„kinder-mit-typ-1-diabetes“ lautet der Name des Blogs, den vier Mütter ins Leben gerufen haben. Quelle: http://kindermittyp1diabetes.wordpress.com/

„kinder-mit-typ-1-diabetes“ lautet der Name des Blogs, den vier Mütter ins Leben gerufen haben. Quelle: kinder-mit-typ-1-diabetes

Heike, Kathy, Mandy und Silke verbindet eines gemeinsam: Ihre Kinder leiden an Diabetes mellitus Typ 1. Um ihre Erlebnisse und Erfahrungen im Umgang mit der Stoffwechselkrankheit zu teilen und um Vorurteile aus der Welt zu schaffen, haben die Mütter den Blog „kinder-mit-typ-1-diabetes“ ins Leben gerufen. Kennengelernt hat sich das Quartett, das in Baden-Württemberg, Bayern, Bayerisch-Schwaben und Nordrhein-Westfalen beheimatet ist, in einer Facebook-Gruppe. Mittlerweile tauschen sich dort mehr als 600 betroffene Eltern aus und geben sich gegenseitig Tipps und Hilfestellungen.

„Wir kamen auf die Idee, diesen Blog aus der Taufe zu heben, da wir tagtäglich mit Voreingenommenheit – manchmal sogar mit ablehnender Haltung – konfrontiert werden“, erklärt Kathy. Sätze, wie „Ach Diabetes? Damit kann man ja heute so gut leben“ oder „Diabetes? Das verwächst sich ja noch” oder „Oh je, Diabetes? Hat ihr Kind so viel Süßigkeiten gegessen?“, seien für die Bloggründerinnen ein Schlag ins Gesicht.

„Wir möchten niemandem zu nahe treten, sondern Aufklärungsarbeit leisten und den Unterschied zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes verdeutlichen“, betonen Heike, Kathy, Mandy und Silke. Schließlich handele es sich um eine tückische und unberechenbare Krankheit, die – nach gefällter Diagnose – einen unglaublichen Einschnitt in das Leben der betroffenen Familien darstelle. „Alles steht erst einmal Kopf, der Alltag muss neu organisiert werden“, bringt es Kathy auf den Punkt.

Man wolle gerade Eltern mit neumanifestierten Kindern Mut machen, dass es immer irgendwie weitergehe und sich (fast) jede Situation meistern lasse. Aus diesem Grund lebe der Blog von Erfahrungsberichten. „Wir möchten gemeinsam, mit der Hilfe unserer persönlich erlebten Geschichten, Vorurteile abbauen, über Diabetes mellitus Typ 1 aufklären und aufzeigen, dass es sich hierbei nicht um den Alterszucker handelt“, erläutern die Bloggerinnen. Deshalb seien die Beiträge aus dem Alltag gegriffen. Sie schildern schlicht und ergreifend das Leben mit einem kleinen, diabeteskranken Kind.

„Fakt ist, dass wir keine medizinischen Ratschläge erteilen wollen, sondern den Austausch untereinander suchen und uns gegenseitig Tipps geben“, stellt Kathy klar. „Neben betroffenen Familien richtet sich unser Blog auch an Erzieher und Lehrer, damit diese sich der Stoffwechselkrankheit öffnen und – hoffentlich – einen Teil des Diabetes-Managements im Kindergarten oder in der Schule mittragen.“

Mehr Infos zum Blog „Kinder-mit-typ-1-diabetes“ können hier abgerufen werden. Versprochen: ein Besuch lohnt sich…