Typ-1-Diabetiker Michael hakte nach: Dürfen „Zuckersüße“ eigentlich Blut spenden?

Diabetes-und-Blutspenden
Insulinpflichtige Diabetiker dürfen leider kein Blut spenden. ©Rike / PIXELIO

Als ich neulich meine Tageszeitung durchblätterte, stieß ich auf einen Flyer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der auf den nächsten Blutspendetermin in unserer Kleinstadt aufmerksam machte. Nach einiger Zeit des Nachdenkens, überlegte ich mir, dass ich mich ja mal dazu aufraffen könnte, mir ein wenig Lebenssaft abzapfen zu lassen. Blut rettet schließlich Leben.

Ich erzählte meiner Frau von meinem Vorhaben, die mich wiederum mit skeptischem Blick musterte und mir entgegnete: „Darfst Du das als Typ-1-Diabetiker überhaupt?“ Gute Frage, nächste Frage. Also griff ich zum Telefon und wählte die Nummer des DRK-Blutspendedienstes.

Am anderen Ende der Leitung erklärte mir eine nette Dame, dass Diabetes grundsätzlich kein Ausschlusskriterium für die Blutspende darstelle. Allerdings dürften Typ-1-Diabetiker, die logischerweise insulinpflichtig sind, generell nicht zur Blutspende zugelassen werden. Gleiches gelte für Typ-2-Diabetiker, die sich Insulin injizieren. Die Begründung? Bei diesen beiden Gruppen bestehe die Gefahr, dass der Blutzucker im Stress- oder Kollapsfall entgleisen könnte. Zudem berge die Selbstinjektion mit fraglicher Sterilität ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Für Typ-2-Diabetiker, die ihre Werte dank Diät oder der Einnahme eines oralen Antidiabetikums im Griff haben, bestehe dem gegenüber die Möglichkeit, Blut zu spenden.

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1 comment

  1. Die Begründung finde ich schwach. Eine Blutspende ist nicht stressig, wieso sollte mir da mein Zucker entgleisen? Die ist das Risiko für Kreislaufprobleme bei unfitten Menschen ohne Diabetis höher, die dürfen aber Spenden… Und wenn ein Infekt wegen der „fraglichen Sterilität“ der Injektion anliegt fällt das doch bei den Schnelltests auf, die sowieso vor jeder Spende gemacht werden, oder? Auch hier: Infekte kann auch jeder nicht Diabetiker haben und damit zur Spende gehen …

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