Hohe Blutzuckerwerte: Wie kann ich eine Ketoazidose verhindern?

Insulin Ketoazidose

Wenn der Blutzucker kontinuierlich ansteigt, kann dies bei Menschen mit Typ-1-Diabetes im schlimmsten Fall zu einer Ketoazidose führen.

Dass der Blutzucker nach einer Mahlzeit in Bereiche über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) steigt, ist erst einmal nicht ungewöhnlich. Problematisch kann es werden, wenn sich keine Tendenz nach unten zeigt und es zu einem Insulinmangel im Körper kommt, der mit dem Abbau von Ketonkörpern verbunden ist. Erste Anzeichen sind Durst, Harndrang und Müdigkeit.

Jetzt heißt es: Rechtzeitig handeln, damit sich aus einer Hyperglykämie keine Ketoazidose entwickelt.

Ketonwerte kontrollieren

Ab einem Wert von circa 240 mg/dl  (13,3 mmol/l) sollten vor allem Insulinpumpenträger unbedingt einen Ketontest durchführen. Am besten geeignet ist ein Messgerät, das neben dem Blutzucker auch Blutketone messen kann. Der Grenzwert für Blutketone liegt bei 1,1 mmol/l – ab diesem Wert spricht man von einem positiven Ketontest. Bei Urin-Teststreifen zur Messung der Ketone liegt ein positives Ergebnis vor, wenn der Test mindestens ++ ergibt.

Frag dein Diabetesteam

Erhöhte Blutzuckerwerte in Verbindung mit einem positiven Ketontest müssen unbedingt ernst genommen werden. Wichtig ist, sich körperlich nicht anzustrengen und Ruhe zu bewahren. Wenn Sie in der Diabetesschulung ein Schema zur Eigenbehandlung erhalten haben, können Sie danach vorgehen. Nicht alle Diabetesteams empfehlen allerdings eine solche Eigenbehandlung der Ketoazidose. Besprechen Sie dies am besten rechtzeitig mit Ihrem Arzt.

Insulinpumpe ablegen

Insulinpumpenträger sollten auf keinen Fall weiter Insulin über die Pumpe abgeben, da die Fehlerquelle auch in der Insulinpumpe bzw. dem Infusionsset verborgen sein könnte, z. B. in Form einer defekten Ampulle oder einer großen Luftblase im Schlauch. Dies muss kontrolliert werden, bevor die Insulinpumpe später wieder angelegt wird.

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