Kategorie: Wissen

Diabetes Apps

Diabetes-Apps: Welche sind sinnvoll und wie kann ich deren Sicherheit prüfen?

Immer mehr Menschen mit Diabetes nutzen Diabetes-Apps. An die Zehntausend Diabetes-Apps sind auf dem Markt und es werden immer mehr. Das Angebot reicht von Blutzucker-Tagebüchern, Motivationschallenges für den Diabetes, Rezeptbestellungen des Diabetesbedarfs, über Berechnung von BEs, bis hin zu Steuerung der Insulinabgabe. Da ist es gar nicht so einfach, im Dschungel der Diabetes-Apps, die richtigen und vor allem auch sicheren zu finden.

Ich muss mich schließlich auch 100Pro auf diese Apps verlassen können. Es könnte fatal sein, wenn die App etwa einen falschen Insulin-Bolus berechnet.

Diese Diabetes-Apps nutze ich…

Ich habe mich mit meinen persönlichen Wünschen, Zielen und Anforderungen erstmal auf die Suche nach einer App gemacht, welche diese erfüllen und damit meinen Diabetes-Alltag erleichtern könnten. Ich habe letztendlich nur zwei Diabetes-Apps, eine, mit der ich meine Glukosewerte auslese, speichere und verwalte und eine weitere, mit der ich meine Rezepte vom Diabetologen abfotografiere, damit mir der Diabetes-Fachhandel schnell meinen Diabetesbedarf direkt nach Hause schicken kann (siehe DIASHOP-App).

Weiterhin würde mich allerdings auch die „GoCarb-App“ interessieren, an der Wissenscahftler der Universität Bern arbeiten.  Damit würde ich künftig meine Mahlzeiten abfotografieren und das Smartphone würde mir dann anzeigen können, wie viele Kohlenhydrate sich auf meinem Teller befinden. Geforscht wird daran schon länger. Die App hat sich auch beim ATTD-Kongress in Wien im Februar 2018 tatsächlich gegen sechs reale Ernährungsberater behauptet: Sie schaffte eine vergleichbare Genauigkeit bei der Einschätzung der Mahlzeiten. Leider ist die App in der Testphase und kann noch nicht genutzt werden. Wäre ein echter Fortschriftt.

Sinnvolle, nützliche Apps im Diabetes-Bereich?!

Welche App sinnvoll und nützlich für einen ist, muss jeder für sich entscheiden. Was ist dein Ziel? Möchtest du im Diabetes-Alltag Zeit sparen? Brauchst du Motivation oder Erinnerung ans Blutzucker messen? Möchtest du wissen, ob dein Insulin optimal gekühlt ist oder wie viel BE dein Essen enthält?

Eines ist jedenfalls sicher, es gibt für fast alles eine App, ob sie nun aber sinnvoll und nützlich für dich ist, musst du selbst im Alltag herausfinden, testen und dann entscheiden.

Sicherheit von Diabetes-Apps, das Gütesiegel „DiaDigital“

Dazu gibt es im Diabetesbereich seit 2017 das Gütesiegel „DiaDigital“, mit dem Diabetes-Apps zertifiziert werden können. Quasi eine Art TÜV für diese Apps.

DiaDigital wurde im Rahmen einer Kooperation von Fachgesellschaften (Deutsche Diabetes Gesellschaft DDG) und Patientenverbänden mit dem Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH (ZTG) entwickelt. Denn unabhängig von den eigenen, individuellen Anforderungen an eure App, sollte sie auch einige wichtige Punkte erfüllen, um sicher, zuverlässig und stabil zu laufen.

So sollte etwa aus der App klar hervorgehen, dass sie den Arztbesuch nicht ersetzen kann. Sie sollte ihren Zweck erfüllen, verlässlich sein und nicht ständig zu Abbrüchen führen. Es gibt eine Checkliste zu Gesundheit-Apps, mit der die Sicherheit geprüft werden kann. Die Handlungsempfehlung kann unter www.aps-ev.de unter „Publikationen“ heruntergeladen werden.

So dann: App on ;)…

Diabetes Typ F Schulungsprogramm DiaLife

Endlich ein Schulungsprogramm für Diabetes Typ F: DiaLife – zusammen leben mit Diabetes

„DiaLife – zusammen leben mit Diabetes“  ist das erste Schulungsprogramm für Diabetes Typ F (Angehörige von Erwachsenen  mit Diabetes).  Denn ob Kind, Mutter, Vater, Geschwister, der Partner oder die Katze ;-), (Familien-)Angehörige haben es nicht immer einfach mit uns Diabetikern (zumindest nicht mit mir ;)).

Wie kommt nun aber Diabetes Typ F mit dem Diabetes zurecht?  Schließlich sind die Angehörigen ja „mitbetroffen“. Wie gehen sie damit um oder vielmehr sollten sie damit umgehen, wenn wir bei Unterzuckerungen gereizt oder bei zu hohen Blutzuckerwerten  depressiv gestimmt sind? Wie können sie uns ermutigen, wenn uns beispielweise die Angst vor den Folgeschäden einholt?

DiaLife – zusammen leben mit Diabetes: das erste Schulungsprogramm für Diabetes Typ F

Seit kurzem gibt es nun endlich ein eigenes Schulungsprogramm, das Angehörige von Menschen mit Diabetes die volle Aufmerksamkeit schenkt, namens „DiaLife – zusammen leben mit Diabetes“. Es wurde vom Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) in Kooperation mit der SRH Hochschule für Gesundheit Gera, dem Universitätsklinikum Jena und dem RED-Institut entwickelt.  DiaLife ist in zwei verschiedenen Versionen für Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes erhältlich. Es vermittelt wichtiges Wissen, so dass sich  Angehörige von Diabetikern im Alltag sicherer fühlen.

Inhalt und Aufbaue des Schulungsprogramms DiaLife

Neben Basismodulen sind frei wählbare Aufbaumodule vorgesehen, die neben grundlegenden Themengebieten auch Kenntnisse in individuellen Lebenssituationen vermitteln. Die Schulungsteilnehmer entscheiden selbst, wie viele Wahlmodule sie besuchen möchten.

Jedes Modul dauert 90 bis 120 Minuten. Es können maximal sechs Personen an einer Schulung teilnehmen. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern es wird sich auch ausgetauscht.

Version 1 für Angehörige von Menschen mit Typ-1-Diabetes

Basismodule:

  • Grundlagen der Erkrankung
  • Leben mit Diabetes nachempfinden
  • Notfallsituationen
  • Insulintherapie
  • Strategien der Kommunikation

 Wahlmodule:

  • Folgeerkrankungen
  • Essen & Trinken und Bewegung
  • Demenz verstehen
  • Sondersituationen

DiaLife Schulungsprogramm Typ F Diabetes Typ 1

Version 2 für Angehörige von Menschen mit Typ-2-Diabetes

Basismodule:

  • Grundlagen der Erkrankung
  • Leben mit Diabetes nachempfinden
  • Notfallsituationen
  • Essen & Trinken und Bewegung
  • Strategien der Kommunikation

 Wahlmodule:

  • Demenz verstehen
  • Insulintherapie
  • Sondersituationen

DiaLife Schulungsprogramm Typ F Diabetes Typ 2Das Schulungsprogramm ist für DiabetesberaterInnen mit dem entsprechenden Trainerzertifikat erhältlich.  Für Angehörige gibt es eigene Trainingshefte.

Alle Schulungsmaterialien sind im Verlag Kirchheim erschienen.

Was wir über Blutgerinnung unbedingt wissen sollten

Die Blutgerinnung sorgt dafür, dass Wunden vom Körper rasch wieder verschlossen werden, damit keine Keime eindringen können und kein größerer Blutverlust entsteht: Die Gefäßwand zieht sich dabei zusammen, gleichzeitig werden die Blutplättchen aktiviert, am verletzten Gefäß „anzudocken“. Es bildet sich ein Blutgerinnsel, der das verletzte Gefäß verschließt. Wenn die Wunde ausgeheilt ist, wird der Pfropf aus Blutplättchen vom Körper selbst wieder abgebaut. Ein perfekter Mechanismus der Selbstheilung. Würde das Blut nicht gerinnen, würden wir an Verletzungen einfach verbluten. Read more

53. Diabetes Kongress in Berlin: Was tut sich in der Diabeteswelt?!

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hatte zum 53. Diabetes Kongress vom 9. bis 12. Mai 2018 nach Berlin eingeladen. Hieran nehmen jedes Jahr fast 7.000 Menschen teil, um sich einen Überblick über die wissenschaftlichen Entwicklungen zu verschaffen. Vor Ort trifft man Ärzte, Wissenschaftler, die Pharma-Industrie, Diabetes-Experten, die Presse, Dieter Baumann und uns mitten drin ;). Nicht zuletzt, damit wir euch heute davon berichten können. Read more

Blutzucker und Monatszyklus