenten-Datenbank wähle ich dann das von mir verwendete Insulin aus. Alles selbsterklärend und schnell eingerichtet…

Zack gab es dann sofort die erste Warnung über die App auf mein Smartphone und meine Smartwatch, dass mein Insulin zu heiß gelagert wird. Klar, der Sensor lag ja auch noch nicht beim Insulin im Kühlschrank ;). Im Kühlschrank gab es dann nach einer kurzen Einfindungsphase keine Warnungen mehr. Dort herrschte eine Temperatur von 3 Grad. Eigentlich okay, so dachte ich am Anfang. Ich konnte aber im Laufe der Zeit anhand der Timeline der App erkennen (zeichnet 30 Tage auf), dass mein Kühlschrank auch mal auf 2 Grad runterkühlt. Das sind ganz normale Temperaturschwankungen, aber hier habe ich erstmal meinen Kühlschrank auf 5 Grad eingestellt. Besser so! Denn kälter als 2 Grad sollte Insulin nicht unbedingt gelagert werden.

Die App erlaubt es übrigens auch, mehrere Sensoren parallel laufen zu lassen. So handhabe ich das übrigens auch: Ein Sensor bleibt im Kühlschrank der andere wandert in der Tasche. Besonders auf Reisen mega praktisch! Keine Sorge, die App unterscheidet zwischen zwei Modi und warnt unterwegs erst, wenn Temperaturen über 30 Grad gemessen werden.

Der Temperatursensor funktioniert einfach, verlässlich und problemlos. Ich bereue es etwas, dass ich ihn mir nicht schon eher gegönnt habe, dann wäre der ganze Ärger mit dem gefrorenem Imsulin im Kühlschrank nicht passiert. Auch die Bergerklimmung in Italien hätte mir mehr Freude statt Ärger gebracht. Habt ihr schon mal Ähnliches erlebt? Schreibt gerne euer Feedback in die Kommentare :).

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Last but not least noch ein paar Eckdaten zu MedAngel.

Eckdaten

  • Bluetooth Temperatursensor für Medikamente und eine kostenfreie App (Android+iOS)
  • Feuchtigkeitsresistentes Design – MedAngel kann im Kühlschrank und in allen Kühltaschen, Kühlboxen und Frio Taschen benutzt werden.
  • Integrierte Medikamenten-Datenbank – Wählen Sie Ihr Medikament aus einer Liste von in der EU und den US zugelassenen Medikamenten aus: Insulin, Multiple Sklerose-Medikamente, Hormone, Epoetine, EpiPen, Biologika wie Humira, und viele mehr.
  • Intelligente Warnsignale – jedes Mal, wenn das Funkthermometer das kritische Level erreicht oder überschreitet, bekommt Ihr Handy ein Warnsignal und eine Benachrichtigung.
  • Klein und handlich: passt in jede Insulinpumpentasche oder Reiseset für weiteres Zubehör (Insulinspritzen, Nadeln, Insulinfläschchen, Pens, Blutzuckermessgerät).