Krankenkassen-Entscheidungen…“Rein vong Logik her“ ;)

Krankenkassen und ihre Entscheidungen
Krankenkassen-Entscheidungen: Die Begründung für die Ablehnung der Kostenübernahme seitens der Krankenkassen ist nicht immer einleuchtend.

Wenn Krankenkassen sich mal wieder stur stellen und die Kosten für eindeutig Nutzen-bringende Therapiehilfsmittel nicht tragen möchten…

Wir haben es wohl alle schon erlebt. Dem einen werden von der Krankenkasse beispielsweise die Insulinpumpe, dem anderen das CGMS oder FreeStyle Libre nicht gezahlt. Die Kosten dürfen wir selbst tragen. (An dieser Stelle bin ich u. a. schon einmal darauf eingegangen, wie hilfreich CGM-und FGM-Systeme für Diabetiker sind).

Dass die Krankenkassen nicht für alle Diabetiker alle Kosten übernehmen können, ist klar wie Kloßbrühe. Natürlich kann auch nicht jeder Einzelfall berücksichtigt werden, obwohl jeder Diabetiker eine individuelle Therapie benötigt. Hier muss nach Dringlichkeit entschieden werden.

 

Begründung für Ablehnung der Kostenübernahme seitens der Krankenkassen

Wenn allerdings die Begründungen für eine Ablehnung der Kostenübernahme „rein vong Logik her“ 😉 seitens der Krankenkassen, nicht einleuchtend, gar dämlich sind, dann macht mich das sehr wütend! Ich habe wirklich null Verständnis dafür, wenn Krankenkassen die Kosten für ein kostengünstigeres Hilfsmittel nicht tragen möchten, das mir persönlich den meisten Nutzen bringt. Für ein teures, das ich hingegen als weniger sinnvoll erachte, hingegen schon.

Kommen wir zu einem konkreten Fall.

„FreeStyle Libre“ versus CGMS: „Nur für das teurere System mit dem geringeren Nutzen übernehmen wir die Kosten“

Eine Patientin hat das FGM-System, seitdem es auf dem Markt ist. Natürlich aus eigener Tasche bezahlt. Zuvor hatte sie bereits einen Antrag auf Kostenübernahme für das Dexcom gestellt. Abgelehnt… Widerspruch… Abgelehnt. Mittlerweile hat sie den Ärger satt und zahlt seit geraumer Zeit round about 130 Euro pro Monat aus eigener Tasche für zwei FreeStyle Libre Sensoren. Denn an der Gesundheit, dem höchsten Gut, sollte man zuletzt sparen.

Inzwischen sieht die Situation aber bei den Krankenkassen etwas anders aus.
Das Dexcom könne (müsse) man mittlerweile erstatten (Aussage der Krankenkasse), das Libre jedoch nicht. Das Libre ist für besagte Patientin jedoch das geeignetere System. Das hat sie wie folgt begründet: schneller in der Handhabung, der Sensor hält besser, zeigt verlässlichere Werte als das CGMS, das sie bereits ausgiebig getestet hatte. Bedeutet letztendlich, dass sie mit dem FGM mehr Therapieerfolg hat.

Das FGM ist zudem deutlich günstiger in der Anschaffung als ein CGM-System. Es spricht also alles für die Kostenübernahme des Abbott FreeStyle Libre, richtig oder? Sie bekommt es dennoch nicht erstattet. So bleibt ihr nichts anderes übrig als vor Sozialgericht zu ziehen oder das Dexcom zu beantragen, dass ihr die Krankenkasse genehmigen muss.

Die Moral von der Geschicht

Die Moral von der Geschicht: Die Krankenkasse muss teuer zahlen und die Patientin hat mit dem System weniger Freude und Therapieerfolg! Wodurch wiederum weitere Folgekosten entstehen werden.

So viel zum Thema: Krankenkassen-Entscheidungen… Rein vong Logik her ;).
PS: Leider fördert die Krankenkasse durch ihr Verhalten auch einen Schwarzmarkt. An dieser Stelle hatte ich das schon einmal thematisiert.

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