Diabetes Typ F: Ob Kind, Mutter, Vater, Geschwister, der Partner oder Haustiere – (Familien-)Angehörige haben es nicht immer einfach mit uns Typ-1-Diabetikern. Bei mir wurde Diabetes mit 14 Jahren diagnostiziert, für meine Eltern war das keineswegs einfach. Ich bin mir sicher: Es war fast schlimmer als für mich. Sie haben mir nicht nur das Leben geschenkt, sondern auch bereits mehrfach gerettet, denn mein Blutzucker war schon immer ein Rebell und ich damals 😉 auch. So hatte ich drei Unterzuckerungen mit Bewusstlosigkeit, die meine Eltern miterlebten, zwei zusätzlich mein Mann.

Heute habe ich glücklicherweise keine Hypo-Warhnehmungsstörung mehr. Damals war das schon ein Problem. Dennoch ist auch heute die Sorge noch groß, auch wenn neue Therapiehilfsmittel uns Diabetikern das Leben sehr erleichtern und ein Teil der Sorgen nehmen. Man darf den Diabetes deshalb keineswegs auf die leichte Schulter nehmen.

Ich finde es sehr wichtig, wenn das Umfeld aufgeklärt ist und weiß was zu tun ist, besonders wie sie mir in bestimmten Situationen helfen können. Es gibt so viele andere Dinge, die Typ F mit uns Diabetikern im Alltag erlebt. An dieser Stelle seien mal ein paar Beispiele genannt, ihr dürft gerne ergänzen:

Diabetes Typ F

Diabetes Typ F: Ob Kind, Mutter, Vater, Geschwister, der Partner oder Haustiere – Angehörige haben es nicht immer einfach mit uns Diabetikern.

Typ F und das Stimmungsbarometer Blutzucker…

Abgesehen von der Angst vor schweren Unterzuckerungen, vor der Bewusstlosigkeit müssen viele Typ-F-Diabetiker die Gereiztheit, die oftmals als Symptom auftritt, aushalten. Bei einer Hypo bin ich manchmal streitsüchtig, auf Krawall gebürstet ohne jeglichen Grund. Tipp: Wir haben eine Regel eingeführt: Alles was ich während einer Hypo gesagt habe, das habe ich nicht gesagt 😉. Übrigens: Unsere Kater verstecken sich lieber, wenn ich unterzuckert bin. Sie merken das natürlich auch, das etwas nicht stimmt.

Typ F und die Sache mit der Geduld…

Wenn meine Insulinpumpe, das Blutzuckermessgerät, CGMS, FGMS o. ä. nicht funktionieren, ich ohne Insulin irgendwo festsitze, raste ich aus. Klarer Fall für Diabetes Typ F, die mir das Insulin bringen, die Gerätschaften reparieren, den Service anrufen, während ich mich noch über die Technik oder mich selbst ärgere und alles verfluche ;). Kommentar von meinem Mann: Immer wieder faszinierend, wie sich scheinbar unumgängliche Weltuntergänge innerhalb weniger Minuten mit etwas Ruhe und überlegtem Handeln beheben lassen ;).

Die Sache mit dem Humor, den man nie verlieren sollte!

Wir bringen viel Humor ins „Spiel“. Denn diesen sollte man nie verlieren, vor allem dann nicht, wenn man sich in Selbstmitleid verstrickt. Es kommt schon mal vor, dass mir einfach zum Heulen zu Mute ist.

Kritik vom Typ F

Kritik in Sachen Diabetes kann ich gar nicht gebrauchen, sie ist aber notwendig. Genau wie in anderen Lebensbereichen auch. Dadurch wird mir klar, welche Dinge ich verändern muss, damit es besser läuft.

Der 24-Stunden-365-Tage-im-Jahr Diabetes

Der Diabetes ist ein Vollzeit-Job und stellt uns Tagtäglich vor neue Herausforderungen. Es ist wichtig gemeinsam mit Typ F einen Weg zu finden, sich nicht unterkriegen zu lassen (die Gefahr ist vor allem bei Folge- und Begleiterkrankung leider viel zu groß). Dazu gehört im Alltag sicher auch Humor, Geduld, Verständnis aber auch Kritik.

Typ F macht schon eine Menge mit uns mit ;)! Wie soll man Typ F dafür danken? Das ist schier unmöglich!
Wichtig ist, dass sich Handeln und Denken im Alltag natürlich nicht nur um und mit dem Diabetes dreht. Auch Typ F braucht unsere Hilfe und und unseren Beistand. Und uns kann es übrigens auch mal schlecht gehen, wenn der Blutzucker völlig in Ordnung ist ;).

In diesem Sinne: Akzeptieren wir den Diabetes als unseren ständigen Begleiter, lassen ihn unseren Alltag aber nicht beherrschen, oder?