Diabetes & Silvester: Egal, ob eine durchtanzte Nacht auf der Partymeile, ein Mehrgänge-Menü in gepflegtem Ambiente oder ein Fondue- oder Raclette-Abend mit Familie oder Freunden in den eigenen vier Wänden: Als große Herausforderung für alle „Zuckersüßen“ entpuppt sich Silvester. Wenig Schlaf trifft auf gutes Essen sowie auf Alkohol. Aus diesem Grund lauert in dieser Nacht der Nächte besonders die Gefahr, von einer Über- (Hyperglykämie) oder Unterzuckerung (Hypoglykämie) heimgesucht zu werden. Selbstverständlich müssen Diabetiker an Silvester kein abstinentes Dasein fristen. Wer sich an ein paar Spielregeln hält, darf mit Vollgas ins neue Jahr rutschen.

Diabetes & Silvester

Diabetes & Silvester: Das Team von Diabetiker.Info wünscht allen „Zuckersüßen“ einen guten Rutsch ins neue Jahr. © kiono / Fotolia


Auf der einen Seite lassen geselliges Beisammensein in gemütlicher Runde, wo sich kaum bewegt wird und reichhaltige Speisen serviert werden, den Blutzucker ansteigen. Auf der anderen Seite führt eine durchtanzte Silvesterparty in Kombination mit dem Genuss von alkoholischen Getränken dazu, dass die Werte in den Keller rauschen. Aus diesem Grund sollten Partygänger, die um die Häuser ziehen, für den Fall der Fälle unbedingt Traubenzucker oder sonstige Not-BE parat haben.

Und bitte nie auf nüchternen Magen zu Alkohol greifen. Wichtig ist es, regelmäßig den Blutzucker zu überprüfen sowie zu Sekt, Wein, Bier und Co. eine Kleinigkeit, wie ein belegtes Schnittchen, ein paar Kartoffelchips oder ein Häppchen vom Buffet, zu sich zu nehmen. Zudem sollten es alle Nachtschwärmer mit dem Genuss von alkoholischen Getränken nicht übertreiben, da es im schlimmsten Fall zu einer Übersäuerung (alkoholische Ketoazidose) mit Stoffwechselentgleisung kommen kann.

Wer an Silvester dennoch gehörig über die Stränge geschlagen hat, muss bedenken, dass selbst am Neujahrstag noch heftige Hypos drohen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte der Blutzucker vor dem Schlafengehen höher als der übliche Zielwert ausfallen. Dieser sollte nicht unter 180 mg/dl (10 mmol/l) liegen, damit keine Unterzuckerung die süßen Träume stört. Insulinpumpenträger haben es dabei gut: Sie können, bevor sie in Morpheus Arme sinken, ihre temporäre Basalrate absenken.