Diabetiker und ihre Insulin-Abhängigkeit: Schlimm!

Ja ja Diabetiker und ihre Insulin-Abhängigkeit: Schlimm! Mit Diabetes wird es nicht langweilig, garantiert nicht. Sicher kennt ihr ähnliche Situationen, wie ich sie aktuell wieder einmal im Schwimmbad erlebt habe. Ob ich mir doch noch mal auf die Stirn schreibe, dass ich Diabetes habe und auf externes Insulin angewiesen bin?

Insulin-Abhängigkeit
Diabetiker und ihre Insulin-Abhängigkeit

Wieso, ist doch ganz normal! Alltagsgeschäft eines Diabetikers

Kürzlich war es wieder soweit, dass ich meinen Pod meiner OmniPod-Insulinpumpe (Patch-Pumpe) wechseln musste. Alltags-Geschäft eines Diabetikers eben. Ohne groß darüber nachzudenken, habe ich mein Insulin und einen neuen Pod aus meiner Tasche geholt. Habe mit der Spritze das Insulin aus der Ampulle aufgezogen, ohne überhaupt eine Sekunde in meinem Trott darüber nachzudenken, dass ich mich in einem Sport-Schwimmbad befinde. In diesem fanden am besagten Tag auch noch Wasserball-Meisterschaften statt. Das Problem an der Sache ist, dass Insulin auf der Dopingliste steht.

Na ja und für mich, meinen Mann, meine Familie, meine Kollegen und meine Freunde mag es „normaler“ Alltag sein, dass ich Insulin spritzen/“pumpen“ muss, aber eben nicht für Außenstehende. Das vergesse ich in meiner Hemmungslosigkeit oft. Natürlich sind „Außenstehende“ erst mal verwundert, wenn da jemand mit Spritzen, Nadeln, Sensoren, Insulin und sonstigen Gerätschaften hantiert.

Alle Blicke waren auf mich. Ich und meine Insulin-Abhängigkeit: Schlimm!

Es dauerte in besagter Situation im Schwimmbad jedenfalls nicht lange, bis mal wieder alle Blicke der Damen in der Umkleide auf mich gerichtet waren. „Diabetiker und ihre Insulin-Abhängigkeit: Schlimm!“, dachte ich mir nur. Etwas überrascht stammelte ich mir einen zurecht, dass ich Diabetes habe und auf Insulin angewiesen bin. keine Ahnung, ob sie mir das geglaubt haben. In dem Moment war ich allerdings froh, dass ich nicht vorhatte, an dem Turnier teilzunehmen ;). Ehrlich gesagt war ich etwas genervt, mich für den Diabetes rechtfertigen zu müssen, vor allem dann wenn dieser mich selbst gerade mit Wertechaos auf Trab hält.

Dann habe ich auch keine große Lust auf große Erklärungen, zumal es auch nicht einfach ist, Diabetes Typ 1 auf die Schnelle zu erklären. Mir ist diese Krankheit oft selbst ja noch (auch nach 20 Jahren) ein Rätsel!

Auch in Schulzeiten hatte ich solche Situation schon erlebt, beispielsweise als mich jemand mal auf der Toilette beim Spritzen mit Insulin „erwischte“. Ich durfte mich dafür beim Schuldirektor erklären, der wie ich, glücklicherweise dafür nach langen Erläuterungen und ausgehändigten „Beweismaterial“ nur ein Schmunzeln übrig hatte ;).

Habt ihr auch schon ähnliches erlebt?

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