Tag: Sport mit Diabetes

Camp D²

Das Online-Event im September: Camp D² –
 Dein Leben. Deine Regeln!

Am 4. September 2021 findet das virtuelle Camp D² für Jugendliche und junge Erwachsene mit Diabetes statt.  Registrieren könnt ihr euch auf campd.info. In diesem Jahr kommt Ihr nicht zum Camp D, stattdessen kommt das Camp D zu Euch – als virtuelles Camp, Camp D²! Dazu gleich mehr. 

Das ist Camp D und das ist geplant 

Camp D ist Europas größtes Zeltcamp für Jugendliche und junge Erwachsene mit Diabetes im Alter von 16 bis 25 Jahren. 2006 veranstaltete Novo Nordisk das Infocamp zum ersten Mal. Die Idee: Jungen Menschen mit Diabetes Unterstützung zu bieten, die weit mehr leisten kann als der normale Praxisalltag. Der Zuspruch von allen Seiten war so überwältigend, dass das Camp D in Serie ging. Im Sommer 2018 fand das fünfte Camp D unter dem Motto „Colour your life“ statt – rund 400 junge Menschen mit Diabetes aus ganz Deutschland und 130 Betreuer*innen nahmen daran teil. 

Aber was das Camp D ausmacht, ist der intensive Austausch zwischen Teilnehmer*innen und Expert*innen in lockerer Atmosphäre außerhalb von Praxisräumen. Dieses besondere Format möchte Novo Nordisk ohne Abstriche und Abstandsregeln fortführen. Die Sicherheit der Teilnehmenden steht an allererster Stelle. Auch wenn die Entscheidung nicht leicht gefallen ist, verschiebt Novo Nordisk das Camp D um ein Jahr auf die Zeit vom 7. bis 10. Juli 2022. 

Da viele dem Termin im Sommer 2021 entgegengefiebert haben, wird es am 04.09.2021 ein virtuelles Camp D geben. In diesem Jahr kommt Ihr nicht zum Camp D, stattdessen kommt das Camp D zu Euch – als virtuelles Camp, Camp D²! Auch hier erwarten euch Informationen, Workshops und Austausch. Und Novo hat noch viel mehr vor, denn auch nach dem 4.9. geht es virtuell weiter: Ihr werdet stetig neue Infos, Videos, Sport und Mitmachaktionen auf der CampD.info Seite finden! 

Alle gemeinsam! 

Ziel ist es, die Camp D² Community zu „aktivieren“ und eine zentrale Anlaufstelle für die junge Diabetes Community schaffen! Lasst uns vernetzen, damit Ihr die Inhalte mitgestalten könnt. Den Startschuss setzt Novo Nordisk am 4.9. Ab dann werden regelmäßig Videos, Umfragen, Abstimmungen, Mitmachaktionen etc. auf  der Internetseite www.campd.info zur Verfügung gestellt. 

Denn wenn du willst, kannst du alles erreichen – dein Leben, deine Regeln! 

Konkret 

Das Camp bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen am Samstag, den (04.09.2021) wertvolle Infos und Tipps zur Gestaltung Ihres Lebens – und zudem auch jede Menge virtueller Treffpunkte wie das „Lagerfeuer“ und den „Sportplatz“, an denen Treffen, Gespräche und gemeinsames Pläneschmieden und Aktion (z.B. Workouts) möglich sind. 

Die Themen des diesjährigen Camps drehen sich um die Bereiche: „Be yourself“, „Sport und“, „Therapie und Gesundheit“, sowie „Feiern und Reisen“; Schwerpunkte liegen unter anderem auf Fragen rund um Selbstsicherheit, den Umgang mit Sexualität, oder um den produktiven Einsatz von Internet und Social Media. 

Mitgestaltung 

Novo Nordisk möchte nicht nur eine Plattform bieten, um euch miteinander über euren Diabetes auszutauschen und wie ihr damit umgeht. Sie wollen etwas schaffen, dass euch die Möglichkeit gibt, euch zu orientieren! Dabei wollen sie euch aber nicht erzählen, wie es geht, sondern sie möchten, dass ihr das selbst erlebt und erarbeitet! Egal ob für den Alltag, den zukünftigen Beruf, … Es geht darum, Impulse setzen, euch zu inspirieren, Einblicke zu geben und gemeinsam neues zu entwickeln. Sie wollen nicht nur Input von euch, sie wollen, dass ihr mitmachen und selbst gestalten könnt. Dazu geben sie euch das, was ihr braucht. 

MITGESTALTEN IST ANGESAGT – CREATE YOUR CAMP D²! 

Digitaler Camp-Guide 

In diesem digitalen Multimedia-Blätterwerk, für das mindestens 4 Ausgaben mit unterschiedlichen Schwerpunkten geplant sind, sind knackigen Beiträge und Videos ebenso zu finden wie Hinweise auf das Programm und die Speaker. Und wer nicht nur Lust hat, einen Blick hinter die Kulissen dieses Events zu werfen kann erfahren, wie sie oder er mitgestalten kann! 

Dein Guide zum CampD

 

Ulrike Thurm Sport

Sport und Diabetes: Fünf Fragen an Ulrike Thurm

Fünf Fragen zum Thema Sport und Diabetes an Ulrike Thurm, Diabetesberaterin (DDG), DIASHOP Gesundheitsreferentin und Co-Autorin der Diabetes- und Sportfibel.

Ulrike, Sport und Blutzucker –  wie hängt das zusammen?

Ulrike Thurm: Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um alltägliche Dinge wie Einkaufen, Hausputz, Rasenmähen, Schneeschippen usw. Denn dem Muskel ist es egal, ob er Energie beim Sport oder bei diesen Alltagstätigkeiten verbrennt: Er verbraucht bei Bewegung mehr Glukose. Der Blutzuckerspiegel sinkt, während die Insulinempfindlichkeit steigt. Die Therapie muss unbedingt angepasst werden, um eine Unterzuckerung zu vermeiden.

Wenn ich länger keinen Sport  getrieben habe – was sollte ich beachten?

Ulrike Thurm: Wer länger keinen Sport gemacht hat, sollte sich vor Beginn eines Trainingsprogramms durchchecken lassen und mit seinem Diabetesteam abstimmen. Wie lange ist das letzte Belastungs-EKG her? Liegen Folgeerkrankungen vor, ist der Blutdruck stabil eingestellt? Folgeerkrankungen bedeuten keinesfalls einen kompletten Verzicht auf körperliche Aktivität, aber Sie sollten sich intensiv von Ihrem Diabetesteam beraten lassen, welche Form der körperlichen Aktivität für Sie geeignet ist.

Welchen Blutzucker-Zielwert empfiehlst du unmittelbar vor dem Sport?

Ulrike Thurm: Starten Sie am besten mit einem Glukosewert zwischen 150 und 180 mg/dl (8,3 bis 10,0 mmol/l) – die Glukosetendenz sollte konstant oder steigend sein! Mit einem CGM-System oder FreeStyle Libre sehen Sie  die Werte auf einen Blick. Bei Werten über  240 mg/dl (13,3 mmol/l) entscheidet bei Typ-1-Diabetikern der (Blut-)Ketontest darüber, ob sie mit Sport beginnen oder fortfahren dürfen. Ein Blutketonwert höher als 1,1 mmol/l oder ein Urinketonwert höher als ++ bedeutet: Sportverbot.

Stichwort „Sport-BE“:  Welche sind empfehlenswert?

Ulrike Thurm: Ich empfehle flüssige Kohlenhydrate, z. B. in Form von Saftschorle, GlucoJuice oder Dextro Energy Gels (erhältlich bei DIASHOP). Trinken Sie nicht erst, wenn die Glukosewerte in die Nähe einer Unterzuckerung fallen, sondern nehmen Sie 10–20 Gramm Kohlenhydrate alle 20–30 Minuten zu sich, um den Energieverlust (Glukoseverlust) auszugleichen. Feste Kohlenhydrate in Form von Riegeln, Banane oder Brot sollten mindestens 60–90 Minuten vor der Aktivität gegessen werden. Während körperlicher Aktivität arbeitet der Magen-Darm-Trakt kaum. Wenn man kurz vor dem Sport isst, werden die Kohlenhydrate daher meist erst nach Beendigung des Sports resorbiert.

Wie passt man die Diabetestherapie am besten an?

Ulrike Thurm: Wenn der Sport ein bis zwei Stunden nach einer Mahlzeit stattfindet, empfiehlt es sich, den Mahlzeitenbolus vorher um 50 bis 80 % zu reduzieren. Halten Sie aber diesbezüglich immer Rücksprache mit Ihrem Dia betesteam. Nach dem Sport ist vor dem Sport. Die verbesserte Insulinempfindlichkeit durch die körperliche Aktivität kann je nach Dauer und Intensität der Belastung durchaus  24–36 Stunden nachwirken. Deshalb in der Nacht nach dem Training die Basalrate bzw. das Verzögerungsinsulin in Absprache mit Ihrem Diabetesteam um 20–30 % reduzieren. Eventuell die nächtliche Hypoglykämie-Warngrenze im CGM leicht erhöhen. Nutzer des FreeStyle Libre Systems oder Diabetiker, die ein Blutzuckermessgerät verwenden, sollten nachts den Wecker stellen und den Wert kontrollieren – gerade wenn sie neu mit Sport beginnen.

Mehr Tipps unter: www.diabetiker.info/diabetes-sportset

SERIE (8): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Rückblick auf einen Nachmittag voll „Sport mit Diabetes“

Am 31.08. lud das MEDICOVER Berlin-Mitte MVZ zur Informationsveranstaltung ein. Ich konnte vor gut gefüllten Sitzreihen von meinen persönlichen Erfahrungen mit Diabetes, Auslandsstudium und Leistungssport erzählen, bevor in den anschließenden Workshops das Ganze noch vertieft wurde. In meinem Vortrag ging es zunächst um Fragen und Probleme, die auch vor kürzeren Auslandsaufenthalten von Bedeutung sind: Wie viel Diabetes-Zubehör muss ich mitnehmen? Was gehört in den Koffer, was ins Handgepäck? Wie komme ich durch den Zoll? Was unterscheidet das Studium in Deutschland von dem in den USA? Welche Auswirkung haben Zeitzonen- und Klimawechsel? Die Fragen nahmen kein Ende…

Doch spätestens nach den anschließenden Workshops von Frau Dr. Dorothee Deiss, Ulrike Thurm und Jacqueline Natalis war auch der letzte Wissensdurst gestillt. Frau Dr. Deiss ging in ihrem Workshop noch detaillierter auf die Frage ein, was man bei Auslandsreisen mit Diabetes beachten müsse. Ulrike Thurm widmete sich der „Therapieanpassung bei körperlicher Aktivität“ und Jacqueline Natalis dem „Laster mit dem Pflaster – Hautirritationen und Pflasterproblematik.“

„Sport mit Diabetes“
Rückblick auf einen Nachmittag voll „Sport mit Diabetes“. © Dusan Kostic / Fotolia

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