Insulinpumpe und Duschen: Beim Waschvergnügen macht die Pumpe eine kurze Pause

Insulinpumpe-und-Duschen
Wer zu abkoppelbaren Kathetern greift, kann die Pumpe problemlos vor dem Duschen ablegen und sie anschließend wieder ankoppeln. ©Uta Herbert / PIXELIO

Gerade Neu-Pumpenträgern stellt sich häufig die Frage, ob sie ihre ständige Begleiterin vor dem Gang unter die Dusche ablegen sollen. Sicherlich könnte man manche Modelle, die vom Hersteller als „wasserdicht“ deklariert werden, mit unter die Dusche nehmen. Allerdings muss bedacht werden, dass die Wasserdichtigkeit der Insulinpumpe durch den täglichen Einsatz und die starke Beanspruchung im Lauf der Zeit beeinträchtigt werden kann.

Und unter uns gesagt: Eigentlich stört die Pumpe doch beim Duschen. Wer zu abkoppelbaren Kathetern greift, kann die Pumpe problemlos vor dem Wasserkontakt ablegen und sie anschließend wieder ankoppeln, ohne einen neuen Katheter setzen zu müssen. Angst vor einer Insulinunterversorgung braucht man nicht zu haben: Wenn die Insulinpumpe etwa 30 bis maximal 60 Minuten lang abgelegt wird, ist die Versorgungslücke so gering, dass in der Regel keine Therapieanpassung nötig ist.

1 comment

  1. Das stimmt so leider nicht, auch wenn es immer wieder behauptet wird. Das Ablegen der Pumpe über kürzere Zeit macht zwar i.d.R. nichts, aber das Wiederankoppeln des Katheters ist nicht problemlos, wenn man ihn „einfach so“ wieder ankoppelt! Es dauert nämlich eine Weile, bevor soviel Druck aufgebaut ist, dass der Insulinfluss normal weitergeht. Das hat „Lücken“ in der kontinuierlichen Insulinversorgung zur Folge, die je nach Insulinresistenz des Diabetikers erhebliche Folgen für den BZ haben können.
    Man sollte daher versuchen, über das Katheter-Füllprogramm etwas Insulin durchlaufen zu lassen und erst dann den Katheter wieder waagerecht anzukoppeln. Noch besser ist es jedoch, diese Katheter nicht zu verwenden. Man kann mit Pumpe in einer speziellen Duschtasche duschen oder man nutzt den Duschvorgang zum sowieso häufig anfallenden Katheterwechsel. Leider gibt es kaum noch vernünftige Katheter mit Stahlnadeln, die nicht abkoppelbar sind und somit sicherer. Ich habe schon mit Roche diskutiert, es geht eben eher nach den“Bedürfnissen der Patienten“ bzgl. Bequemlichkeit, (Marketing-Gesichtspunkte) als nach Sicherheit und zuerlässigem Funktionieren. Wobei mein Bedürfnis eher NICHT vorrangig die Bequemlichkeit auf Kosten der Sicherheit ist…. Ich habe schon oft genug Theater mit Kathetern gehabt und weiß, wovon ich spreche, habe seit 1968 Diabetes und seit 1985 eine Insulinpumpentherapie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.