Kategorie: Wissen

Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel, ja, nein, vielleicht oder doch nicht einnehmen?

Was sind Nahrungsergänzungsmittel? Wie sinnvoll sind sie? Benötigt man sie, wenn man sich das ganze Jahr über „gesund“ ernährt und gut versorgt ist? Können Nahrungsergänzungsmittel die Gesundheit fördern oder sind sie in der Regel überflüssig? Wie sieht das in besonderen Fällen, etwa in der Schwangerschaft oder bei chronische Krankheiten wie Diabetes aus? Brauchen Diabetiker „Extra-Vitamine“? Fragen über Fragen, die ihre Antworten suchen. 

Fangen wir doch erstmal damit an, wie Nahrungsergänzungsmittel überhaupt definiert werden… 

Was sind Nahrungsergänzungsmittel?

Laut  Nahrungsergänzungsmittelverordnung (Deutschland) (NemV) ist ein Nahrungsergänzungsmittel:

„(…) ein Lebensmittel, das

  1. dazu bestimmt ist, die allgemeine Ernährung zu ergänzen,
  2. ein Konzentrat von Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung allein oder in Zusammensetzung darstellt und
  3. in dosierter Form, insbesondere in Form von Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pillen, Brausetabletten und anderen ähnlichen Darreichungsformen, Pulverbeutel, Flüssigampullen, Flaschen mit Tropfeinsätzen und ähnlichen Darreichungsformen von Flüssigkeiten und Pulvern zur Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen in den Verkehr gebracht wird.“

(Quelle: http://www.buzer.de/gesetz/2739/index.htm)

Meine persönlichen Erfahrungen mit Nahrungsergänzungsmitteln…

Als Mensch mit Diabetes Typ 1, Leistungssportlerin und Lebensmittelallergikerin habe ich beispielsweise gelegentlich Nachholbedarf und nicht selten auch echte Mängel, die mein Arzt bei der Blutuntersuchung festgestellt hat. Es fehlt etwa an Eisen, Magnesium oder Vitamin D. Unter Vitamin-D-Mangel „leiden“ sehr viele (auch kerngesunde) Menschen in den Wintermonaten, wenn die Sonne sich nicht blicken lässt. Mittlerweile kenne ich die Symptome und weiß sie zu deuten.

Magnesiummangel macht sich bei mir mit Heißhunger auf Schokolade oder Nüsse bemerkbar, begleitet durch ein Zucken des Augenlids und Muskelkrämpfe, meistens in der Wade. Bei Eisenmangel werde ich kurzatmig, bin müde, mir ist oft schwindelig und ich habe auch Herzrasen.  Mittlerweile erkenne ich die Zeichen ganz gut und versuche, den Mangel über die Nahrung auszugleichen. Den gesamten Bedarf kann ich jedoch nicht über die Nahrung oder Sonne decken.

Statt Vitamin D über die Sonne zu tanken, bleiben uns beispielsweise fetter Fisch oder Lebertran als Alternative, um den Vitamin-D-Mangel mit seinen leider weniger eindeutigen und individuell verschiedenen Symptomen auszugleichen. Aber selbst wenn man davon regelmäßig isst, lässt sich damit nur ein kleiner Teil des Vitamin-D-Bedarfs decken. Der größte Teil dieses Vitamins wird vom Körper als Reaktion auf Sonneneinstrahlung gebildet. Was dann? Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie empfiehlt, zumindest über die sonnenarmen Wintermonate regelmäßig Vitamin-D in Tablettenform einzunehmen. 

Es gibt auch Nahrungsergänzungsmittel, die viele wichtige Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe, Mikronährstoffe, Spurenelemente, ausgesuchte Aminosäuren etc. pp. kombinieren, die nachgewiesene gesundheitliche Nutzen mit sich bringen, etwa für Immunsystem und Abwehrkräfte, Stoffwechsel und Verdauung, Durchblutung der Gefäße etc. pp. Hierzu gehören zum Beispiel Vital Complex Premium für die Schilddrüse, Vital Complex Premium und Diamelin Complex bei Diabetes. Letzteres wollen wir uns mal genauer angucken. 

Was ist Diamelin Complex?

Zink, Zimt, Bittergurke und Curcuma schätzen viele Menschen mit Diabetes (vor allen bei Typ-2-Diabetes) als natürliche Nahrungsergänzungen, mit denen der Blutzucker vermutlich positiv beeinflusst werden kann. Zwar gibt es dazu keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege, aber einige Anwender haben die Erfahrung gemacht, dass ihnen (und ihrem Blutzucker) diese Nahrungsergänzung guttut. Theoretisch könnte man Zimt und Co. auch essen, aber wer möchte schon Zimt löffelweise zu sich nehmen? Bleiben Kapseln zur Nahrungsergänzung, die meist als Monopräparate erhältlich sind, also nur einen einzigen Bestandteil enthalten. Zum Beispiel nur Zink, nur Zimt oder nur bestimmte Vitamine.  Daraus muss man seine Rundum-Versorgung zur Nahrungsergänzung selbst zusammenstellen. Mit Diamelin Complex hat man hingegen alles in einer Kapsel, ein Mikronährstoffkomplex, speziell für Menschen mit Diabetes. Hier könnt ihr euch darüber informieren und das Produkt bestellen (WERBUNG): 

Diamelin Complex für Menschen mit Diabetes

Diamelin Complex

Am besten bespricht man mit dem Arzt, was individuell sinnvoll ist. 

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich übrigens auch berichten, dass das Insulin bei mir besser wirkt, wenn alle Speicher ausreichend gefüllt sind. Tatsächlich benötigte ich beispielsweise mehr Insulin, wenn mein Bedarf an Magnesium nicht ausreichend gedeckt ist.  Habt ihr dahin gehend ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen. 

Nahrungsergänzungsmittel: ja oder nein?

Im Zweifelsfall kann man Blutanalysen beim Arzt hinsichtlich Nährstoff-/Mineralstoff-/Vitaminmängel durchführen lassen, damit erst gar keine Mangelerscheinungen auftreten können. Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate sind genau dann sinnvoll, wenn du keine Chance hast, deinen hohen Bedarf durch die „normale“, “gesundheitsbewusste“ Ernährung zu decken, sei es aufgrund von Leistungssport, Stress oder Krankheiten. Besonders in der Schwangerschaft oder bei chronische Krankheiten wie Diabetes rät der Arzt oft dazu. Als Beispiel seien aber auch Veganer genannt, denen es nicht selten an Vitamin B mangelt. Zur Infektvorbeugung hingegen, werden Nahrungsergänzungsmittel nicht empfohlen. Es ist wichtig, individuell die Patienten und ihre Lebensumstände zu betrachten und dann zu entscheiden, ob Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind.

elektronische Patientenakte

Die elektronische Patientenakte für Menschen mit Diabetes

Seit dem 1. Januar 2021 hat jeder gesetzlich Versicherte einen Anspruch auf seine elektronische Patientenakte (ePA). Die gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, ihren Versicherten kostenlos eine entsprechende App für Smartphone oder Tablet bereitzustellen. Der Zugang zur ePA muss bei der Krankenkasse beantragt werden.

Welche Vorteile bringt die elektronische Patientenakte mit sich?

Die ePA soll die Kommunikation zwischen Ärzten, Apotheken und Patienten verbessern und die Behandlung im Notfall erleichtern. Mit der elektronischen Patientenakte soll Transparenz geschaffen werden, unnötige Doppeluntersuchungen vermieden und ärztliche Entscheidungen für Patienten nachvollziehbarer werden. Gespeichert werden können Befunde, Diagnosen, Therapiemaßnahmen, Behandlungsberichte, Impfungen, Medikationspläne, Arztbriefe und Notfalldatensätze. Netter Nebeneffekt für den Patienten: Nach einem verlegten Impfpass oder einem Zahn-Bonusheft muss damit auch nicht mehr stundenlang gesucht werden, wenn der nächste Termin ansteht. 

Ärzte und Apotheken können auf die Daten zugreifen und haben so schnell einen umfassenden Überblick über die gesundheitliche Situation und Medikation des Patienten. Die durch die ePA gewonnene Zeit, kann dann besser ins Wesentliche investiert werden: in den Dialog mit dem Patienten.  

Untersuchungsergebnisse, Befunde etc., die bisher lokal bei verschiedenen Ärzten und Krankenhäusern abgelegt waren, fügen sich damit digital zu einem Gesamtbild zusammen.

Die elektronische Patientenakte für Menschen mit Diabetes (eDA)

Um die chronische Erkrankung Diabetes mellitus besser abzubilden, hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) die elektronische Patientenakte für Diabetespatienten (eDA) ins Leben gerufen, welche die ePA ergänzt. Damit soll die Behandlungsqualität verbessert werden. Haus- und Fachärzten stehen in der Software unter anderem medizinische Empfehlungen und Leitlinien zur Verfügung, sodass eine sofortige Handlungsempfehlung für den Patienten vorliegt, die regelmäßig aktualisiert werden kann.

Aufbau eines Diabetesregisters

An die elektronische Patientenakte für Menschen mit Diabetes ist zusätzlich ein Register angeschlossen, das alle in ihm erfassten Daten nutzbar für Forschung und Versorgung machen kann. Zu Erkrankungen wie Krebs gibt es bereits seit Jahren ein solches Register, das dabei hilft, die Qualität der Behandlung zu verbessern. In Bezug auf Diabetes mellitus fehlt ein solches Register bisher. Da Diabetes zu den großen Volkskrankheiten weltweit gehört, mehr als sieben Millionen Menschen betroffen sind und jedes Jahr etwa 500.000 neu Erkrankte hinzukommen (Tendenz steigend), wäre ein Diabetesregister jedoch überaus wichtig. 

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Diabetes Gesellschaft vom 7. September 2020 und Diabetes News

Mehr Infos zur eDA findet ihr hier: gematik.de

MiniMed 770G Insulinpumpensystem

Was leistet das neue MiniMed 770G Insulinpumpensystem von Medtronic?

Das neue MiniMed 770G Insulinpumpensystem von Medtronic ist seit Anfang Februar 2021 in Deutschland erhältlich und für Menschen mit Diabetes ab einem Alter von 7 Jahren zugelassen, die einen täglichen Insulin-Gesamtbedarf von mindestens 8 und höchstens 250 Einheiten haben.

Damit gesellt sich nun ein weiteres spannendes Insulinpumpensystem zu den bekannten Produkten. Zusammen mit dem rtCGM Guardian 3 wird die Insulinpumpe zum Hybrid-Closed-Loop-System und passt die Glukosewerte automatisch an, wie ihr das vermutlich schon vom MiniMed 670G-System kennt. Möglich macht dies der SmartGuard Auto-Modus, der auf Wunsch zugeschaltet werden kann.  Über den SmartGuard Auto-Modus passt das System individuell die basale Insulinabgabe an den Bedarf an – basierend auf den Glukosewerten, die alle 5 Minuten gemessen werden. So sollen die Werte automatisch in einem Bereich zwischen mindestens 70 und 180 mg/dl (bzw. 3,9 und 10,0 mmol/l) gehalten werden. Dabei arbeitet das System bei der basalen Korrektur mit einem Zielwert von 120 mg/dl (6,7 mmol/l), der zeitweise (z. B. beim Sport) auf 150 mg/dl (8,3 mmol/l) hochgesetzt werden kann.

Ganz allein übernimmt das System die Steuerung der Insulinversorgung nicht. Die aktive Mitarbeit des Verwenders ist weiterhin notwendig. So müssen u.a. die Kohlenhydrate nach wie vor eingegeben und das Bolusinsulin abgegeben werden. Eine Kalibrierung des Systems ist mindestens zweimal täglich erforderlich. Darüber hinaus werden mindestens zwei weitere Blutzuckermessungen empfohlen, damit das System sicher im Auto-Modus arbeiten kann. Der neue Bluetooth®-Transmitter überträgt beim MiniMed 770G Insulinpumpensystem die Werte nun direkt auf das Smartphone.

Wir fassen kurz für euch zusammenfassen, was denn das neue Minimed 770G-System ausmacht, was ist neu bei MiniMed 770G – im Vergleich zu Minimed 670G? Optisch hat sich nicht viel verändert: Die Insulinpumpe MiniMed 770G ist „baugleich“ mit MiniMed 640G und MiniMed 670G, die auch weiterhin erhältlich bleiben. 

Neue Features des MiniMed 770G Insulinpumpensystems

Es kommen ein paar neue Features ins Spiel, wenn die Insulinpumpe in Verbindung mit der kontinuierlichen Glukosemessung (rtCGM) als System genutzt wird: 

  • Das MiniMed 770G System kann mit dem Smartphone kommunizieren.
  • Der aktuelle CGM-Wert, Trends und Benachrichtigungen von zu hohen und niedrigen Werten sowie Insulingaben werden in der neuen MiniMed Mobile App für iOS und Android angezeigt (Hinweis: die App dient nicht zur Steuerung der Insulinpumpe).
  • Der neue Guardian Link 3 Transmitter nutzt dafür Bluetooth®.
  • Softwareaktualisierungen der Pumpe sind möglich, sobald diese verfügbar sind (möglicherweise mit Kosten verbunden; weitere Informationen bei Verfügbarkeit).
  • Als kompatibles Blutzuckermessgerät zur Kalibrierung dient Accu-Chek Guide Link (wird mitgeliefert).
  • Über die CareLink Connect App können Informationen aus Insulinpumpe und rtCGM mit bis zu fünf Personen geteilt werden.

Die Komponenten

Das MiniMed 770G System besteht aus folgenden Komponenten:

  • Die Insulinpumpe MiniMed 770G, sie ist auch separat erhältlich. Sie kann also auch ohne das passende rtCGM Guardian 3 verwendet werden. 
  • Sensor Guardian 3 und passender Transmitter Guardian Link 3. Mit diesen Komponenten ist eine kontinuierliche Glukosemessung (CGM) möglich. Der Sensor hat eine Tragedauer von 7 Tagen.
  • Blutzuckermessgerät Accu-Chek Guide Link (mitgeliefert), das automatisch zur Kalibrierung die gemessenen Blutzuckerwerte in das System übernimmt.

MiniMed_770G

Ihr habt Interesse am neuen Minimed 770G Insulinpumpensystem? Hier findet ihr alle wichtigen Infos, samt Praxistipps zur Genehmigung: Das MiniMed 770G Insulinpumpensystem

Last but not least: Falls ihr Fragen zu Insulinpumpen und CGM-Systemen habt, dann steht euch Diabetesberaterin Heike Göbel zur Seite. Sie berät euch Samstag, am 20. Februar von 9-14 Uhr unter der Telefonnummer: 089/89 55 67 9-888

orsorgeuntersuchungen

Gute Stoffwechseleinstellung zählt: Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig!

Vorsorgeuntersuchungen haben bei Menschen mit Diabetes normalerweise einen festen Platz im Terminkalender. Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus haben jedoch viele Patienten im vergangenen Jahr diese Termine abgesagt. Spätestens jetzt sollten sie nachgeholt werden.

Chronisch kranke Menschen stehen in diesen Tagen vor einem Dilemma: Einerseits hören sie immer wieder, dass sie zu den Risikogruppen gehören, bei denen eine COVID-19-Infektion schwer verlaufen kann. Kontakte sollen sie deshalb möglichst vermeiden. Andererseits zeigen die bisherigen Erfahrungen mit COVID-19, dass sich Menschen mit Diabetes durch eine gute Stoffwechseleinstellung selbst bestmöglich schützen können. Dafür brauchen sie allerdings den regelmäßigen Kontakt zu Ärztinnen und Ärzten sowie DiabetesberaterInnen. Manchmal geht das per Video- und Telefonsprechstunde, aber nicht alle Praxen bieten dies an, und im ländlichen Raum mangelt es noch zu oft an einer vernünftigen Internetverbindung. Wenn es um die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen geht, kann das Internet ohnehin den Gang in die Arztpraxis nicht ersetzen. Was also tun?

Das empfehlen die Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft

Mindestens alle drei bis sechs Monate den Hausarzt oder die diabetologische Schwerpunktpraxis aufsuchen, mindestens einmal jährlich zum Facharzt gehen: dies empfehlen die Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Der blaue (für Erwachsene) und grüne (für Kinder) Gesundheitspass Diabetes gibt den Rhythmus vor, und viele Menschen mit Diabetes halten sich daran. Leider hat Corona auch hier einiges aus dem Takt gebracht.

Aus Angst vor Ansteckung mit dem Virus SARS-CoV-2 haben viele Patienten im vergangenen Jahr ihre Termine abgesagt. Keine gute Lösung, denn eine gute Vorsorge schützt vor schweren COVID-19-Verläufen, betont der Verband der Diabetes Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD). „Der regelmäßige Rhyth- mus der Kontrolltermine sollte keinesfalls ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt bzw. der behandelnden Ärztin unterbrochen werden“, rät der VDBD. Dazu gebe es auch keinen Grund, denn Kliniken, Praxen und Beratungsstellen hätten schnell sehr gut wirksame Hygienekonzepte entwickelt und umgesetzt. Gerade im ambulanten Bereich sei es bislang nicht zu einer Häufung von Infektionen gekommen, erklärt Lars Hecht, Gesundheitswissenschaftler und Vorstandsmitglied des VDBD.

So könnt ihr euch schützen…

Fragt schon bei der telefonischen Terminvereinbarung nach Empfehlungen zur Hygiene beim Arztbesuch. Es kann zum Beispiel sein, dass die Praxis zum Tragen einer FFP2-Maske rät bzw. dies verlangt. Die meisten Arztpraxen haben inzwischen eigene Lösungen entwickelt, um eine Behandlung möglichst ohne Kontakt zu anderen Patienten zu ermöglichen.

Gerade für Patienten mit Diabetes-Folgeerkrankungen sollte Corona also kein Grund sein, Vorsorgeuntersuchungen aufzuschieben.

Welche Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig?

Auf Diabetes-News findet ihr einen Vorsorgeplan: Diabetes-Vorsorgeplan für 2021 .

Wir fassen hier kurz zusammen, welche Untersuchungen zum dreimonatlichen Check-up gehören: 

  • Blutdruck messen
  • HbA1c-Wert ermitteln
  • Spritzstellen überprüfen

Diese Untersuchungen sind für Menschen mit Diabetes 1x jährlich vorgesehen:

  • Cholesterin-Werte bestimmen
  • Laborwerte für Albumin und Kreatinin bestimmen
  • Fußinspektion
  • Augenuntersuchung 

Je nach Befund sind auch Untersuchungen wie ein EKG oder eine Langzeit-Blutdruckmessung wichtig. Das müsst ihr individuell mit eurem Arzt besprechen. Einige Menschen mit Diabetes haben auch mit Depressionen zu tun. Der Diabetes kann außerdem die Sexualfunktion bei Männern und Frauen beeinträchtigen. Weiterhin kann, wenn auch nicht im Diabetes-Vorsorgeplan enthalten, eine Untersuchung der Schilddrüsenfunktion nötig sein. 

Die Mundgesundheit sollte bei Menschen mit Diabetes auch nicht zu kurz kommen. Die Empfehlung hier:  Zweimal jährlich zur Kontrolle – bei Beschwerden wie Zahnfleischbluten so schnell wie möglich.

In dem blauen Gesundheitspass notiert der Arzt eure Ergebnisse aller wichtigen Vorsorgeuntersuchungen, damit er und ihr alles im Blick habt. 

Gesundheitspass Diabetes.pdf

insulin in insulinpumpe

Insuline in Insulinpumpen? Was sagen die Hersteller?

Wenn ein neues Insulin auf den Markt kommt, fragen sich Insulinpumpen- Anwender: „Kann ich das Insulin auch in meiner Insulinpumpe verwenden?“ Wir haben bei den Herstellern nachgefragt, welche Insuline in welchen Insulinpumpen verwendet werden können.

Eines vorweg: Wir können und dürfen an dieser Stelle nicht zu Insulinen beraten. Die Auswahl des Insulins bzw. die Entscheidung darüber obliegt allein der behandelnden Ärztin bzw. dem Arzt. Ob ein Insulin in einer bestimmten Pumpe verwendet werden kann, hängt auch davon ab, ob es in Studien für diese Verwendung getestet wurde. Hier unsere Bestandsaufnahme:

MiniMedTM Insulinpumpen

Medtronic verweist auf die Benutzerhandbücher von MiniMed 640G und 670G. Hier heißt es: „Verwenden Sie ausschließlich schnell wirkendes U-100-Insulin (Huma- log® oder NovoRapid®), das Ihnen von Ihrem Arzt für die Verwendung mit einer Infusionspumpe verordnet wurde.“ Auf unsere Nachfrage nach neuen Insulinen wie Fiasp® oder Lyumjev® kam von Seiten Medtronic keine Aussage. Vorgefüllte Insulinpatronen sind für die MiniMed Insulinpumpen nicht erhältlich.

Insulinpumpen Accu-Chek® Combo und Accu-Chek® Insight

In der Insulinpumpe Accu-Chek Combo können nach Aussage von Roche Diabetes Care alle zugelassenen Pumpeninsuline verwendet werden – auch die schnellen Insuline Fiasp® und Lyumjev®. Für Accu-Chek Combo steht zudem eine vorgefüllte Insulinpatrone mit Insuman® Infusat (Humaninsulin) zur Verfügung.

Für die Insulinpumpe Accu-Chek Insight kommen die beiden vorgefüllten „Pump- Carts“ 1,6 ml mit NovoRapid® und Fiasp® infrage. Es gibt keine Leerampulle zur Verwendung anderer Insuline.

mylifeTM YpsoPump®

Zur Verwendung in der Insulinpumpe mylife YpsoPump listet Ypsomed folgende Insuline auf: NovoRapid®, Humalog®, Apidra® und Fiasp®. Es stehen Leerampullen zum Aufziehen des Insulins zur Verfügung. Zudem passen in die mylife YpsoPump vorgefüllte 1,6-ml-Insulinpatronen mit NovoRapid® und Fiasp®.

Dana Diabecare® RS

„Uns sind keine Einschränkungen bezüglich der Verwendung der Insuline für die Dana RS Insulinpumpe bekannt“, lautet die Antwort von IME-DC auf unsere Anfrage. IME-DC bezieht sich auf die Insuline Insuman® Infusat, NovoRapid®, Insulin Aspart Sanofi®, Humalog®, Insulin Lispro Sanofi®, Liprolog®, Apidra® und Fiasp®.

Omnipod® und Omnipod DASH®

Insulet bezieht sich auf das Benutzerhandbuch: „Die folgenden schnell wirksamen analogen U-100-Insulinpräparate wurden getestet und für die Verwendung im Pod als sicher bewertet: NovoRapid® (Insulin aspart), Fiasp® (Insulin apart), Humalog® (Insulin lispro) und Apidra® (Insulin glulisin). NovoRapid®, Fiasp® und Humalog® können für bis zu 72 Stunden (3 Tage) verwendet werden. Apidra® kann für bis zu 48 Stunden (2 Tage) verwendet werden.“

Besonderheit: Insulin Apidra®

Hier heißt es in der Fachinformation des Herstellers Sanofi: „Das Infusions-Set und das Reservoir für Apidra® sind unter Verwendung einer aseptischen Technik alle 48 Stunden auszutauschen. Diese Anweisungen können von den allgemeinen Anweisungen im Pumpenhandbuch abweichen.“

Hinweis: Alle Angaben basieren auf den Aussagen der genannten Hersteller. Die Insulinpumpe T-slim x2 fehlt in der Liste, da sie nur direkt über die Firma VitalAire erhältlich ist.