Es gibt spannende Neuigkeiten zur Insulinpumpe DANA RS: Die Insulinpumpe kann nun über die App „CamAPS FX“ mit dem CGM-System Dexcom G6 zusammenarbeiten. Die App für Android-Smartphones verbindet Insulinpumpe und CGM-System zu einem System zur automatisierten Insulindosierung (AID). Damit kann die Insulinabgabe automatisiert an die Glukosewerte angepasst werden („Hybrid-Closed-Loop“). Das System funktioniert in Verbindung mit den folgenden Komponenten:
Android-Smartphone mit der CamAPS FX App (stellt den Algorithmus),
Dana RS Insulinpumpe – kleine und leichte Insulinpumpe, die eine sichere Bluetooth-Verbindung mit der App ermöglicht,
Der Dexcom G6 CGM – Sensor, der kontinuierlich den Glukosespiegel misst und die Daten drahtlos an die App sendet und
Glooko Diasend – Diabetes-Management-Plattform, die das Hochladen von Daten aus Diabetes-Geräten und den Datenaustausch ermöglicht. Zur Systemüberwachung werden die Daten auch automatisch in die CamAPS FX-Cloud hochgeladen.
Die Eingabe des Mahlzeiteninsulins ist weiterhin notwendig. Die Bereitstellung der „CamAPS FX“ App ist ein unabhängiges, zahlungspflichtiges Angebot, das direkt über den englischen Anbieter CamDiab Ltd. abgeschlossen wird. Die Kosten von ca. 80 Pfund pro Monat (ca. 89,00 Euro) für die Nutzung der App werden nicht von den deutschen Krankenkassen übernommen (Stand August 2020).
Das Training und der Support erfolgen ausschließlich direkt über CamDiab Ltd.: www.camdiab.com. Schaut es euch gerne mal an. Ich habe bereits das Training absolviert (das ist Voraussetzung für die Nutzung der App) und mein Zertifikat erhalten. Ich werde euch an dieser Stelle in Kürze über meine praktischen Erfahrungen auf dem Laufenden halten. Ich bin gespannt :).
Klarer Vorteil eines Online-Seminars ist, dass Anreise und Übernachtung vor Ort entfallen – das spart Zeit und Geld. Alles was benötigt wird ist ein Laptop und eine gute Internet-Verbindung. Auf der Strecke bleibt natürlich der persönliche Austausch beim Mittagessen oder in der Kaffeepause, der nette Plausch zwischendrin – all das, was ein Präsenzseminar so besonders und interessant macht. Aber seit Corona haben wir sie jetzt alle kennen gelernt, diese „neuen“ Kommunikations- und Vortragsformen via Blizz, Cisco WebEx, Google Meet, GoToMeeting, Skype, Zoom etc… Die Betreiber solcher online-Meeting-Portale haben durch die Corona-Pandemie einen enormen Zulauf erhalten und auch ich hatte durchaus schon an dem einen oder anderen Meeting online teilgenommen, aber da ging es um Zeiteinheiten von 60 – 90 Minuten, nicht um ein ganztägiges Online-Seminar von 09.30 bis 16.00 Uhr.
Neue Situationen erfordern neue Wege
Die Vorstellung, fast 8 Stunden irgendwie autistisch nur zu meinem Laptop zu sprechen, hat mich anfangs ziemlich befremdet. Wie soll ich mich über Stunden selbst dazu motivieren, ganz alleine in meinem Büro sitzend quasi zu mir selbst zu sprechen. Und das viel größere Problem: Wie um alles in der Welt motiviere ich die Teilnehmer/innen, fast einen ganzen Tag bei „meiner Stimme über den Rechner“ motiviert beim SPECTRUM train the trainer-Seminar zu bleiben??
Aber die Situation ist wie sie ist und der Diabetes macht ja auch keine Corona Pause. Das heißt auch, dass die kompetente und umfassende Schulung und Betreuung unserer Patienten mit einem Typ 1 oder Typ 2 Diabetes weiter gehen muss. Neue Situationen erfordern halt neue Wege und welches Thema würde sich besser eignen als SPECTRUM? Es geht bei diesem Schulungsprogramm ja genau um die „Moderne Diabetestherapie mit Hilfe der kontinuierlichen Glukosemessung“, mit neuen Begriffen wie Time-in-Range, Standardabweichung, glykämische Variabilität etc. Hier hat sich die Diabetologie schnell mit der neuen Technologie arrangiert.
Wer sonst also, wenn nicht wir Spectronauten wären dafür prädestiniert, auch bei Kommunikationsform neue Wege zu beschreiten. Wie heißt der Slogan einer bekannten Sportartikelfirma noch gleich? JUST DO IT! In diesem Sinne habe ich es „sportlich“ genommen und mich auf das Unterfangen: SPECTRUM goes digital eingelassen!
Kurzweilig, spannend und alle waren motiviert, diskussionsfreudig und interessiert
Die Internetverbindung war stabil, das Eintreten der Teilnehmerinnen hat problemlos geklappt, Ton und Bild sowie die Präsentation ließen sich stabil übertragen – es konnte los gehen. Alle TeilnehmerInnen wählten sich pünktlich ins Meeting ein. Das Organisationsteam der feen hatte im Vorfeld für die online nicht ganz so sattelfesten Teilnehmer eine kurze „Zoom-Gebrauchsanweisung“ verfasst und an alle Teilnehmer gemailt, so dass grundlegenden Fragen und die Antworten darauf (Wie stelle ich mein Mikro an oder aus, wie aktiviere ich meine Kamera etc.) bereits bekannt waren.
Vor Beginn des eigentlichen Seminars haben wir eine halbe Stunde lang über „Einwahl und technische Rückfragen“ mit den TeilnehmerInnen gesprochen und geübt – und es konnte pünktlich um 10:00 Uhr losgehen. Alle waren gut motiviert, diskussionsfreudig und interessiert. Die Vorstellungsrunde war dann auch der perfekte Techniktest: Mikro an, Mikro aus, Kamera an und wieder aus ….. es lief wie am Schnürchen.
Bevor ich loslegte, bat ich darum, die Kameras nicht auszuschalten – ich wollte nicht das Gefühl haben, acht Stunden lang mit mir alleine zu sprechen. Als Referentin sehe ich an der Mimik meiner Zuhörer, ob sie noch bei mir sind oder ob ich sie verloren habe oder wann eine Pause nötig ist, ob ich vielleicht zu schnell spreche oder die gerunzelten Stirnfalten verraten, dass ich etwas mehr ins Detail gehen sollte. All das fehlt, wenn ich in ein schwarzes Bildschirmfenster blicke. Glücklicherweise fanden alle die Idee, sich selbst in „Echt“ sehen zu können, gut und es entwickelte sich ein unglaublich tolles Seminar. Es wurden Patientenbeispiele diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht – fast wie bei einem Präsenzseminar. Alle TeilnehmerInnen waren super engagiert und gemeinsam haben wir viel gelacht. So wurde aus der Online-Version ein unglaublich kurzweiliges und spannendes Seminar.
Die Mittags- und Kaffeepausen haben wir, nach demokratischer Abstimmung, auf 15 Minuten gekürzt – abgesehen davon haben wir das Seminar in der gleichen Länge, ohne irgendwelche inhaltlichen Kürzungen komplett von 09.30 – 15.45 durchgezogen. Die Zeit verging wie im Flug und mir kam es am Ende überhaupt nicht so vor, als ob ich den ganzen Tag alleine vor dem Rechner gesessen hätte. Falls diese Zeilen jetzt Eine/r der Teilnehmer/innen liest: DANKE – Ihr wart echt ein Super-Team!
Ulrikes Fazit und das Feedback zum Seminar
Das Online-Seminar hat nicht nur mir viel Spaß gemacht. Bei der abschließenden „Feedback-Runde“ haben fast alle als Rückmeldung gegeben, dass Sie, wenn Sie nochmals die Wahl hätten zwischen online und Präsenzseminar, Sie sich wieder für die online Variante entscheiden würden. Denn viele der SPECTRUM-Seminarteilnehmer/innen kam aus den südlichen Bundesländern, soll heißen, sie haben sich eine lange Anreise sowie die Übernachtungskosten in Berlin gespart. So sind sie am Samstagmorgen vom Frühstückstisch aufgestanden und zum SPECTRUM-Seminar in ihrem eigenen Büro gegangen – und konnten 5 Minuten nach Seminarende wieder in der eigenen Küche sitzen. Diese unglaubliche Zeitersparnis hat bei den Meisten den Ausschlag gegeben.
Mein persönliches Fazit: Ich bin selten so positiv überrascht worden und hätte mir NIE vorstellen können, dass ein so langes Online-Seminar so kurzweilig verlaufen kann.
Das Feedback zum Ende des Seminars war großartig, alle Teilnehmer waren sehr zufrieden und auch wenn es sich um ein Online-Seminar handelte, kann gesagt werde, dass trotz des fehlenden persönlichen Kontaktes das Seminar nicht an Qualität verloren hat. Zukünftig wollen wir unser SPECTRUM-Seminar deshalb überwiegend online anbieten, auch wenn es immer wieder Termine geben wird, an denen persönlich teilgenommen werden kann. Wir freuen uns, euch in Zukunft Online zu begrüßen.
Ulrike Thurm, Spectronautin
Ergänzt gerne in den Kommentaren, ob Online-Veranstaltungen für euch in Frage kommen. Sicherlich habt ihr in der Coronazeit auch bereits schon einige Erfahrungen sammeln können.
Motivation ist das A und O bei Diabetes, ein Interview mit dem Diabetologen Dr. Oliver Schubert. Er gibt uns Motivatonstipps für eine bessere Therapieroutine.
Bei Diabetes ist die Motivation tatsächlich der wichtigste Faktor: Es geht darum, die Krankheit anzunehmen und die Therapie im Alltag konsequent umzusetzen – auch wenn es manchmal schwerfällt. Wer hier nicht motiviert ist, dem hilft auch die beste Therapie nicht wirklich weiter. Das ist ähnlich wie bei einem Sportler, der zu den olympischen Spielen will: ohne Motivation für das tägliche Training hat er keine Chance, seine Ziele zu erreichen.
Warum fällt es manchmal so schwer, im Alltag mit Diabetes motiviert zu bleiben?
Als Diabetiker muss ich mich immer um meine Therapie kümmern und darf eigentlich keine Pause machen. Deshalb fühlen sich einige Patienten wie in einem Hamsterrad, in dem man nie ans Ziel kommt. Was vielen dabei besonders schwer fällt: Man muss die Therapie in den Alltag integrieren, und dieser ist ja bekanntlich schon bei gesunden Menschen oft übervoll. Man kann sich gut vorstellen, wie schwierig es dann erst mit Diabetes ist, alles unter einen Hut zu bekommen und dabei positiv und motiviert zu bleiben.
In welchen Situationen leidet die Motivation besonders?
Dies ist besonders der Fall, wenn die Herausforderungen im Alltag überhandnehmen und so nicht genug Raum für den Diabetes bleibt. Auf lange Sicht erlebe ich auch immer wieder ein Phänomen, das ich ‘Diabetes-Burnout‘ nenne: Hier verlieren Patienten irgendwann ganz einfach die Lust und werden müde, sich mit der nötigen Intensität um ihre Therapie zu kümmern. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Erfolgserlebnisse: Schaffe ich es mit meinen Bemühungen, eine gute Blutzuckereinstellung zu erzielen, wirkt sich das positiv auf meine Motivation aus – gelingt dies nicht und sehe ich keine Erfolge, leidet sie.
Was sind mögliche Folgen von mangelnder Motivation?
Ganz einfach gesagt: Man kümmert sich nicht mehr ausreichend um seine Therapie und der Diabetes rückt im hektischen Alltag in den Hintergrund. Dies passiert auch deshalb, weil Diabetes nicht weh tut und man in den meisten Fällen bis auf erhöhte Blutzuckerwerte erst einmal nur wenig direkte Konsequenzen zu spüren bekommt. Ausnahme sind hier Hypoglykämien, die sowohl kurzfristig gravierende Folgen haben und sogar lebensbedrohlich sein können, als auch langfristig den Körper schädigen. Bei dauerhaft erhöhten Werten steigt das Risiko von Folgeerkrankungen, die sich durch eine gute Einstellung vermeiden ließen, enorm.
Was können Menschen mit Diabetes tun, um dauerhaft motiviert zu bleiben?
Man muss sich immer wieder neu finden und sich schrittweise Ziele setzen, die auch realistisch sind. Auch hier bietet sich ein Blick in die Sportwelt als Vergleich an: Hat man eine Goldmedaille gewonnen, kann man nicht einfach so weitermachen, sondern muss wieder neue Motivation aufbauen, um das nächste Ziel zu erreichen. Im Umgang mit Diabetes ist es ähnlich: Habe ich tolle Werte erreicht oder einige Kilo abgenommen, darf ich mich nicht darauf ausruhen, sondern muss mir neue Anreize suchen. Diese sollten möglichst konkret und realisierbar sein, wie z. B. die guten Werte über einen bestimmten Zeitraum zu halten oder durch Sport und gesunde Ernährung das Gewicht weiter zu reduzieren, damit das Lieblingskleid wieder passt.
Können digitale Helfer wie die mySugr App zur Motivation beitragen?
Aus meiner Sicht können Apps wie mySugr einen wertvollen Beitrag zur Motivation leisten, indem sie tägliche Aufgaben wie das Führen eines Diabetes-Tagebuchs leichter machen. Moderne Blutzuckermessgeräte wie Accu-Chek Guide übertragen die Werte direkt in die mySugr App. So hat man über das Smartphone einen guten Überblick über Erfolge und Misserfolge. Patienten können dadurch gemeinsam mit ihrem Arzt Zusammenhänge erkennen, die Therapie einfacher anpassen und dadurch bessere Ergebnisse erzielen – was wiederum zur Motivation beiträgt. Entscheidend dabei: Eine App muss einfach zu bedienen und zu verstehen sein – sowohl für den Patienten als auch den Arzt.
Für welche Patienten eignen sich digitale Helfer?
Natürlich denkt man erst einmal an junge Diabetiker. Aber wir dürfen in diesem Punkt die älteren Menschen nicht unterschätzen. Auch sie haben oft keine Lust, ein handschriftliches Tagebuch zu führen und sind offen und dankbar, wenn man ihnen digitale Alternativen aufzeigt. Typische Patienten bei mir in der Praxis, die beispielsweise mit Accu-Chek Guide und mySugr ihr digitales Diabetestagebuch führen und damit wirklich gut klarkommen, sind Männer über 60. Sie nutzen häufig ihr Smartphone, mögen es eher gemütlich und freuen sich deshalb über digitale Helfer, die ihr Leben leichter machen. Was mir bei ihnen auch auffällt: Apps wie mySugr bringen tatsächlich die Generationen zusammen. In der Familie wird sich über die Funktionen ausgetauscht und wenn mal Fragen aufkommen, wird zusammen reingeschaut und geholfen.
Leidet die Motivation zwischen den Quartalsbesuchen beim Diabetologen? Und welche Herausforderungen haben Patienten in dieser Zeit?
Patienten fühlen sich in dieser Zeit oftmals mit ihrem Diabetes alleine gelassen. Der Alltag mit Diabetes hält ja doch einige Herausforderungen bereit, die Patienten verunsichern können. Reisen, Stress im Job, Sport, Ernährung – das sind alles Faktoren, die einen Einfluss auf die Blutzuckerwerte haben und die Fragen aufwerfen können. Außerdem gehört es auch zum Leben mit Diabetes, dass es Rückschläge und schwierige Phasen mit stark schwankenden Werten gibt. Besonders wenn es nicht so gut läuft, ist es für viele Patienten eine Herausforderung, motiviert und am Ball zu bleiben.
Könnte eine Betreuung zwischen diesen Terminen, etwa durch ein Coaching, dabei helfen, beispielsweise die Therapietreue besser einzuhalten?
Ein Coaching z. B. über eine App kann die Therapietreue auf jeden Fall unterstützen. Geht es um einfache Empfehlungen rund um den Diabetes-Alltag, wie beispielsweise den richtigen Umgang mit erhöhten Werten nach dem Mittagessen, halte ich ein Coaching zwischen den Arztterminen durchaus für sinnvoll und hilfreich. Es kann aber nicht die individuelle und fachliche Unterstützung leisten oder gar ersetzen, die ein Arzt bietet. Er kann z. B. einem Patienten mit einer Hypoglykämie-Problematik zur Toleranz etwas höherer Werten raten.
Sicherheits-Pennadeln und -Lanzetten sorgen dafür, dass sich Anwender nicht versehentlich an der Nadel verletzen können. Das funktioniert über einen automatischen Sicherheitsmechanismus, der die Nadel nach Gebrauch einschließt. Hier gab es Anfang des Jahres 2020 eine interessante Änderung bei der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen, die wir hier für euch zusammengefasst haben.
Für wen sind Sicherheitsprodukte interessant?
Einige Menschen mit Diabetes benötigen regelmäßig Hilfe bei ihrer Therapie, beispielsweise kleine Kinder sowie ältere Menschen, die nicht mehr in der Lage sind ihren Blutzucker selbst zu messen oder sich Insulin zu spritzen. In Pflegeeinrichtungen, Pflegediensten oder Krankenhäusern sind Sicherheitsprodukte wie Sicherheitslanzetten oder Sicherheitspennadeln Pflicht, um Nadelstich-Verletzungen und Infektionen zu verhindern. Zudem werden solche Produkte von Menschen mit Diabetes verwendet, die eine Nadelphobie haben.
Solche Sicherheitsprodukte sind allerdings teurer als die „herkömmlichen“ Produkte. Menschen mit Diabetes, die zu Hause von Angehörigen gepflegt werden, mussten bisher für die Kosten der Sicherheitsprodukte selbst aufkommen.
Kostenübernahme von Sicherheitsprodukten: Das ist neu!
Die Regelungen für die Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen hat sich 2020 geändert: Krankenkassen übernehmen bei hilfs- und pflegebedürftigen Versicherten nun komplett die Kosten für diese Sicherheitsprodukte. Voraussetzung ist, dass die Patienten nicht selbst Insulin spritzen und Blutzucker messen können und deshalb die Hilfe Dritter (Angehöriger, Pflegepersonal) benötigen.
Möglich wurde die Änderung durch das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Für nicht pflegebedürftige Menschen mit Diabetes gilt weiterhin: Sicherheitspennadeln und Sicherheits-Lanzetten werden nur bei einer Nadelphobie von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Darüber muss ein psychologisches Gutachten ausgestellt werden.
Genaue Blutzuckermesswerte sind der Wegweiser für sämtliche Therapieentscheidungen. Deshalb ist es wichtig, ein Blutzuckermessgerät im Diabetesalltag zu nutzen, auf das man sich stets verlassen kann. Auch wenn inzwischen Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM-Systeme) eine Alternative darstellen, so ist die klassische Blutzuckermessung nach wie vor für viele Menschen mit Diabetes Mittel der Wahl.
Wir haben es vermutlich alle schon erlebt, dass das CGM-System oder Blutzuckermessgerät unerwartete Messwerte liefert. Im Zweifel sollte man deshalb immer mit einem verlässlichen Blutzuckermessgerät gegenmessen. Ich selbst nutze ein CGM-System und bemerke oft beim Sport, bei Kälte oder Hitze, dass die angezeigten Werte nicht passen. Das ist euch sicherlich auch schon mal aufgefallen, oder? Nun, auch die Einnahme von Medikamenten kann das Messergebnis verfälschen. Besonders ärgerlich, wenn man dann anhand verfälschter Werte Insulin abgibt oder einen Traubenzucker isst, sprich falsche Therapieentscheidungen trifft. In solchen Situationen messe ich beispielsweise mit einem Blutzuckermessgerät gegen. Auf dieses möchte ich mich dann auch hundertprozentig verlassen können.
Weiterhin sollte mein favorisiertes Blutzuckermessgerät schnell und leicht zu bedienen sein, am besten auch im Dunkeln oder bei schlechten Lichtverhältnissen. Vorzugsweise nutze ich gerne kleinere Geräte, die ich auch beim Lauf- oder Radtraining in meine Gürteltasche stecken kann. Was habt ihr neben dem wohl wichtigsten Faktor, der Messgenauigkeit, für Ansprüche an euer Blutzuckermessgerät?
Ich bin so jedenfalls auf das Accu-Chek® Guide Blutzuckermessgerät aufmerksam geworden, das meinen persönlichen Ansprüchen gerecht wird und gut zu mir passt… Das Warum folgt:
Accu-Chek® Guide und Messgenauigkeit
Accu-Chek® Guide hat die international geltenden Richtlinien zur Messgenauigkeit im Rahmen einer aktuellen Studie zu 100 Prozent erfüllt. Im Vergleich von insgesamt 18 Blutzuckermessgeräten liefert Accu-Chek® Guide im besonders engen Toleranzbereich die genauesten Ergebnisse und hat die Vorgaben der ISO-Norm (DIN EN ISO 15197:2015), die Qualitätsstandards für Blutzuckermessgeräte vorgibt, sogar deutlich übertroffen.
An dieser Stelle kurz zur Erläuterung:
Messgenauigkeit, Störsubstanzen und Handhabung als Qualitätskriterien
Die ISO-Norm gibt vor, dass als Mindestanforderung 95 % der gemessenen Blutzuckerwerte innerhalb eines Toleranzbereichs liegen müssen. Bei unter 100 mg/dl dürfen die gemessenen Werte nicht mehr als ±15 mg/dl vom tatsächlichen Wert abweichen. Bei Werten über 100 mg/dl darf die Abweichung vom tatsächlichen Wert nicht mehr als ±15 % betragen.
Beispiel: Bei einem Wert von 120 mg/dl wäre ein angezeigter Wert von 138 mg/dl noch im Rahmen der ISO-Vorgaben, da in diesem Fall die Abweichung bei der Maximalgrenze von 15 % liegen würde.
Neben den Vorgaben zur Messgenauigkeit spielen auch eine patientenfreundliche Handhabung und der Einfluss verschiedener Störsubstanzen auf das Messergebnis eine Rolle, um die Anforderungen zu erfüllen.
Störsubstanzen beeinflussen Blutzuckermesswerte
Beispielsweise kann die Einnahme von Medikamenten die Ergebnisse von Blutzuckermessungen beeinflussen und zu Fehlentscheidungen bei der Therapie führen. Der Test auf Störsubstanzen ist ebenfalls Teil der ISO-Norm und schreibt die Überprüfung von 24 Substanzen – zum Beispiel Salizylsäure und Ibuprofen – vor.
Ehrlich gesagt, habe ich mir persönlich darüber bisher noch gar nicht so viele Gedanken gemacht, dass etwa ein eingenommenes Schmerzmittel die Blutzuckerwerte verfälschen könnte, wie sieht das bei euch aus? Habt ihr bei eurem Messgerät nach der Einnahme von Medikamenten ggf. schon Abweichungen festgestellt?
Accu-Chek® Guide bietet in jedem Fall mit 202 (!!!) getesteten Störsubstanzen den ausführlichsten Test dieser Art und das hat auch einen wichtigen Grund: Menschen mit Diabetes, besonders ältere Personen, die schon länger mit Diabetes leben, haben oftmals weitere Erkrankungen und nehmen zur Behandlung verschiedene Medikamente ein. Mittel zur Senkung des Blutdrucks und für den Fettstoffwechsel kommen dabei besonders häufig zum Einsatz, finden sich jedoch nicht in den Vorgaben der ISO-Norm. Diese ausführlichen Tests haben bei Accu-Chek Geräten bereits seit über 30 Jahren Tradition.
Da wird schon deutlich, wie zuverlässig die Accu-Chek Blutzuckermessgeräte sind und, dass man sich darauf verlassen kann.
Was spricht noch für Accu-Chek® Guide?
Wie eingangs erwähnt, ist mir wichtig, dass sich das Blutzuckermessgerät einfach und schnell bedienen lässt. Accu-Chek® Guide ist sofort messbereit, d. h. die Messung kann ohne Warten durchgeführt werden.
Es ist klein, passt also auch in meine Gürteltasche, die ich für den Sport nutze. Durch den beleuchteten Teststreifeneinschub wird die Messung auch bei schlechten Lichtverhältnissen erleichtert. Die Teststreifendose ist praktisch, um leichter einen Teststreifen zu entnehmen und verhindert, dass die Teststreifen herausfallen können. Besonders praktisch ist auch die breite Blutauftragsfläche über die gesamte Breite des Teststreifens. Damit wird das Risiko für Fehlmessungen reduziert und die Messung geht leichter von der Hand – so kann ich mich schnell wieder dem Sport oder sonstigen Dingen widmen.