Häufig werden Eltern vor große Probleme gestellt, wenn sie ihren an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankten Sprössling in den Kindergarten schicken möchten. © S.v.Gehren / pixelio.de

Häufig werden Eltern vor große Probleme gestellt, wenn sie ihren an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankten Sprössling in den Kindergarten schicken möchten. ©S.v.Gehren / PIXELIO

Es war einmal ein kleiner Junge. Dieser junge Mann war aufgeweckt, besuchte gerne den Kindergarten und verhielt sich so, wie andere Jungs in seinem Alter. Leider richtete sich sein körpereigenes Immunsystem plötzlich gegen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und zerstörte diese. Seine Eltern, die von der Diagnose „Diabetes mellitus Typ 1“ geschockt waren, suchten umgehend Hilfe bei einer ihnen empfohlenen Diabetesberaterin.

Diese nette Dame schrieb eine Menge Gutachten und leitete alles in die Wege, damit der Fünfjährige eine Insulinpumpe vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) genehmigt bekam. Mit einer Engelsgeduld schulte die Diabetesberaterin ihren Schützling und dessen Familie in puncto Insulinpumpentherapie.

Die Tage schritten ins Land. Dem kleinen Jungen wurde es Zuhause langweilig. Er wünschte sich nichts sehnlicher, als seine Spielgefährten im Kindergarten wiederzusehen. Jedoch reagierten die Betreuer wie gesetzlich veranschlagt, indem sie Abstand von der pumpentechnischen Betreuung des kleinen Diabetikers nahmen. Wer sollte nun im Fall der Fälle beispielsweise den Wechsel des Katheters oder die Bedienung der Insulinpumpe bei anstehenden Mahlzeiten übernehmen? Da war guter Rat teuer: Schließlich mussten beide Elternteile ihrem Beruf nachgehen.

Ein Pflegedienst sollte die Lösung des Problems herbeiführen. Allerdings weigerte sich dieser, dem Jungen im Kindergarten mittels eines Bolusrechners die errechnete Insulinmenge per Knopfdruck zu verabreichen. Die Diabetesberaterin suchte den intensiven Kontakt zu den Damen und Herren, erklärte sich sogar dazu bereit, diese in die Geheimnisse der Pumpentherapie einzuführen.

Doch alle Bemühungen waren vergebens. Allenfalls für die Versorgung mit der sogenannten intensivierten Insulintherapie per Spritze erklärte man sich bereit.
Jedoch waren die Eltern von der Pumpe begeistert. Der Junge auch, wollte er sich nicht fünf- bis sechsmal am Tag von einer Spritze pieksen lassen. Also kein Kindergarten? Kein zweites Einkommen seitens der Mutter? An wen können sich Betroffene wenden?

Erfreulicherweise haben andere Geschichten auch ein gutes Ende: So schulte besagte Diabetesberaterin bereits drei Pflegedienste, die Kindergartenkinder, die eine Insulinpumpe tragen, betreuen und versorgen…