Im Zeichen des Diabetes steht Mitte September die bayerische Landeshauptstadt: Mit über sechs Millionen Betroffenen in Deutschland ist Diabetes sprichwörtlich zur Volkskrankheit geworden. Vom 11. bis zum 20. September wird sich in zahlreichen Veranstaltungen in München mit der Thematik befasst. Ziel ist es, Patienten und Laien besser über Diabetes und dessen Prävention zu informieren sowie die internationale Forschung stärker zu vernetzen.

Diabetes-Welt

Vom 11. bis zum 20. September steht München im Zeichen des Diabetes. © Dirk Vonten/Fotolia


Aufgrund der rasanten Ausbreitung von Diabetes mellitus (weltweit etwa 400 Millionen Betroffene) hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den diesjährigen Internationalen Gesundheitstag der Zuckerkrankheit gewidmet. Und auch Bayern nimmt verstärkt den Kampf gegen die Krankheit auf. Speziell im September wird München zum Mittelpunkt der internationalen Diabetologie – mit der Ausrichtung des größten Diabetes-Kongresses weltweit, der mit zahlreichen Veranstaltungen verbunden ist.

Für Patienten und Interessierte

Um das Thema Diabetes prominent in die Öffentlichkeit zu tragen, findet am 14. September ein großer Diabetes-Markt auf dem Odeonsplatz in München statt; Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die Schirmherrschaft übernommen. Organisiert von der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und dem Diabetesinformationsdienst des Helmholtz Zentrums München, erhalten Passanten an mehreren Ständen Informationen zu gesunder Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und innovativen Therapieansätzen. Zudem präsentieren Experten neueste Erkenntnisse aus der Forschung zu Typ-1- und Typ-2-Diabetes und beantworten Fragen. Besucher können ihr Diabetesrisiko testen sowie Blutzucker, Blutfette, HbA1c-Wert und Blutdruck messen lassen.

An Diabetiker und deren Angehörige richtet sich der Patiententag Diabetes am 17. September im Klinikum rechts der Isar, zu dem der Diabetesinformationsdienst bittet. Die vom Helmholtz Zentrum München betriebene Informationsplattform will verständlich und unabhängig über aktuelle Ergebnisse der Diabetes-Forschung aufklären. Beim mittlerweile vierten Patiententag berichten Experten über neue Behandlungskonzepte und Technologien, Ansätze für regenerative Therapien sowie Möglichkeiten der Früherkennung und Prävention durch Lebensstiländerung.

Für Forscher, Ärzte und Nachwuchswissenschaftler

Weltweit suchen zahlreiche Wissenschaftler mit Hochdruck nach neuen Möglichkeiten, um Diabetes besser zu behandeln oder gar frühzeitig zu verhindern. Eine Vernetzung der internationalen Forschungsaktivitäten ist dabei extrem wichtig. Daher werden sich über 20.000 Spitzenforscher und Diabetologen in München treffen, um Forschungsergebnisse auszutauschen und neue Therapieansätze zu diskutieren.

Anlass dazu bietet der weltweit größte Diabetes-Kongress, die 52. Jahrestagung der EASD (European Association for the Study of Diabetes). Als Tagungspräsident fungiert Professor Dr. Hans Hauner, Leiter des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin der TU München und Vorsitzender der DDS. Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt haben im Vorfeld der Jahrestagung Gelegenheit zu einem exklusiven Austausch mit prominenten Diabetesforschern bei der vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung organisierten DZD Diabetes Research School.

Zum mittlerweile vierten Mal zieht auch die Helmholtz-Nature Medicine Diabetes Conference zahlreiche international renommierte Wissenschaftler nach München. Das alljährliche Zusammentreffen im Lenbach Palais ist ein fester Bestandteil im Terminkalender der Stoffwechsel-Experten großer Institutionen, wie Cambridge, Harvard oder Yale. Zudem läuft in Garmisch-Partenkirchen eine weitere Diabetes-Fachtagung: Beim Islet Study Group Meeting der EASD 2016 widmen sich die Teilnehmer vornehmlich neuen Ergebnissen zu den Insulin produzierenden Inselzellen der Bauchspeicheldrüse.

Die Veranstaltungen im Überblick: