Insulinpumpenträger sollten ihr soziales Umfeld ins Vertrauen ziehen. © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Insulinpumpenträger sollten ihr soziales Umfeld ins Vertrauen ziehen. ©Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO

Als Tina ihre erste Insulinpumpe bekam, hüllte sie sich vorerst in Schweigen. „Nur meine Eltern und mein Freund wussten anfangs darüber Bescheid“, erzählt sie. „Ich hatte zunächst mit mir selbst und dem Fremdkörper, der mich fortan auf Schritt und Tritt begleiten sollte, zu kämpfen.“ Ihre Diabetesberaterin überzeugte die frischgebackene Pumpenträgerin schließlich, offen mit der Insulinpumpentherapie umzugehen. Sie machte der Typ-1-Diabetikerin klar, dass die eigene Unsicherheit und Skepsis gegenüber dem Gerät schneller weichen, wenn Familie, Freunde und Arbeitskollegen eingeweiht werden.

„Meine Diabetesberaterin erklärte mit, dass es auch für mich beruhigend sei, wenn mein soziales Umfeld über ein gewisses Know-how in Sachen Pumpentherapie verfügt“, betont Tina, die Angst davor hatte, sich mit ihrer Pumpe zu sehr in den Vordergrund zu rücken. Schnell sei ihr bewusst geworden, dass dies nicht der Fall war. „Meine Freunde und Bekannten waren mir dankbar dafür, dass ich sie in Kenntnis gesetzt habe. Eine Arbeitskollegin verriet mir in einem Vier-Augen-Gespräch, dass sie es sich hätte nie verzeihen können, wenn sie in einer Notfallsituation falsch gehandelt oder diese fehlinterpretiert hätte“, berichtet die gelernte Bankkauffrau, die sich mittlerweile zu einem richtigen Insulinpumpenprofi gemausert hat.

„Ich kann nur jedem Pumpenträger raten, sein Umfeld über diese Therapieform zu informieren“, sagt Tina. Dies gelte besonders für Kinder und Jugendliche, die eine Pumpe tragen. „Deren Eltern sollten unbedingt Kindergärtner, Lehrer oder Sporttrainer über die vorliegende Situation unterrichten, damit diese wissen, wie im Fall des Falles zu handeln ist.“

Ensprechende Lektüre zur Insulinpumpentherapie finden Sie hier!