Kategorie: Tipps/Erfahrungen

Neuigkeiten zum Eversense XL

Drei super Neuigkeiten zum Eversense XL CGM-System von Roche Diabetes Care

Wir hatten schon mehrfach über das Eversense XL berichtet und ich (Steffi) war selbst in der glücklichen Situation, es einmal Probe tragen zu dürfen, siehe: Erfahrungsberichte über das Eversense XL. Nun gibt es erfreuliche Neuigkeiten zum Eversense XL , die das Langzeit-CGM-System noch interessanter machen und die ihr nicht verpassen solltet!

Bevor wir uns nun aber den tollen Neuigkeiten zum Eversense XL widmen, möchten wir euch noch das neue Video von Matthias Steiner zeigen. Vielleicht beseitigt das noch ein paar eurer Unklarheiten und/oder hilft euch bei der Entscheidung für das Eversense XL CGM-System weiter? Matthias Steiner trägt das System jetzt seit einem Jahr und berichtet regelmäßig von seinen Erfahrungen damit…

Nun wollen wir euch aber nicht weiter auf die Folter spannen…

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Erste super Neuigkeit zum Eversense XL…

Erstattungssituation geklärt: G-BA bestätigt, dass Eversense XL alle Anforderung an ein rtCGM erfüllt und immer mehr Kassen erstatten das System

Eversense XLBisher war die Erstattungssituation in Deutschland leider sehr uneinheitlich. Dadurch erschwerte sich für viele Patienten der Zugang zu Eversense XL. Mit einem Beratungsverfahren hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) aber Klarheit geschaffen. Darin bestätigt das Gremium, dass Eversense XL allen Anforderungen an ein Real-Time-CGM System (rtCGM) entspricht. Damit erfüllt Eversense XL die Voraussetzungen für eine Erstattung durch die deutschen Krankenkassen. Als Unterstützung zur Beantragung der Kostenübernahme ist die Bewertung ab sofort auf www.eversense.de/gba zu finden.

Als weiteren Service stellt Roche Diabetes Care Antworten auf häufige Nachfragen, wie z. B. Datenschutz und Wirtschaftlichkeit, auf www.eversense.de im Bereich „Beantragung und Kostenübernahme“ übersichtlich zur Verfügung.

Gut zu wissen!

Mittlerweile erstattet auch die Techniker Krankenkasse das Eversense XL CGM System. Damit erstatten nun die sechs größten gesetzlichen Krankenkassen das Langzeit-CGM System. Neben diesen gibt es weitere Krankenkassen, die bei Vorliegen einer medizinischen Indikation die Erstattung übernehmen. In Summe können damit 80% der gesetzlich versicherten Menschen mit Diabetes von den Vorteilen profitieren.

Zweite super Neuigkeit zum Eversense XL…

Eversense XL noch genauer: Neuer Smart Transmitter macht es möglich

94 Prozent der befragten Nutzer von Eversense XL sind sich einig: Die Genauigkeit der Glukosemessung ist für sie sehr wichtig1. Die gute Nachricht: Ein neuer Smart Transmitter sorgt ab sofort dafür, dass Eversense XL noch genauer ist – mit einer MARD von 9,4 Prozent über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten2. Das bedeutet eine Verbesserung um zwei Prozentpunkte.

Träumen, genießen, leben – und sich dabei auf das sichere Gefühl verlassen können, das Eversense XL im Alltag mit Diabetes bietet. Dieses Plus an Lebensqualität schätzen viele Nutzer des einzigartigen Langzeit CGM-Systems. Eine wichtige Voraussetzung dafür: Die Messung der Glukosewerte muss möglichst genau sein. Diese erfüllt der Eversense XL Smart Transmitter mit einem neuen Algorithmus, der eine MARD von 9,4 Prozent erreicht – eine Verbesserung um 2 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell. Besonders verbessert wurde dabei die Genauigkeit während der ersten 30 Tage der Anwendung und im kritischen Hypobereich.3

Dritte super Neuigkeit zum Eversense XL…

Eversense XL noch digitaler: Anbindung an Apple Watch 4 verfügbar

Eine weitere Neuerung für Eversense XL Nutzer: Die Eversense App ermöglicht mit dem aktuellen Update eine Anbindung an die Apple Watch 4 – und damit einen noch einfacheren Überblick und mehr Bedienkomfort in allen Lebenslagen.

Für alle Apple Fans gibt es mit dem aktuellen Update der Eversense App ebenfalls Grund zur Freude. Ob diskret im Meeting, aktiv beim Sport oder entspannt auf dem Sofa: Nutzer von Eversense XL haben jetzt auch mit der Apple Watch 4 ihre Glukosewerte immer im Blick – genauso wie Trends, Muster und Warnungen vor zu hohen oder zu niedrige Werten. Und sogar der Batteriestand des Smart Transmitters lässt sich jetzt auf der Apple Watch ablesen. Damit wird durch das App Update ein weiterer Baustein ergänzt, um die Mission von Roche Diabetes Care zu erfüllen: die Vernetzung von digitalen Lösungen für einen besseren Überblick über diabetesrelevante Daten.

Darüber hinaus sind mit dem Update weniger Schritte für die Kalibrierung notwendig und die DND (Do not Disturb)-Funktion für unkritische Alarme wurde erweitert, d.h. Vibrationen auf dem Smartphone und Pop-ups in der App lassen sich einfach blockieren. Die Eversense CGM App ist kostenlos im App Store für iOS-Geräte und bei Google Play für Android-Geräte verfügbar.

Quellen:
1 Telefonische Befragung über Netigate mit über 300 Eversense XL Nutzern im Auftrag von Roche Diabetes Care Deutschland (2018/2019)
2 Aronson et al, Diabetes 2018 Jul; 67(Supplement 1): | DOI: 10.2337/db18-13-OR
3 Kropff et al, Diabetes Care 2017;40:1–6 | DOI: 10.2337/dc16-1525

Gemeinsam Diabetes weiter denken
Das Leben von Menschen mit Diabetes sollte sich nicht um ihre Erkrankung, sondern um sie selbst drehen. Dafür entwickelt Roche Diabetes Care sinnvoll vernetzte und individuell kombinierbare Lösungen, die Menschen in ihrem Alltag mit Diabetes optimal unterstützen und kooperiert mit Partnern, die dasselbe Ziel verfolgen. Für mehr Überblick, bessere Werte, mehr Motivation – und mehr Zeit im Zielbereich. Eversense XL ergänzt die modernen Therapielösungen von Roche Diabetes Care um ein weiteres innovatives Produkt. Roche Diabetes Care vertreibt das Eversense XL CGM System in Kooperation mit dem amerikanischen Hersteller Senseonics exklusiv in Deutschland. Patienten erhalten weitere Informationen zu Eversense unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 7244119 (Mo-Fr, 8-18 Uhr) und auf www.eversense.de.

Über Roche Diabetes Care Deutschland GmbH
Die Roche Diabetes Care Deutschland GmbH ist als eigenständige Vertriebsgesellschaft innerhalb der Roche-Gruppe verantwortlich für Marketing, Verkauf und Kundenbetreuung von modernen Diabetes-Therapielösungen im deutschen Markt. Diese umfassen klassische und Langzeit-Glukosemessung, digitale Dokumentation und Auswertung, smarte Insulinabgabe sowie motivierende Services. Gemeinsam Diabetes weiterdenken – das ist die Mission von Roche Diabetes Care Deutschland. Als Marktführer ist das Unternehmen gestaltende Kraft bei der Versorgung von Menschen mit Diabetes und begleitet Behandler, Versorger und Patienten auf dem Weg in eine digitalisierte Diabetesversorgung der Zukunft: Dank vernetzter moderner Therapielösungen zu mehr Überblick, mehr Zeit, mehr Motivation und verbesserten Therapieergebnissen.

DANA Insulinpumpe: Tipps zur Reservoirbefüllung und zu den Batterien

Die Insulinpumpe DANA Diabecare (RS) des Herstellers SOOIL (Vertrieb in Deutschland über IME-DC) ist bekannt als 62 Gramm leichte, kompakte Insulinpumpe, die dennoch Platz für 300 Insulineinheiten bietet und all das kann, was eine Insulinpumpe eben können muss – und sogar noch ein bisschen mehr. Die komplette Steuerung der Insulinpumpe ist über die App AnyDANA möglich (für Android und iOS), sodass sie im Alltag diskret zu bedienen ist. Sie erlaubt dem Anwender ein mobiles Diabetesmanagement. Die Daten werden schnell, verlässlich und energiesparend via Bluetooth v4.x (BLE) mit der Insulinpumpe ausgetauscht und können auch direkt an den Arzt versendet werden. So weit so gut…

Die DANA unterscheidet sich allerdings in manchen Punkten von anderen Insulinpumpen – und das nicht nur optisch, durch ihren Retro-Look (in Grün oder Grau hier erhältlich). Sie hat auch ein Linksgewinde. Wer etwa den Reservoirfachdeckel auf- und zudreht, muss hierbei andersrum drehen, als gewohnt. Auch der Luer-Anschluss der Infusionssets wird links herum eingeschraubt, weshalb nur entsprechende Infusionssets verwendet werden können.

DANA Gewindestange

Die Gewindestange ist nicht, wie das bei vielen anderen Insulinpumpen der Fall ist, fest eingebaut. Bei der DANA ist die Gewindestange eine separate Komponente, die vor dem Befüllen der Insulinpumpe vom Anwender in das Reservoir gesteckt und korrekt positioniert werden muss. Dem ist auch geschuldet, dass nach der Befüllung manuell die eingefüllte Insulinmenge eingegeben werden muss.

An dieser Stelle geben wir euch dazu ein Infoblatt an die Hand, dass wir von IME-DC erhalten haben:

Infoblatt Reservoirbefüllung und Gewindestange

DANA Reservoir Gewindestange

DANA Batterien

Die Batterien der DANA sind im Diabetes-Fachhandel oder beim Hersteller/Vertrieb selbst erhältlich und halten in der Regel bei Nutzung der Bluetooth-Anbindung etwa 4 Wochen. Bei anfänglich zu geringer Batterieleistung gibt es jedoch einige Tricks, wie die Batteriekapazität wieder reaktiviert bzw. erhöht werden kann. Wir hatten hier berichtet: Infos, Tricks und Tipps zur 3,6 V Batterie der Dana-Insulinpumpe

Die Batterien besitzen eine Haltbarkeit von 36 Monaten ab Herstellung, sollten aber innerhalb von 6 Monaten verbraucht werden. Die Empfehlung des Herstellers soll einen Leistungsabfall bei längerer Lagerdauer verhindern. Der Leistungsschwund muss nicht zwingend eintreten.

Auch zu den Batterien geben wir euch an dieser Stelle ein Infoblatt an die Hand, dass wir vom Hersteller erhalten haben:

Infoblatt Dana Batterie

 

Urlaubsservice für Insulinpumpen – wer bietet eine Urlaubspumpe an?

Endlich Urlaub! (Nicht nur) Mit Diabetes im Gepäck will dieser gut geplant sein, damit man diesen auch entspannt und unbeschwert genießen kann. Hier hatten wir bereits für euch eine Diabetes-Reisecheckliste erstellt, mit der man sich noch mal vergewissern kann, dass man auch nichts Wichtiges an Diabetesbedarf vergessen hat. Zudem hatten wir auch eine Ärztliche Bescheinigung (Medical Certificate) für die Flughafenkontrolle zum Ausdrucken erstellt:

Dokumente zum Download:

Damit seid ihr schon mal gut aufgestellt. Nun haben wir für euch nachgehakt, ob die Insulinpumpenhersteller auch Urlaubspumpen zur Vefügung stellen,  bzw. wie sie beantragt werden und wie hoch ggf. die Gebühren sind.

Die meisten Hersteller versiegeln die Urlaubspumpe in Folie. Dazu vorab, wie auch in der Übersicht unten ersichtlich wird, ein wichtiger Hinweis: Die Versiegelung der Urlaubspumpe darf in der Regel nur geöffnet werden, wenn ein Defekt an der eigenen Insulinpumpe nicht selbst behoben werden kann. Sonst können Kosten entstehen. Haltet bei einem Defekt vorerst besser Rücksprache mit dem Hersteller.

Urlaubspumpen – eine Übersicht

Urlaubspumpe

Dokument zum Download

Hier haben wir für euch die Übersicht zum Download bereitgestellt:

Urlaubsservice für Insulinpumpen – wer bietet eine Urlaubspumpe an?

Diabetes im Sommer: Hitze-Tipps von Ulrike Thurm

Diabetes im Sommer: Endlich wird es warm und die Urlaubszeit beginnt. Ulrike Thurm (Diabetesberaterin und DIASHOP Gesundheitsreferentin aus Berlin) verrät uns Diabetes-Sommer-Tipps, damit seid ihr auch auf hohe Temperaturen gut vorbereitet.

Die Hitze im vergangenen Sommer war für viele Diabetiker eine echte Herausforderung. „Wir hatten in der Praxis jeden Tag mehrere Patienten mit massiven Problemen“, berichtet Ulrike Thurm. „Häufig lag es daran, dass das Insulin im Pen oder in der Insulinpumpe zu heiß und damit unbrauchbar geworden war. Wenn dann bei der Hitze noch ein Flüssigkeitsmangel hinzukommt, kann bei insulinbehandelten Patienten der Blutzucker schnell ansteigen – bis hin zur Stoffwechselentgleisung“, erklärt Ulrike Thurm. Insulin ist ein Eiweiß, es zerfällt bei Temperaturen über 40°C. Im Sommer erreichen wir schon im Schatten oft mehr als 30°C. Wenn das Insulin dann in der Sonne nicht geschützt wird, kann es durch die Hitze schnell unbrauchbar werden.

Insulin vor Hitze schützen

Beschädigtes Insulin ist meistens an einer Eintrübung oder Ausflockung zu erkennen. Auch Katheterverschlüsse bei Insulinpumpen können durch eine Insulinausflockung verursacht werden.

Im Sommer, vor allem wenn es richtig heiß ist, sollte das Insulin nie ohne Kühlung transportiert werden – egal, ob ihr es von der Apotheke nach Hause oder im Insulinpen bzw. in der Insulinpumpe mit euch tragt. Dafür eignet sich z. B. eine Thermoskanne, wenn  ihr das Insulin vor Hitze und Stürzen sichern wollt. Es lohnt sich auch, eine entsprechende Tasche für Diabetesbedarf mit Kühlfunktion anzuschaffen, die man lange verwenden kann.

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Manche Taschen haben ein Kühlelement, das in eine isolierende Folientasche gelegt wird. Lange kühlt so ein Element allerdings nicht. Ulrike Thurm empfehlt ihren Patienten Frio-Taschen, weil es nichts Vergleichbares gibt. Sie halten Insulin ohne Strom und Batterien bis zu 45 Stunden kühl. Verschiedene Größen werden angeboten: für Insulinpens und Insulinpumpen bis hin zum Großformat, in das der Urlaubsvorrat Insulin passt.

Generell darf man Insulinpens, Blutzuckermessgeräte, Teststreifen und weiteren Diabetesbedarf allerdings im Sommer niemals im Auto liegen lassen – auch nicht in einer Frio-Tasche.

Insulinpumpenträgern empfiehlt Ulrike zudem, möglichst kurze Schlauchlängen zu verwenden und den Schlauch immer unter der Kleidung zu tragen, das Insulin in der Pumpe bei diesen Temperaturen nicht länger als 2-4 Tage verwenden, das Reservoir bei geringem Insulinverbrauch nicht voll aufzuziehen. Wer von euch bei diesen Temperaturen über mehrere Stunden in der prallen Sonne arbeiten muss, der sollte auch seine Insulinpumpe schützen (hier findet ihr spezielle Frio Taschen für Insulinpumpen). Pods der Patch-Pumpen und FGM-/CGM-Sensoren sollten abgedeckt, also unter dem T-Shirt getragen und/oder mit einem Tape geschützt werden.

Bei Sensoren kann starke Sonneneinstrahlung zu fehlerhaften Messungen oder einem kompletten Systemausfall führen. Ein weiteres Problem im Sommer, das Insulinpumpenträger und FGM-/CGM-Anwender haben: Infusionssets und Sensoren lösen sich vorzeitig durch Schwitzen.

Hier haben wir euch Praxistipps zu Hautschutz und Fixierung zum Download bereitgestellt: Praxistipps zum Thema Hautschutz und Fixierung

Vorsicht, Ketoazidose-Gefahr!

Dass man bei heißen Temperaturen viel trinken sollte, versteht sich von selbst. Dazu kommt: Bei hohen Blutzuckerwerten (> 180 mg/dl oder 10 mmol/l) verliert der Körper mehr Flüssigkeit. Vor allem bei heißen Temperaturen sollten Typ-1-Diabetiker noch mehr als sonst ein Auge auf den Blutzucker bzw. die Glukosewerte haben und  am besten ein Gerät mitnehmen, mit dem Blutketonwerte gemessen werden können (beim Lesegerät des FreeStyle Libre ist eines eingebaut).

Ab einem Wert von 240 mg/dl (13.3 mmol/l) empfiehlt sich vor allem für Insulinpumpenträger ein Ketontest. Erhöhte Blutzuckerwerte (> 0,6 mmol/l) in Verbindung mit einem positiven Ketontest müssen Ernst genommen werden! Wichtig ist es dann, sich körperlich nicht anzustrengen und Ruhe zu bewahren. Wer sich nicht sicher ist, wie die Behandlung einer Ketoazidose durchgeführt wird, sollte einen Termin mit dem Diabetesteam vereinbaren.

Weitere Hitze-Tipps

Temperaturschutzkappe InsulinpenEs gibt Temperaturschutzkappen für Insulinpens: VIVI Cap1 etwa ist eine wiederverwendbare Kühlkappe für Insulinpens, die die Originalkappe des Pens ersetzt. Passend für FlexTouch, aber auch erhältlich für: FlexPen, KwikPen, SoloStar. Hier mehr dazu: VIVI Cap1.

BoleroAus Bolero-Getränkepulver, kann man sich ein kalorien- und zuckerfreies Eis herstellen. Einfach wie gewohnt mit Wasser anrühren, in Eisförmchen füllen und einfrieren. Weitere Ideen hier: Bolero, mehr als ein Getränkepulver… 24 Beutel gibt es im Mix-Pack für 9,90 €: Bolero Drink Mix

82466_Aquapac_Beutel_1Für den Spaß im Wasser und am Strand: Diabetesbedarf wie der PDM des Omnipod, die Insulinpumpe oder das Lesegerät des FreeStyle Libre kann in den Aquapac-Taschen verstaut werden. Etwa in diesem Beutel (3 Liter Füllvolumen) kostet 17,00 €. 100 % wasserdicht! 85957_Aquapac_Insulinpumpe_1

Weiterhin gibt es für die Insulinpumpe auch die Aquapac Tasche mit Kabelführung. Kabel und Schläuche (der Insulinpumpe) bis 2,5 mm können aus dem Aquapac herausgeführt werden, ohne das Wasser in die Tasche eindringen kann. Der Gürtel ist verstellbar und mit einem Schnappverschluss ausgestattet.

Hybrid-Closed-Loop- Systeme, Marke Eigenbau, Teil 4: Selbsttest AndroidAPS

Es geht weiter mit Teil 4 unserer „Hybrid-Closed-Loop, Marke Eigenbau“-Artikelreihe. Lest dazu zunächst auch:

Heute berichtet Steff (diabetes-leben.com) über ihre eigenen Erfahrungen mit DIY-Loopen. Seit einem halben Jahr testet sie selbst AndroidAPS und seit einiger Zeit auch Loop mit OmniPod (<- dazu im nächsten Teil unserer Artikelserie mehr).

Ein wichtiger Hinweis vorweg: Closed-Loop-Systeme, sprich vollautomatische Systeme, die wie eine künstliche Bauchspeicheldrüse funktionieren, sind in Deutschland noch nicht offiziell für Diabetiker zugänglich, wenn auch bereits sehr weit in der Entwicklung. Hybrid-Closed-Loop-Systeme der Marke Eigenbau entstehen in Eigenverantwortung technisch versierter Diabetiker! Alles geschieht auf eigene Verantwortung. Auch Ärzte dürfen einen nicht zum Verwenden eines solchen Systems raten. Man nutzt die Insulinpumpe beim DIY-Loopen anders als vom Hersteller vorgesehen. Deshalb kann man bei einem Systemversagen nicht den Pumpen- oder CGM-Hersteller zur Verantwortung ziehen. Dieses Haftungsproblem solltet ihr sehr ernst nehmen.

Selbsttest AndroidAPS

Ich (Steff) habe nun seit über 22 Jahren Diabetes Typ 1 und habe seit jeher eigentlich nichts an neuen möglichen und offiziellen Diabetes-Therapiemaßnahmen ausgelassen. Aktuell teste ich nun die „inoffiziellen“ DIY-Loop-Systeme Android APS neben LOOP mit OmniPod. Heute berichte ich zunächst über meine persönlichen (!!!) Erfahrungen mit AndroidAPS, da ich dieses System bereits länger und ausgiebiger getestet habe:

Warum habe ich mich fürs DIY-Loopen entschieden?

Im Großen und Ganzen war ich zwar mit meiner bisherigen Diabetes-Einstellung zufrieden, dennoch gab es zwei Knackpunkte, bei denen ich mir durch den Einsatz eines DIY-Closed-Loop-Systems Verbesserung erhoffte. Zum einen hatte ich nachts zwischen 2 und 5 Uhr häufig mit Blutzuckerspitzen zu kämpfen. Die Betonung liegt hierbei auf „häufig“, da eine Regelmäßigkeit nicht vorhanden war. Ein weiteres Problem bei mir sind starke Blutzuckeranstiege nach dem Sport, insbesondere nach anaeroben Trainingseinheiten.

Installation und Einrichtung

Die Installation und Einrichtung gestaltete sich dank detaillierter und verständlicher Dokumentation in deutscher Sprache recht einfach: Der gesamte Prozess vom ersten Download bis zum ersten Aufruf der Bedienoberfläche dauerte knapp ca. eineinhalb Stunden. Ein gewisses technisches Grundverständnis wird aber vorausgesetzt.

„Open Loop“-Modus

Eine Besonderheit von AndroidAPS sind die Zielvorgaben: In einer Art Tutorial muss der Anwender über mehrere Wochen hinweg Ziele erfüllen, um Funktionen freizuschalten. In den ersten Tagen lief AndroidAPS aus diesem Grund im „Open Loop“-Modus. Das heißt, dass die App lediglich Therapie-Empfehlungen gibt, der Anwender sie aber selbstständig ausführen muss. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass man sich mit der App auskennt, bevor man ihr seine Gesundheit anvertraut.

Bedienoberfläche und Möglichkeiten

Die Bedienoberfläche von AndroidAPS ist zwar nicht besonders schön, aber zweckmäßig. Nach kurzer Einarbeitung findet man sich gut zurecht. In der Hauptansicht werden standardmäßig wichtige Daten wie der Blutzuckerverlauf oder die abgegebene Insulinmenge grafisch und als Text dargestellt. Gut ist, dass man immer sieht, was der Loop im Augenblick tut, also um wie viel Prozent die abgegebene Insulinmenge verändert wurde und für wie lange. Manuelle Eingriffe wie die Bolusabgabe bei Mahlzeiten oder die Eingabe eines temporären Blutzuckerziels beim Sport gehen schnell von der Hand.

Und wie wirkt sich der Loop auf meine Blutzuckerwerte aus?

Seit ich loope verbringe ich fast jede Nacht mit Blutzuckerwerten im Zielbereich, mehr muss ich dazu wohl nicht sagen ;). Hier hat der Loop alle Erwartungen erfüllt. In ruhigen Nächten läuft die Basalrate mit wenigen Anpassungen durch, in „Spitzen“-Nächten reguliert der Loop ordentlich dagegen und das mit Erfolg. Vorbei sind die Zeiten, in denen ich nachts mit katastrophalen Werten aufgewacht bin und mich mühsam runtergespritzt habe. Meine Blutzuckerspitzen nach dem Sport sind leider nach wie vor vorhanden, auch wenn Sie dank Loop nun deutlich harmloser ausfallen und weniger manuelle Eingriffe erfordern. Hier bin ich noch am Tüfteln und der Loop bietet einem dafür allerlei Stellschrauben.

Die Vorteile des Loops liegen auf der Hand und lassen sich kurz zusammenfassen: Mehr Werte im Zielbereich bei weniger manuellen Eingriffen. Neben den handfesten Fakten in Form besserer Werte ist auch das neue Gefühl von Sicherheit ein wichtiger Aspekt. Ist der Loop erst mal richtig eingestellt und hat man ein gewisses Grundvertrauen aufgebaut, muss man sich vor massiven Entgleisungen, egal in welche Richtung, nicht mehr fürchten. Dennoch muss man sich auch im Klaren darüber sein, dass ein Loop nicht gleichbedeutend mit einem Diabetes-Autopiloten ist. Einfach anschalten und laufen lassen führt in den seltensten Fällen zum Ziel.

Würdest du lieber ein offizielles System nutzen?

Oft werde ich gefragt, ob ich keine Bedenken und Sorge habe, ein System zu nutzen, das offiziell so nicht zugelassen ist… Mir ist bewusst, dass die Verantwortung derzeit vollständig bei mir bzw. den „Loopern“ liegt. Hersteller können nicht zur Verantwortung gezogen werden, wenn ihre Hardware anders genutzt wird als von ihnen vorgesehen ist. Mediziner dürfen den Einsatz der Systeme weder empfehlen noch unterstützen. Krankenkassen leisten zwar bei offiziell zugelassenen Systemen und Geräten Unterstützung, werden sich bei Unfällen mit Selbstmach-Systemen jedoch ebenfalls tunlichst heraushalten.

Dennoch loope ich, weil mir meine Gesundheit am Herzen liegt, meine Blutzuckerwerte deutlich besser sind als vorher, mir der Loop im Alltag ein Stück weit mehr Sicherheit gibt, in dem er eben automatisch Insulin abgibt oder rausnimmt, wenn meine Blutzuckerwerte sich erhöhen oder absinken. Wenn so ein Automatismus bereits möglich ist, warum sollte ich ihn nicht nutzen, wenn es mir so viel mehr Lebensqualität schenkt? Das es keine Unterstützung durch Hersteller und Ärzte gibt, fällt nicht so schwer ins Gewicht: Bei Problemen, Fragen oder Anregungen hat die erfahrene Loop-Community ein offenes Ohr, hilft und unterstützt rund um die Uhr. Es ist ein Geben und Nehmen ohne finanzielles Interesse.

Pharmaunternehmen arbeiten bereits mit Entwicklern aus der DIY-Community zusammen…

Ich bin dennoch sehr gespannt, wie sich Akzeptanz und rechtliche Stellung von „Looping“ auch hierzulande verändern wird, wie schnell sich kommerzielle Closed-Loop-Systeme verbreiten und wie sie Diabetes-Management vereinfachen — und uns bei unserem 24-Stunden-Job unterstützen.

Positiv hervorzuheben ist, dass viele Medizintechnik-Unternehmen Entwickler aus der DIY-Community mit einbeziehen. Auf diese Weise fließen die mit den Open-Source-Lösungen gesammelten Erfahrungen in die Entwicklung offizieller Systeme ein. Die Frage ist, ob diese die gleichen Möglichkeiten bieten wie aktuelle DIY-Lösungen. Durch strenge Richtlinien zur Zulassung neuer Therapie-Hilfsmittel ist zu befürchten, dass die Algorithmen der kommerziellen Lösungen weniger individuell anpassbar arbeiten. Zwar sind strenge Richtlinien grundsätzlich nicht verkehrt und für Haftung und Qualitätssicherung wichtig, doch stehen sie dem technischen Fortschritt und den damit verbundenen Möglichkeiten der Diabetiker leider noch im Weg.