7 Tipps für mehr Motivation im Alltag mit Diabetes

Die Sache mit der Motivation… Wenn einem etwas Spaß macht, dann ist man motiviert, falls nicht, dann wird die Sache hinausgezögert oder in einer unzureichenden Qualität erledigt. Was fehlt, ist oft der Beweggrund.

Blutzucker messen, BEs und Sport planen und berechnen, Insulin spritzen… So zu denken und zu handeln, wie eine funktionsfähige Bauchspeicheldrüse es bei Nicht-Diabetikern tut, macht nicht wirklich Spaß. So kommt es hin und wieder zu einer Motivationskrise. Kennen wir alle, da müsse­n wir uns nichts vormachen. Kein Wunder: Bei einer akuten Krankheit ist es deutlich einfacher, motiviert zu bleiben als bei einer chronischen, denn das Ende ist absehbar. Man hält sich über kurze Zeit an die Anweisungen des Arztes und hat das Ziel, die Genesung, schon vor Augen. Eine chronische Krankheit wie Diabetes hingegen erfordert einen langen Atem, da man sich ein Leben lang damit auseinander setzen muss. Diabetes verlangt uns viel ab. Wir erfahren täglich Misserfolge, obwohl wir uns an Therapievorgaben halten und uns stetig um gute Blutzuckerwerte bemühen. Da kann einen auch mal der Atem ausgehen. Nix wie raus aus der Diabetes-Motivationskrise!

Alltag mit Diabetes
Die Sache mit der Motivation: Blutzucker messen, BEs berechnen, Sport planen, Insulin spritzen und und und. Wem fällt der Alltag mit Diabetes da nicht schwer?

Mehr Motivation: Wie schaffe ich es, dauerhaft motiviert zu bleiben, mich um meinen Diabetes zu kümmern?

Das Risiko für Folgeerkrankungen, vor denen viele Diabetiker große Angst haben, sollte eigentlich Grund genug sein, ständig motiviert zu bleiben. Doch so einfach ist das nicht. Der Mensch ist gut im Verdrängen, Vermeiden oder auch im Aufschieben. Kennen wir alle: Was wir (ab) morgen nicht alles machen wollen und es dann doch nicht tun. Auch die Bilder auf den Zigarettenpackungen schrecken viele nicht ab, weiter zu rauchen. Wie kann ich nun aber dauerhaft motiviert bleiben?

Die beste Alternative zur Angstmotivation ist wohl die Anreizmotivation. Dabei sollten Aufgaben als sinnvoll erlebt werden.

7 Motivatoren für das Diabetesmanagement

1. Andere Diabetiker, Austausch…

Zusammen ist man weniger allein. Zahlreiche Foren, Blogs, Social Media Kanäle, etc. pp. bieten die Möglichkeit, sich auszutauschen, Tipps einzuholen oder seinen Blutzuckerfrust loszuwerden. Auch wird sich dann im „Real Life“ verabredet, sich persönlich getroffen und gegenseitig Mut zugesprochen.

2. Diabetes Challenges

Einige Diabetiker rufen hin und wieder im Netz zu sogenannten Blutzucker-Challenges auf. Etwa „Wer ist dem Blutzuckerwert 110 mg/dl am nahsten dran?“ Derjenige, der gewinnt, bekommt in jedem Fall volle Anerkennung oder eine kleine Aufmerksamkeit.

3. Diabetes-Wissen und dessen Umsetzung

Bleib über den Diabetes informiert. Es macht Spaß und es ist interessant, sich neues Wissen anzueignen und dieses weiterzugeben oder in die eigene Tat umzusetzen. Auch Schulungen sind hilfreich, machen Spaß… Auch als Langzeit-Diabetiker erlebt man hier so einige AHA-Effekte.

4. Veränderung

Neue Therapiehilfsmittel etwa Messsysteme, Insulinpumpen, Pens oder oder oder. Aber auch Accessoires wie neue Taschen motivieren. Wer möchte denn nicht mit etwas Neuem bei seinen Freunden glänzen?

5. Selbstentfaltung und Verantwortung

In Absprache mit meiner Diabetologin und mit Vorsicht probiere ich viel Neues aus! So erhöhe ich etwa bei einem Kinobesuch meine temporäre Basalrate, statt für jede Hand voll Popcorn wiederholt Bolus zu spritzen. Auch im Sport konnte ich eigene Kniffe umsetzen, mit denen ich bessere Blutzuckerwerte erziele.

6. Lebe deinen Diabetes bunt

Mein OmniPod wird bunt bemalt. Hier werde ich kreativ. Auch mein Libre wird mit Stickern beklebt. Messsysteme in bunte und praktische Hüllen verpackt. Zu diesen stylischen Utensilien passt dann auch kein schlechter Blutzuckerwert ;), oder?

7. Anerkennung und Entlohnung

Ich blogge über meine Krankheit, lass andere daran teilhaben. Lebe meinen Diabetes offen. Warum nicht, wenn es anderen hilft? Ich kann meine Erfahrungen in über 20 Jahren Diabetes-Karriere weitergeben. Dafür bekomme ich eine ganze Menge von anderen Diabetikern zurück. Oder aber auch von Ärzten, Herstellern, Unternehmen… So hat mich das beruflich weitergebracht.

Das sind 7 ausschlaggebende Gründe, die mich definitiv motivieren immer wieder aufzustehen, meine Blutzuckerwerten auch in „Krisenphasen“ nicht schleifen zu lassen. Was motiviert dich deinen Diabetes tagtäglich aufs Neue bestens zu managen?

1 comment

  1. Hallo liebe Diabetes-kolleginnen! Ich motiviere mich seit einigen Monaten sehr schwer, meine Diabetes Therapie einzuhalten! Hba1c 9,6 !!!! Kann mir jemand Tips geben wieder auf Schiene TU kommen! Glg Verena

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