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Diabetes am Arbeitsplatz: Wie sich der Job als Diabetesmanager mit dem eigentlichen Beruf vereinen lässt

Arbeit nimmt im Leben der meisten Menschen einen großen Raum ein. Dazu kommt noch das Diabetesmanagement. Was dies im Alltag bedeutet, haben Experten beim Deutschen Diabetes Kongress 2021 beleuchtet.

„Menschen mit Diabetes machen einen guten Job“, findet der Arbeitsmediziner Dr. Kurt Rinnert. Und das im doppelten Sinn, denn anders als ihre Kollegen müssen sie sich neben ihrer Arbeit noch um ihr Diabetesmanagement kümmern. Damit dies auf Dauer nicht zur Überforderung führt, ist es wichtig, dass man Vertrauen in die Erfahrung und Kompetenz gewinnt. Wer eine Insulinpumpe und ein CGM- bzw. AID-System trägt, kann Arbeit und Diabetes besser vereinbaren, zeigen Untersuchungen. Auch Unterstützung am Arbeitsplatz durch Kollegen und Vorgesetzte ist hilfreich.

Außerdem sollte man seine Rechte als Arbeitnehmer mit Diabetes kennen. Nicht zu vergessen: Nach wie vor können Menschen, die mit Insulin behandelt werden, von bestimmten Tätigkeiten ausgeschlossen werden. Ist das noch zeitgemäß?

Selbstvertrauen hilft

Viele empfinden das Diabetesmanagement am Arbeitsplatz als schwierig, vor allem, wenn sie viel Zeitdruck und wenig Routine im Job erleben. Der Diabetes werde dann häufig „auf später“ verschoben und die Blutzuckerwerte bewusst höher gehalten, berichtet die Diplom-Psychologin Eva Küstner aus ihrer Praxis. Das stresst und kann auf Dauer zu Überforderung führen. „Ein guter Puffer gegen diesen Stress ist soziale Unterstützung und Kompetenzgefühl“, erklärt Künstner. Ihr Rat: Sich selbst bewusst zu machen, was man schon alles mit (und trotz) Diabetes geschafft hat – und dies auch Kollegen und Vorgesetzten vermitteln. Ärztinnen und Ärzten empfiehlt sie, im Patientengespräch häufiger die Frage zu stellen „Wie schaffen Sie es mit dem Diabetes auf der Arbeit?“. Dieser Aspekt des Wohlbefindens werde zu wenig berücksichtigt.

Diabetestechnik erleichtert den Job

Wer eine Insulinpumpe und ein CGM-System bzw. ein System zur Automatischen Insulin-Dosierung (AID) trägt, kann Arbeit und Diabetes besser vereinbaren. „Moderne Diabetestechnik verbessert nachweislich die Einstellung und reduziert das Risiko für eine Eigen- und Fremdgefährdung im Beruf,“ sagt der Diabetologe Dr. Friedrich W. Petry aus Wetzlar. Wer ein solches System trägt, profitiert von mehr Zeit im Zielbereich (TIR) und hat weniger Hypoglykämien. Petry nennt moderne Diabetestechnik „eine echte Hilfe im Berufsalltag“. Es sei Zeit, dies auch im Rahmen einer Neubewertung der diabetesbezogenen Berufsrisiken anzuerkennen, fordert der Diabetologe.

Arbeiten ohne Einschränkung

„Diabetes spielt als Ursache für eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit eine sehr untergeordnete Rolle, dies zeigen Auswertungen der Krankenkassen“, sagt der Arbeitsmediziner Dr. Kurt Rinnert. Menschen mit Diabetes machen einen tollen Job“, findet er. Trotzdem sind Menschen mit Diabetes, die mit Insulin behandelt werden, bei der Berufswahl noch immer eingeschränkt – überall dort, wo eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) zu einer Eigen- oder Fremdgefährdung führen könnte. Dazu zählen beispielsweise Berufe, die den Dienst an der Waffe voraussetzen: Bundeswehr, Zoll, Bundesgrenzschutz oder Polizei. Kritisch sind ebenso Jobs bei der Feuerwehr und im Personentransport. Ausgeschlossen ist die Tätigkeit als Pilot. Diese Vorschriften gingen an der Realität vorbei, so Dr. Kurt Rinnert „Gut eingestellte und geschulte Menschen mit Diabetes können heute alle Berufe und Tätigkeiten sicher durchführen“, erklärt er und fordert eine individuelle Einschätzung des Tätigkeitsrisikos anstelle pauschaler Einschränkung der Berufswahl. Ein Schritt in diese Richtung ist die neue Leitlinie „Diabetes und Arbeit“, an der Rinnert aktuell gemeinsam mit anderen Experten arbeitet.

Rechte im Beruf

Welche Rechte haben Menschen mit Diabetes im Beruf? „Allein der Diabetes ist nicht Voraussetzung für eine besondere Rechtsposition,“ erklärt Rechtsanwalt Oliver Ebert. Spezielle Rechte ergeben sich dann, wenn eine Schwerbehinderung (Grad der Behinderung ab 50) bzw. eine amtlich festgestellte Gleichstellung (Grad der Behinderung ab 30) vorliegt. Dies beginnt schon bei der Bewerbung. Die pauschale Frage nach Erkrankungen darf im Bewerbungsgespräch nicht gestellt werden. Auch die Frage nach einer vorliegenden Schwerbehinderung ist inzwischen nach herrschender Rechtsprechung nicht mehr zulässig. Ausnahme: Aus der Tätigkeit ergeben sich besondere Einschränkungen im Hinblick auf bestimmte Erkrankungen. Liegt eine Schwerbehinderung vor, darf ein Arbeitnehmer nur mit Zustimmung des Integrationsamtes gekündigt werden.

Die Initiative diabetes@work hat eine Checkliste entwickelt, die es Ärztinnen und Ärzten erleichtern soll, die Diabetestherapie von Patienten an arbeitsplatzspezifische Bedingungen anzupassen. Zu finden unter: www.diabetesatwork.de

 

diabeloop

Interview zum DBLG1 mit Stéphanie Jégu von Diabeloop

Wir haben ein spannendes Interview mit Stéphanie Jégu, Leitung Brand and Communication von Diabeloop, zum Hybrid-Closed-Loop-System DBLG1 geführt. Wir waren neugierig und wollten beispielsweise wissen, welche weiteren Kooperationen mit CGM- und Pumpenherstellern geplant sind, was wir als nächstes erwarten können, bzw. an welchem Meilenstein gerade gearbeitet wird. Auch haben wir über (künftige) Einstellungsmöglichkeiten in Bezug auf „Bewegung und Sport“ gesprochen, über den Zen-Modus, Zielwerte sowie Hindernisse bei der Zulassung und was wir an Software-Updates künftig noch erwarten dürfen. 

Hinweis: Das Interview fand auf Englisch statt und wir haben es für euch auf Deutsch übersetzt. Viel Spaß beim Lesen :).

Welche Hindernisse oder Stolpersteine gab es auf dem Weg zur Marktreife von Diabeloop (mit Accu Chek Insight)?

Die Markteinführung des DBLG1 Systems mit der Accu-Chek Insight Insulinpumpe verlief außerordentlich reibungslos. Für Diabeloop war die Partnerschaft mit Roche natürlich eine fantastische Möglichkeit, die Einführung des DBLG1-Systems zu beschleunigen und von Roches etabliertem Netzwerk und seiner kundenorientierten Organisation zu profitieren. Beide Unternehmen hatten ein gemeinsames Ziel: Menschen, die mit Diabetes leben, das neue System sehr schnell zur Verfügung zu stellen. Alles wurde innerhalb eines Jahres hochgezogen; das ist schnell, die Teams und die Begeisterung des Managements haben dabei sehr geholfen!

Welche weiteren Kooperationen mit CGM- und Pumpenherstellern sind geplant? Gibt es Hersteller, mit denen eine Zusammenarbeit ausgeschlossen ist?

Diabeloop hat es sich zur Aufgabe gemacht, Innovationen für möglichst viele Menschen mit Diabetes zugänglich zu machen. Dazu gehört auch, dass wir die Interoperabilität unserer Lösung nutzen.
DBLG1 hat sich als kompatibel mit mehreren Geräten erwiesen. Das DBLG1-System mit Kaleido (ViCentras Pumpe) wird in Frankreich im 4. Quartal auf den Markt kommen. Wir haben den Abschluss einer Vereinbarung mit Terumo, dem weltweit führenden Unternehmen im Gesundheitswesen, bekannt gegeben.
Wir arbeiten ständig an der Integration zuverlässiger und komfortabler Geräte, können aber zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen bekannt geben.

Wir hören viel positives Feedback zum DBLG1 Algo. Aber es gibt immer Raum für Verbesserungen. Sind Software-Updates geplant? Was können wir da erwarten?

Unser Algorithmus, DBLG1, ist ein Pionier in der Automatisierung und Personalisierung des Diabetesmanagements und schon jetzt führend in diesem Bereich. Bereit heute bietet Diabeloop die Möglichkeit, die DBLG1-Software zu aktualisieren, und zwar aus der Ferne, ohne dass die Patienten Updates herunterladen und manuell installieren müssen. Die erste Fernaktualisierung für Patienten, die mit DBLG1 ausgestattet sind, läuft derzeit noch (Oktober 2021). Die Remote-Updates dienen in erster Linie dazu, kleinere Fehler zu beheben und die Robustheit und Stabilität des Systems zu verbessern. Wir sind stolz darauf, den Patienten diese Möglichkeit anbieten zu können, um ihnen das Leben zu erleichtern und ihnen regelmäßig weitere Verbesserungen in einer sicheren und konformen Umgebung zu ermöglichen.

Gibt es Features, die Sie gerne noch anbieten würden, deren Freigabe aber durch die Zulassung behindert wird?

Diabeloop glaubt an bahnbrechende Innovationen, und wir sind der Meinung, dass unsere Lösung eine davon ist. Wir arbeiten ständig an ihrer Verbesserung, wobei wir natürlich alle regulatorischen und industriellen Aspekte der Medizintechnikbranche, zu der wir gehören, verfolgen. Ein Hindernis, mit dem wir derzeit konfrontiert sind, ist die Indikationserweiterung von DBLG1 auf Kinder mit Typ-1-Diabetes, die gemäß den MDR-Anforderungen eingereicht werden muss und daher länger dauern wird, als wir gehofft hatten.

Ein großes Thema unter den Nutzern in der Community ist „Bewegung und Sport“. Nutzer berichten, dass sie in diesem Bereich noch Optimierungswünsche haben. Wird diesbezüglich bereits an einer Lösung getüftelt?

Wir haben von den Anwendern von DBLG1 viel positives Feedback zur Angabe der körperlichen Aktivität erhalten, insbesondere zu den verschiedenen Intensitätsstufen und dem Zeitpunkt der Angabe, so dass der Algorithmus sein Bestes tun kann, um den Blutzuckerspiegel während des Sports im Bereich zu halten. Wir möchten jedoch noch besser werden und unseren Algorithmus auch in Bezug auf das Management der körperlichen Aktivität verbessern.

Einige würden gerne ihre eigenen Zielwerte für verschiedene Situationen (wie Krankheit, Sport usw.) festlegen können. Wird so etwas möglich sein?

Das System wurde so konzipiert, dass es einfach einzurichten und einfach zu bedienen ist und es hoffentlich leichtfällt, dem System zu vertrauten. Somit können Menschen mit Diabetes auch von der „Müdigkeit“ der ständigen Verwaltung befreit werden. Dennoch haben die Patienten immer die Wahl und können einige Parameter anpassen, um dem selbstlernenden System bei der Feinabstimmung zu helfen. Der Zielwert für den Blutzuckerspiegel kann geändert werden, ebenso der Schwellenwert für die Unterzuckerung, aber auch die Aggressivität bei den Mahlzeiten sowie bei Normoglykämie und Hyperglykämie. Um sich noch besser an alle Gelegenheiten anzupassen, können Sie im Zen-Modus das Glukoseziel vorübergehend erhöhen.

Wie eng arbeiten Sie mit der Diabetesgemeinschaft zusammen?

Dies ist der beste Übergang zu Ihrer vorherigen Frage 🙂 Wir haben bei der Entwicklung des Systems viel mit Betroffenen und ihren Familien zusammengearbeitet (der Zen-Modus wurde direkt von ihnen inspiriert) und tun dies auch heute noch, da wir fest daran glauben, dass das Diabetesmanagement eine ganzheitliche Lebenserfahrung darstellt. Aus diesem Grund ist unser Algorithmus zwar komplex, aber die Bedienung des Geräts ist sehr einfach. Wir haben uns jedoch viel mit der DIY-Gemeinschaft auseinander gesetzt und mit ihr diskutiert. Daraus konnten wir eine Menge lernen, vor allem darüber, was die Nutzer in Closed-Loop-System suchen. Und wir erwägen, den Nutzern, die dies wünschen, mehr Optionen zur Selbstregulierung anzubieten, ohne unsere KI-Leistung zu beeinträchtigen.

Wird es möglich sein, das Handgerät mit dem Algorithmus als Selbstzahler ohne Insulinpumpe zu erhalten (vorkonfiguriert für eine Pumpe oder konfigurierbar)?

DBLG1 hat sich als interoperabel mit mehreren Pumpen und CGM erwiesen. Es gibt technische Integration und Konfiguration zu berücksichtigen, und wir haben mehr in Arbeit oder in Verhandlung. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Wird der DBLG1-Algorithmus eines Tages auf dem Smartphone laufen, so dass die Nutzer kein Handset mehr benötigen?

Für das tägliche Diabetesmanagement bietet der Loopmodus auf einem speziellen Handgerät sowohl die beste Cybersicherheit als auch die beste Batterieautonomie. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir keine weiteren Informationen preisgeben, aber wir arbeiten natürlich daran, die beste Algorithmusleistung und den besten Gerätekomfort zu erreichen.

Was können wir als nächstes erwarten, an welchem Meilenstein arbeiten Sie gerade?

Getreu unserer Mission konzentrieren wir uns natürlich darauf, DBLG1 in weiteren europäischen Märkten anzubieten, und wir verfolgen weiterhin unser FDA-Zulassungsverfahren und unsere Bemühungen rund um Indikationserweiterungen (sehr instabiler Diabetes, Kinder, Jugendliche). An der Algo-Front ist das „No-Declaration“-System (Mahlzeiten- und Sportmanagement) eine fortlaufende Aufgabe. Zu unseren künftigen Entwicklungen gehören auch eine Lösung für MDI-Benutzer und die Anpassung unseres AID an Personen mit Typ-2-Diabetes. Mehr Innovation für mehr Menschen.

 

 

E7-Fehler

E7-Fehler bei der Accu-Chek Insight in Verbindung mit DBLG1

Einige Nutzer der Accu-Chek Insight Insulinpumpe mit DBLG1-Algorithmus haben vom Auftreten des E7-Fehlers berichtet. Unterschiedliche Gründe führen zu diesem E7-Fehler, der nur durch Herausnahme der Batterie und Neustart der Pumpe behoben werden kann. Zukünftig soll der gesamte Fehlercode in der Reklamationserfassung dokumentiert werden. Beachtet deshalb folgendes: 

Meldet eure Accu-Chek Insight Insulinpumpe einen E7-Fehler, so wird euch damit auch einen 5-stelliger Code angezeigt, z. B. E76702, welcher ausschließlich bei Auftauchen des E7-Fehlers auf der Pumpe zu sehen ist. Der Code kann später nicht ausgelesen werden und ist nach Behebung (Herausnahme der Batterie) auch nicht mehr zu sehen! 

Dieser Code ist jedoch sehr hilfreich bei der Untersuchung des Fehlers. 

Deshalb die Bitte seitens Roche Diabetes Care Deutschland GmbH, die uns heute erreichte: 

Sollten häufiger E7-Meldungen auftauchen, so notiert euch diesen 5-stelligen Code. Wichtig ist auch, dass ihr das Gerät angeben könnt, auf dem der Fehler angezeigt wurde. Da manche Fehlercodes des DBLG1 auch mit einer „7“ beginnen, kann es hier leicht zu Verwechslungen kommen. 

Für ein Gesamtbild ist es wichtig, dass alle Fälle ans ICC gemeldet werden. 

Die Meldung ans ICC könnt ihr selbst direkt vornehmen. Um es zeitsparender zu gestalten, könnt ihr eine E-Mail an mannheim.monitoring@roche.com senden. Nutzt dazu nachfolgende Liste für die Details: 

  1. Seriennummer: 
  2. Fehlermeldung:
  3. Situation (Wann genau/ in welcher Situation ist der Fehler aufgetreten?):
  4. PRI (= Potential Critical Incident, d.h. ist der Anwender zu körperlichem Schaden gekommen?):
  5. Datum (wann wurde der Complaint festgestellt?):
  6. Account Nr. (optional):

Auswertung der Umfrage: Wie zufrieden seid ihr mit der CSII-Therapie?

Wir haben vor einiger Zeit eine Umfrage hier im Diabetiker.info-Blog gestartet. Die eine richtete sich an Menschen mit Diabetes Typ 1, die mit Insulinpen therapiert (ICT-Therapie) werden und die andere an Insulinpumpenträger: „Was schätzt ihr an eurer Therapie besonders, was seht ihr als Nachteil?“ Im Rahmen dieser Umfragen hattet ihr auch die Möglichkeit, an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Wir sind aktuell noch dabei, die Gewinner auszulosen und werden die Glücklichen in Kürze per E-Mail benachrichtigen. Schaut also in naher Zukunft auch noch mal in euren E-Mail-Spam-Ordner. Vielleicht seid ihr einer/eine der glücklichen Gewinner*innen der DIASHOP-Sommerpakete. Wir drücken euch jedenfalls weiterhin die Daumen.  

Wir bedanken uns für die rege Teilnahme an unseren Umfragen und möchten es nicht verpassen, euch an dieser Stelle auch die Ergebnisse mitzuteilen. Hier findet ihr bereits die detaillierte Auswertung der Umfrage für Menschen mit Typ-1-Diabetes mit ICT-Therapie.

Heute folgt die Auswertung der Umfrage für Menschen mit Typ-1-Diabetes mit CSII-Therapie. Seid gespannt! 

Ergebnisse der Umfrage: Wie zufrieden sind Sie mit der CSII-Therapie?

Hinweis vorab: Orange hervorgehoben sind die am häufigst genannten Antworten. 

Welche Insulinpumpe nutzen Sie?

  • Insulet OmniPod/Omnipod DASH: 17,3 %
  • Medtronic MiniMed 640G: 24,5 %
  • Medtronic MiniMed 670G/770G: 9,6 %
  • Sooil Dana Diabecare: 5,8 %
  • Accu-Chek Insight: 6,3 %
  • Accu-Chek Insight mit Diabeloop Algorithmus: 1,0 %
  • Accu-Chek Combo: 15,9 %
  • Ypsomed YpsoPump: 10,1 %
  • VitalAire t:slim X2: 9,1 %

Nutzen Sie zusammen mit der Insulinpumpe ein CGM-System?

  • Ja, FreeStyle Libre: 30,3 %
  • Ja, Dexcom G6: 43,8 %
  • Ja, Guardian 3 (Medtronic MiniMed): 18,8 %
  • Nein: 6,3 %
  • Ja, Eversense: 0,5 %

Jede Therapie hat Vor- und Nachteile. Wenn Sie an Ihre Insulinpumpen-Therapie (CSII-Therapie) denken: Was schätzen Sie am meisten, verglichen mit der intensivierten Insulintherapie (ICT)? (Mehrfachnennung möglich, max. 5 Antworten)

  • Ich habe seltener Unterzuckerungen: 35,4 %
  • Mein Dawn-Phänomen (hohe Blutzuckerwerte am Morgen) bereitet mir keine Probleme mehr: 28,7 %
  • Mein Blutzucker bzw. meine Glukosewerte sind stabiler als früher: 50,7 %
  • Ich habe einen guten HbA1c-Wert: 45,1 %
  • Ich habe eine gute „Time in Range“ (Zeit im Zielbereich): 35,9 %
  • Ich habe einen geringeren Gesamtinsulinbedarf: 25,8 %
  • Ich schätze die Flexibilität, beispielsweise für die Bewegung im Alltag und bei den Mahlzeiten: 67,0 %
  • Ich kann die Bolus-Abgabe einfach und diskret per Knopfdruck bzw. via App regeln: 46,9 %
  • Es sind keine Insulininjektionen mit dem Pen mehr notwendig: 42,6 %
  • Die Daten werden in der Insulinpumpe bzw. einer App automatisch gespeichert und lassen sich einfacher analysieren, so dass ich meine Therapie besser anpassen kann: 29,2 %
  • Es ist unwahrscheinlich, dass ich eine Injektion vergesse. Ich kann immer nachvollziehen, ob ich einen Bolus abgegeben habe: 29,7 %

Gibt es etwas, das Sie an Ihrer Insulinpumpe stört? (Mehrfachnennung möglich, max. 3 Antworten)

  • Der Schlauch stört mich. 25,4 %
  • Ich habe Probleme mit den Infusionssets: 15,8 %
  • Gewisse Kleidung erfordert viel Kreativität zum Verstauen der Insulinpumpe: 35,9 %
  • Die Abhängigkeit von der Technik stört mich: 11,5 %
  • Ich empfinde die Alarme als störend. 17,2 %
  • Die Insulinpumpe stört mich im Urlaub (z. B. weiß ich am Strand oft nicht, wohin damit): 16,8 %
  • Die Insulinpumpe stört beim Sex: 5,7 %
  • Mich stört nichts an der Insulinpumpe. 32,1 %

Haben Sie mit der Insulinpumpentherapie bessere Blutzuckerwerte erreicht im Vergleich zur Therapie mit dem Insulinpen?

  • Ja: 87,5 %
  • Nein: 5,3 %
  • Kann ich nicht beurteilen, weil ich direkt mit der Insulinpumpentherapie begonnen habe: 6,7 %

 

 

Auswertung Insulinpen-Therapie ICT-Therapie

Auswertung der Umfrage: Wie zufrieden seid ihr mit der ICT-Therapie?

Wir haben vor einiger Zeit eine Umfrage hier im Diabetiker.info-Blog gestartet. Die eine richtete sich an Menschen mit Diabetes Typ 1, die mit Insulinpen therapiert (ICT-Therapie) werden und die andere an Insulinpumpenträger: „Was schätzt ihr an eurer Therapie besonders, was seht ihr als Nachteil?“ Im Rahmen dieser Umfragen hattet ihr auch die Möglichkeit, an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Wir sind aktuell noch dabei, die Gewinner auszulosen und werden die Glücklichen in Kürze per E-Mail benachrichtigen. Schaut also in naher Zukunft auch noch mal in euren E-Mail-Spam-Ordner. Vielleicht seid ihr einer/eine der glücklichen Gewinner*innen der DIASHOP-Sommerpakete. Wir drücken euch jedenfalls weiterhin die Daumen.  

Wir bedanken uns für die rege Teilnahme an unseren Umfragen und möchten es nicht verpassen, euch an dieser Stelle auch die Ergebnisse mitzuteilen. Heute geben wir euch die detaillierte Auswertung der Umfrage für Menschen mit Typ-1-Diabetes mit ICT-Therapie an die Hand, hier findet ihr die Auswertung der Umfrage für Menschen mit Typ-1-Diabetes mit CSII-Therapie

Ergebnisse der Umfrage: Wie zufrieden sind Sie mit der ICT-Therapie?

Hinweis vorab: Orange hervorgehoben sind die am häufigst genannten Antworten. 

Sie spritzen Insulin mit dem Pen im Rahmen der intensivierten Insulintherapie (ICT)? Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit Ihrer Therapie? 

  • Sehr zufrieden: 25,2 %
  • zufrieden: 61,2 %
  • weder noch: 6,8 %
  • unzufrieden: 4,9 %
  • sehr unzufrieden: 1,9 %

 

Jede Therapie hat Vor- und Nachteile. Wenn Sie an Ihre intensivierte Insulintherapie (ICT) denken: Was stört Sie am meisten an Ihrer Therapie? (Mehrfachnennung möglich, max. 3 Antworten)

  • Ich habe häufige Unterzuckerungen: 16,2 %
  • Mein Dawn-Phänomen (hohe Blutzuckerwerte am Morgen) macht mir Probleme: 27,6 %
  • Ich habe häufig schwankende Blutzuckerwerte: 35,2 %
  • Ich habe einen zu hohen HbA1c-Wert:15,2 %
  • Ich habe eine unzureichende „Time in Range“ (Zeit im Zielbereich): 21,9 %
  • Mit fehlt die fehlende Flexibilität beim Sport: 21,9 %
  • Mich stört die fehlende Flexibilität bei den Mahlzeiten: 16,1 %
  • Ich vermisse die fehlende Flexibilität im Alltag: 15,2 %
  • Mich stören die häufigen Insulininjektionen: 20,9 %
  • Ich vergesse häufiger, ob ich mein Insulin mit dem Pen schon gespritzt habe oder nicht: 10,5 %
  • Mich stört, dass ich die Insulinabgaben extra dokumentieren muss, weil der Insulinpen sie nicht automatisch speichert: 20 %
  • Mich stört nichts: 5,7 %

 

Haben Sie sich schon einmal mit der Insulinpumpen-Therapie (CSII) auseinandergesetzt?

  • Ja, ich habe mich sehr viel damit beschäftigt: 20,4 %
  • Ja, ein bisschen: 48,5 %
  • Ich kann mich nicht erinnern: 0%
  • Nein, fast gar nicht:  14,6 % 
  • Überhaupt nicht: 16,5 %

 

Hat Ihr Arzt Sie bereits auf die Insulinpumpen-Therapie (CSII) aufmerksam gemacht bzw. Ihnen eine Insulinpumpe empfohlen?

  • Ja, das Thema hat meine Ärztin/mein Arzt schon angesprochen: 52,4 %
  • Ja, meine Ärztin/mein Arzt hat mir empfohlen, auf die Insulinpumpen-Therapie umzusteigen: 5,8 %
  • Ich kann mich nicht erinnern: 4,9 %
  • Nein, noch nie: 37 %

 

Können Sie sich den Umstieg auf eine Insulinpumpe vorstellen?

  • Ja, unbedingt: 13,6 %
  • Ja, eher schon: 22,3 %
  • Ich bin mir unsicher: 25,2 %
  • Nein, eher nicht: 21,4 %
  • Nein, auf keinen Fall: 17,5 %

 

Wenn Sie sich schon einmal mit der Insulinpumpen-Therapie beschäftigt haben: Was sind Ihre größten Vorbehalte/Hindernisse gegenüber einer Insulinpumpe? (Mehrfachnennung möglich, max. 3 Antworten)

  • Ich möchte nicht ständig eine Insulinpumpe tragen und würde sie als störend empfinden: 44,7 %
  • Ich habe schon einmal eine Insulinpumpe beantragt, aber meine Krankenkasse übernimmt die Kosten dafür nicht: 6,7 %
  • Es gibt noch kein Produkt (Insulinpumpe oder Loop-System), das meinen Vorstellungen gerecht wird: 29,5 %
  • Ich warte noch auf Zulassung eines bestimmten Produkts (Insulinpumpe oder Loop-System), das bereits vorgestellt wurde, aber noch nicht verfügbar ist: 11,4 %
  • Ich habe Sorge, dass ich Probleme mit den Infusionssets bekomme, z. B. Hautveränderungen oder Allergien: 23,8 %
  • Ich möchte nicht von der Technik abhängig sein: 21,9 %
  • Die Technik würde mich überfordern. 3,8 %
  • Ich hatte bereits eine Insulinpumpe und war unzufrieden: 5,7 %
  • Ich hatte noch keine Zeit bzw. Muße, mich mit dem Thema zu beschäftigen: 9,5 %

 

Bei Insulinpumpen gibt es zwei Konzepte: Zum einen schlauchlose Pumpen, die direkt auf den Körper geklebt werden, zum anderen Insulinpumpen mit Infusionsset (Schlauch). Wenn Sie sich für eine Insulinpumpe entscheiden würden: Wäre das eher ein Modell ohne oder mit Schlauch?

  • Ich bevorzuge eine Insulinpumpe ohne Schlauch: 60,2 %
  • Ich habe hier keine Präferenzen: 14,6 %
  • Ich bevorzuge eine Insulinpumpe mit Schlauch: 3,9 %
  • Ich bin mir noch unsicher: 21,4 %

Die Auswertung der Umfrage: „Wie zufrieden bist du mit der Insulinpumpen-Therapie?“ folgen in Kürze hier im Diabetiker.info-Blog.