Tag: Tipps für Hypo

Hypo im Sommer

Unterzuckerung bei Diabetes: Tipps für dich und deine Angehörigen und praktische Hypohelfer

Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie oder kurz „Hypo“) gehört für viele Menschen mit Diabetes leider zum Alltag. Dank moderner Diabetes-Technologie sind schwere Unterzuckerungen heute zwar deutlich seltener als noch vor einigen Jahren, dennoch lassen sie sich nicht immer vermeiden. Umso wichtiger ist es, dass Angehörige wissen, wie sie im Ernstfall richtig reagieren.

Warum kommt es zu einer Hypo?

Eine Unterzuckerung entsteht, wenn der Blutzucker zu stark absinkt. Häufige Ursachen sind:

  • zu viel Insulin
  • zu wenig Kohlenhydrate
  • ungewohnte körperliche Aktivität oder Sport
  • Alkohol
  • hohe Temperaturen, die die Insulinaufnahme beschleunigen können

Gerade im Sommer lohnt es sich deshalb, den Glukoseverlauf besonders aufmerksam im Blick zu behalten. Wärme erweitert die Blutgefäße, wodurch Insulin schneller aufgenommen werden kann. Gleichzeitig bewegen sich viele Menschen mehr oder verlieren durch Schwitzen Flüssigkeit – beides kann den Blutzucker beeinflussen.

Moderne Technik hilft – ersetzt Aufmerksamkeit aber nicht

Kontinuierliche Glukosemesssysteme (CGM) und moderne AID-Systeme (Automated Insulin Delivery) haben den Diabetes-Alltag sicherer gemacht. Sie warnen frühzeitig vor sinkenden Glukosewerten oder reduzieren die Insulinabgabe automatisch, bevor eine Unterzuckerung entsteht.

Dennoch können Hypos weiterhin auftreten – etwa beim Sport, nach Alkohol oder wenn Kohlenhydrate falsch eingeschätzt wurden. Deshalb solltest du die typischen Anzeichen kennen.

Anzeichen einer Unterzuckerung

Eine Hypo kann sich unterschiedlich bemerkbar machen. Häufige Symptome sind:

  • Zittern
  • Schwitzen
  • Heißhunger
  • Herzklopfen
  • Konzentrationsstörungen
  • Verwirrtheit
  • ungewöhnliche Gereiztheit oder Stimmungsschwankungen

Sinkt der Blutzucker weiter ab, können Betroffene bewusstlos werden oder Krampfanfälle entwickeln.

Was Angehörige tun können

Bleib möglichst ruhig und sprich die betroffene Person an. Ist sie noch ansprechbar und kann sicher schlucken, helfen schnell wirksame Kohlenhydrate. Bewährt haben sich beispielsweise Traubenzucker oder flüssige Kohlenhydrate.

Kann die Person nicht mehr sicher schlucken oder ist bewusstlos, dürfen keine Lebensmittel oder Getränke gegeben werden. Verständige sofort den Rettungsdienst (112).

Ist ein Glukagon-Nasenspray vorhanden, kann dieses auch von medizinischen Laien einfach angewendet werden. Im Gegensatz zu früher muss hierfür keine Spritze vorbereitet werden. Das macht die Behandlung einer schweren Unterzuckerung für Angehörige deutlich einfacher.

Hypohelfer für unterschiedliche Situationen

Nicht jeder Hypohelfer passt zu jeder Alltagssituation. Deshalb kann es sinnvoll sein, verschiedene Produkte griffbereit zu haben. Ein paar Beispiele: 

SugrSugr Carb Shot enthält flüssige Kohlenhydrate und lässt sich besonders einfach einnehmen – praktisch beim Sport, auf Reisen oder unterwegs. Durch die Kombination verschiedener Kohlenhydrate kann der Blutzucker nicht nur schnell ansteigen, sondern auch etwas länger stabil bleiben. Hier mehr erfahren.

Dextro Energy Energy Gums sind eine leckere Alternative zum klassischen Traubenzucker. Mit ihrer fruchtgummiähnlichen Konsistenz lassen sie sich angenehm kauen und gut portionieren – ideal für alle, die klassischen Traubenzucker weniger mögen. Hier mehr erfahren.

Hyporest ist eine clevere Hilfe für die Nacht. Wenn du dich nach dem abendlichen Zähneputzen gegen eine mögliche Unterzuckerung absichern möchtest, findest du darin eine praktische Lösung. So musst du nach einer nächtlichen Hypobehandlung nicht unbedingt erneut zur Zahnbürste greifen. Hier mehr erfahren. 

Tipp: Platziere Hypohelfer an verschiedenen Orten – zum Beispiel im Auto, am Bett, in der Handtasche, im Rucksack oder beim Sport. So sind sie im Ernstfall schnell zur Hand.

Vorbereitung gibt Sicherheit

Eine schwere Unterzuckerung ist für alle Beteiligten eine belastende Situation. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein. Sprich als Familie offen darüber, was im Notfall zu tun ist, wo Hypohelfer aufbewahrt werden und ob ein Glukagon-Nasenspray vorhanden ist.

Denn eines ist sicher: Wer vorbereitet ist, kann im Ernstfall schneller und sicherer handeln – und genau das kann entscheidend sein.