Auf die richtige Technik kommt es an, denn Luftblasen haben im Reservoir nichts zu suchen.

Auf die richtige Technik kommt es an, denn Luftblasen haben im Reservoir nichts zu suchen.

Hallo, mein Name ist Nina. Seit einem guten Jahr bin ich endlich stolze Insulinpumpenträgerin. In der Anfangsphase meiner Pumpentherapie habe ich meine Diabetesberaterin mit meiner ständigen Fragerei bestimmt gewaltig genervt. Seit wenigen Wochen fühle ich mich selbst ein wenig wie eine Pumpenexpertin, da ich nun meiner Freundin Kerstin – einem Pumpenneuling – beratend zur Seite stehe. „Nina“, meinte sie neulich. „Beim Befüllen des Reservoirs bilden sich immer mal wieder Luftblasen. Woran liegt das?“

Nach einem kurzen Blick in meine Aufzeichnungen – ich bin ein Profi in Sachen Insulinpumpentherapie-Buchführung – antwortete ich ihr in etwa folgendem Wortlaut: „Luftblasen können in das Reservoir gelangen, wenn Du das Insulin zu schnell aufgezogen hast, wenn das Insulin zu kalt war oder wenn Du bei einer vorherigen Reservoirbefüllung Luftblasen in die Ampulle gedrückt hast.“ So weit, so gut.

„Ach so“, befand Kerstin. „Jetzt kann ich mir vorstellen, woran es lag. Aber, wenn ich Dich gerade an der Strippe habe, muss ich eigentlich bei jedem Katheterwechsel den Schlauch mit austauschen?“ „Nein musst Du nicht“, erklärte ich ihr, und zitierte meine Diabetesberaterin: „So verbrauchst Du nur unnötig Unmengen an Insulin. Es genügt, den neuen Katheter zu setzen sowie den Schlauch wieder anzukoppeln. Und bitte nicht vergessen, die Kanüle zu füllen. Den Schlauch kannst Du durch einen neuen ersetzen, wenn das Reservoir leer ist.“

Nach diesem Telefonat und ganz vielen Dankesbekundungen, die mir meine Freundin entgegenbrachte, lehnte ich mich entspannt zurück. Ein wenig stolz, sagte ich zu mir selbst: „Die private Diabetesberatung ‚Nina‘ hat für heute geschlossen…“