Feiern? Ja! Genießen? Natürlich! Alkohol? Darf sein! Aber bitte das Messen nicht vergessen! © Tim Reckmann / pixelio.de

Feiern? Ja! Genießen? Natürlich! Alkohol? Darf sein! Aber bitte das Messen nicht vergessen! ©Tim Reckmann / PIXELIO

Karnevalszeit ist Feier- und Gute-Laune-Zeit: Hier gilt für alle Narren, das Leben noch einmal ordentlich zu genießen – schließlich ist am Aschermittwoch bekanntlich „alles vorbei“. Selbstverständlich müssen an diesen tollen Tagen auch alle Zuckersüßen unter uns kein abstinentes Dasein fristen. Wer sich an ein paar Spielregeln hält, darf herzhaft in den Faschingskrapfen beißen, beim Buffet ordentlich zuschlagen und sich ein kühles Blondes oder ein Gläschen Wein oder Sekt gönnen.

Dabei sollten besonders alle insulinpflichtigen Diabetiker im Hinterkopf behalten, dass Alkohol den Blutzucker senkt und somit das Risiko für eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) ansteigt. Deshalb empfiehlt es sich, zusammen mit Alkohol auch Kohlenhydrate (wie wäre es mit einer belegten Schnitte Brot?) zu konsumieren. Zudem bitte nicht auf nüchternen Magen zu Wein, Bier oder Sekt greifen! Außerdem bedenken, dass ausgelassenes Tanzen ebenfalls den Blutzuckerspiegel in den Keller rauschen lassen kann.

Beim Karnevalstreiben ist das regelmäßige Messen des Blutzuckers absolute Pflicht. Gleichzeitig ist es wichtig, anwesende Freunde und Bekannte (am besten den Fahrer, der alkoholfrei bleibt) über die Vorboten und möglichen Gegenmaßnahmen einer Hypoglykämie zu informieren. Schnell deuten nämlich „unwissende“ Personen die Symptome einer Unterzuckerung falsch, indem sie diese mit einem Alkoholrausch verwechseln.

Last but not least müssen alle Nachtschwärmer, auch wenn sie hundemüde sind, ihren Blutzucker auf der Bettkante messen. Dieser sollte vor dem Schlafengehen nicht unter 180 mg/dl (10 mmol/l) liegen, damit keine Hypoglykämie die süßen Träume stört. Sogar am Folgetag gilt es, vor Unterzuckerungen auf der Hut zu sein.

Alle zuckersüßen Jecken müssen sich bewusst sein, es mit dem Genuss von alkoholischen Getränken nicht zu übertreiben, da es im schlimmsten Fall zu einer Übersäuerung (alkoholische Ketoazidose) mit Stoffwechselentgleisung kommen kann.

Wenn man all diese Tipps und Hinweise beachtet, steht einem bunten Faschingstreiben nichts mehr im Wege. In diesem Sinne wünschen wir allen Jecken eine schöne und ausgelassen Faschingszeit!