Kategorie: Sport

42 Faktoren

42 Faktoren, die den Blutzucker beeinflussen – und wie sie wirken

„Ich versteh` das nicht, ich habe doch genau das Gleiche gefrühstückt und hatte einen ähnlichen Ausgangswert – und meine Glukosekurve verläuft total anders als gestern! Das ist doch….“

Wir kennen alle solche Momente kennen, eigentlich ist doch alles wie die Tage davor und trotzdem sind die Glukosewerte heute ganz anders. Das nervt und die Frustration über solche Situationen ist mehr als verständlich. Es hilft vielleicht wenig, aber es mag euch ein bisschen trösten: es gibt ca. 42 Faktoren, die bei jeder Therapieentscheidung Ihrer Stoffwechselanpassung eine Rolle spielen.

Wichtig: Nicht jeder Faktor wirkt bei jeder Person gleich, und selbst bei ein und derselben Person kann die Wirkung an verschiedenen Tagen unterschiedlich sein.

Diabetes ist leider keine mathematische Gleichung sondern eine hormonelle Erkrankung. Die Behandlung kein Sprint sondern eine lebenslange Aufgabe. Aber es geht bei unverständlich hohen oder tiefen Werten nicht um „Schuld und Sühne“, wir haben nichts wirklich vorsätzlich falsch gemacht, sondern es ist eher zu vergleichen mit einem Krimi: Wir sind auf der Suche nach dem Täter, und – es ist nicht immer der Gärtner – oder der AID – Algorithmus. 

Deshalb ist die Datenanalyse der eigenen CGM – oder AID Daten der wichtigste Schritt zur möglichen Lösung, denn es kommen ja schließlich 42 Täter= 42 factors, als Ursache in Frage. Kein normales menschliches Hirn kann bei einer Therapieentscheidung:Wieviel spritze ich jetzt für dieses Essen? Wie stark und wann reduziere ich mein Insulin für den Sport?“ + alle 42 Faktoren in einem einzigen Gedankengang gleichzeitig berücksichtigen. Deswegen ist die retrospektive Analyse Ihrer CGM Daten – zuerst alleine, danach im Gespräch mit Ihrem betreuenden Diabetesteam meist der Schlüssel zur „kriminalistischen Lösung“. 

Der Hauptverdächtige ist oft, aber nicht immer,  die Mahlzeit: Wie war die Zusammensetzung und der glykämische Index? Welchen Spritz – Ess Abstand und welche Bolusvariante habe ich gewählt? Stimmte meine KE und FPE Schätzung? Wie hoch war mein aktives Insulin? usw. Gerade beim Mahlzeitenmanagement gibt es inzwischen viele Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen in Form von Literatur oder auch Apps, hier findet ihr ganz aktuell einen Artikel zu:

https://www.diabetiker.info/mahlzeitenschaetzung-mit-ki-wie-verlaesslich-ist-das/

Aber ein jahrzehntelanges Leben mit einem Begleiter braucht manchmal, wie in jeder anderen „Beziehung“ auch, etwas frischen Wind. Wie lange liegt deine letzte Diabetesschulung zurück? Brauchst du vielleicht noch mehr Informationen zur Funktionsweise deines Algorithmus, oder Informationen zu speziellen Lebenssituationen wie Urlaub, Sport, Katheterproblemen etc. Scheu dich nicht, dein Diabetesteam diesbezüglich anzusprechen oder auf diashop.digital bietet DIASHOP ganz viele kostenfreie Online-Veranstaltungen zu den unterschiedlichsten Themenschwerpunkten an:

https://www.diashop.de/technik-zum-anfassen

Von Hautschutz bis zum Familienalltag mit Diabetes, Umgang mit CGM Systemen oder AID – Algorithmen bis hin zur Therapieanpassung beim Sport oder im Urlaub, auf Festivals, mehrmals im Monat erwarten euch informative Online-Veranstaltungen, Tipps und Hilfestellungen, um euren Tätern besser auf die Spur zu kommen und die Herausforderung der 42 Faktoren entspannter zu bestehen.

42 Faktoren, die den Blutzucker beeinflussen – und wie sie wirken

*Quelle: https://diatribe.org/diabetes-management/42-factors-affect-blood-glucose-surprising-update

Ernährung & Getränke

Faktor Wirkung Kurz erklärt
Kohlenhydratmenge Mehr Kohlenhydrate führen zu höheren Anstiegen.
Art der Kohlenhydrate Schnell verdauliche KH erhöhen stärker als ballaststoffreiche.
Ballaststoffe Verlangsamen die Glukoseaufnahme.
Fett Verzögert die Wirkung, späterer Anstieg möglich.
Protein Kann leicht erhöhen, besonders ohne KH.
Alkohol Kurzfristig ↑, später oft ↓ (Unterzucker-Risiko).
Koffein Kann Insulinempfindlichkeit senken.
Mahlzeitengröße Große Portionen → stärkere Anstiege.
Mahlzeitenzeitpunkt Späte Mahlzeiten erhöhen nächtliche Werte.
Dehydration Stresshormone steigen, Blut wird „konzentrierter“.

Medikamente & Insulin

Faktor Wirkung Kurz erklärt
Insulindosis Zu wenig ↑, zu viel ↓.
Zeitpunkt der Gabe Vor dem Essen wirkt anders als danach.
Insulinart Wirkdauer beeinflusst Verlauf.
Abgelaufenes Insulin Verminderte Wirkung.
Injektionsstelle Unterschiedliche Aufnahmegeschwindigkeit.
Pumpen-/Katheterprobleme Insulin kommt verzögert oder gar nicht an.
Steroide Erhöhen Insulinresistenz.
Andere Medikamente Können Werte erhöhen oder senken.

Bewegung & Aktivität

Faktor Wirkung Kurz erklärt
Leichte Bewegung Muskeln verbrauchen Glukose.
Intensive Bewegung Kurzfristig ↑ durch Stresshormone.
Trainingsdauer Längere Aktivität senkt stärker.
Trainingszeitpunkt Morgens oft andere Wirkung als abends.
Fitnesslevel Bessere Insulinempfindlichkeit.
Bewegungsmangel Glukose wird schlechter verwertet.

Körper & Hormone

Faktor Wirkung Kurz erklärt
Stress Ausschüttung von Glukose aus der Leber.
Krankheit/Infekt Entzündungs- und Stresshormone steigen.
Schlafmangel Erhöht Insulinresistenz.
Pubertät Hormonell bedingte Insulinresistenz.
Menstruationszyklus Schwankende Hormonspiegel.
Schwangerschaft Veränderte Insulinbedarfe.
Frühere Unterzuckerung Erhöht Risiko weiterer Hypos.
Verdauungsgeschwindigkeit Beeinflusst Timing der Anstiege.

Umwelt & Verhalten

Faktor Wirkung Kurz erklärt
Hitze Erweiterte Gefäße, schnellere Insulinaufnahme.
Kälte Stressreaktion des Körpers.
Höhenlage Veränderter Stoffwechsel.
Reisen/Jetlag Schlaf- und Essrhythmus verschieben sich.
Rauchen Erhöht Insulinresistenz.
Sonnenbrand Stress- und Entzündungsreaktion.
Häufigkeit des Messens Bessere Entscheidungen stabilisieren Werte.
Dialetics Xalps 2026 Alpenüberquerung

Dein größtes Abenteuer – Dialetics xAlps Alpenüberquerung

Die Dialetics xAlps findet 2026 wieder statt – eine einzigartige Alpenüberquerung für Menschen mit Diabetes. Und ja, du kannst dabei sein!

Stell dir vor, du überquerst die Alpen zu Fuß, erlebst atemberaubende Landschaften und beweist dir selbst, dass der Diabetes dich nicht aufhalten kann. Die Dialetics xAlps Alpenüberquerung macht genau das möglich und geht in die zweite Runde! 12 Menschen, die mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 in neun Tagen gemeinsam die Alpen wandernd überqueren und damit Vorbild und Motivation für viele andere Betroffene sein wollen.

Was erwartet dich bei der Dialetics xAlps Alpenüberquerung?

Vom 2 Juli bis zum 11. Juli 2026 führt die Route von Mittelberg (Österreich) über Warth, Pettneu am Arlberg und Ischgl nach Sur En (Schweiz) bis nach Mals (Italien). In neun Tagen werden 130 km und 7.000 Höhenmeter zurückgelegt, mit Tagesetappen zwischen 7 und 27 km und Aufstiegen von bis zu 1.200 m. Übernachtet wird in Berghütten in Mehrbettzimmern mit Halbpension. Ein professionelles Team aus Bergführern, einer Diabetologin und einem Videografen begleitet euch.

Wer kann teilnehmen?

Ivo sucht acht motivierte Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2, die mindestens 18 Jahre alt sind und über Wandererfahrung sowie eine eigene Ausrüstung verfügen. Dank der Partner ist die Teilnahme für euch kostenlos. Partner der Dialetics xAlps Alpenüberquerung sind u. a. DIASHOP, mylife Loop, Insulet, Dexcom, FreeStyle Libre, Diabetes Anker, SugrSugr und diabetes.de (Deutsche Diabetes Hilfe). 

Wie bereitest du dich vor?

Vor der Tour finden digitale Info-Events statt, bei denen du alles Wichtige erfährst und deine Fragen stellen kannst. Hier findest du dazu alle Infos: dialetics xAlps 2026. Zusätzlich gibt es ein exklusives Vorbereitungsprogramm mit Online-Kursen zu Blutzuckermanagement und Fitness. 

Warum solltest du dabei sein?

Diese Alpenüberquerung ist nicht nur ein Abenteuer, sondern auch ein Statement: Gemeinsam zeigen wir, dass Diabetes uns nicht einschränken muss. Ivo, selbst seit 22 Jahren Typ-1-Diabetiker, hat diese Route bereits zweimal erfolgreich gemeistert. Jetzt möchte er dieses Erlebnis auch mit dir teilen!

Du kannst dabei sein! Unterkunft, Organisation, Betreuung – für dich komplett kostenlos.

Wie kannst du dich für die Dialetics xAlps Alpenüberquerung bewerben?

Bewirb dich bis zum 28. Februar 2026 auf einen der acht freien Plätze. Alle Informationen zur Bewerbung und zu den Info-Events findest du auf der Website: Mehr Infos zur Dialetics xAlps Alpenüberquerung 

Nutze diese Chance und sei Teil eines unvergesslichen Abenteuers! 

Die Dialetics xAlps stehen für Mut, Selbstvertrauen und die Botschaft: Diabetes hält uns nicht auf. Wenn du Lust auf eine echte Challenge hast und Teil dieser Geschichte sein willst, dann bewirb dich jetzt.

 

Diabetes-Veranstaltungen

Bevorstehende Diabetes-Veranstaltungen in der Event-Lounge www.diashop.digital

DIASHOP hat wieder eine Reihe an Diabetes-Veranstaltungen geplant. Diese finden online in der Event-Lounge www.diashop.digital und vor Ort in den Diabetes-Fachgeschäften von DIASHOP statt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Meldet euch jetzt dafür an, um euch euren Platz zu sichern. Welche Diabetes-Veranstaltungen erwarten euch in den kommenden Monaten?

Vorstellung der aktuellen CGM-Lösung Accu-Chek SmartGuide

04. Februar 2026, 18.00 Uhr

Informieren Sie sich über den Accu-Chek SmartGuide von Roche Diagnostics Deutschland. Die neue CGM-Lösung sendet kontinuierlich Werte ans Smartphone, ist dank einfachem Applikator leicht zu setzen und hält bis zu 14 Tage. Mit intelligenten Vorhersagen bis zu 7 Stunden wissen Sie, wohin sich Ihre Werte entwickeln, und können rechtzeitig reagieren. Individuelle Alarme und klare Darstellungen geben Sicherheit – ob bei drohender Unterzuckerung in 30 Minuten, Veränderungen in 2 Stunden oder nächtlichen Risiken. Das Team von Roche Diagnostics Deutschland stellt Ihnen die neue CGM-Lösung vor.

Für wen? Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? Roche Raum

Diabetestechnik live erleben

11. Februar 2026, 18.00 Uhr

Diabetesberaterin Bettina Mittermeier stellt Ihnen die aktuellen Insulinpumpen, AID- und CGM-Systeme vor.

Für wen? Menschen mit Typ-1-Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams
Wo? Im DIASHOP Raum

Lernen Sie mehr über Ihren Diabetes mit den FreeStyle Libre Messsystemen

03. März 2026, 18.00 Uhr

Lernen Sie und Ihre interessierten Angehörigen die Vorteile des FreeStyle Libre 3 / 3 Plus Messsystems kennen – und entdecken Sie, wie die kontinuierliche Glukosemessung mit FreeStyle Libre Ihren Alltag erleichtern kann. Erfahren Sie, wie Ernährung und Bewegung Ihre Glukosewerte beeinflussen – und wie FreeStyle Libre diese Effekte kontinuierlich sichtbar macht im Gegensatz zu traditionellen Mess-Methoden mit Blutzuckertesttreifen. Stellen Sie Ihre Fragen vor Ort und bestellen Sie bei Interesse unverbindlich einen Probesensor.

Für wen? Menschen mit Typ-2-Diabetes und Ihre Angehörigen

Wo? Abbott Raum

Vorstellung mylife YpsoPump / AID mit mylife Loop 

04. März 2026, 18.00 Uhr

mylife Loop ist die spannende Kombination aus der Insulinpumpe mylife YpsoPump, optional dem CGM-System Dexcom G6 oder FreeStyle Libre 3 und FreeStyle Libre 3 Plus und dem Algorithmus mylife CamAPS FX. Das Ypsomed Team stellt Ihnen mylife Loop ausführlich vor und beantwortet Ihre Fragen.

Für wen? Menschen mit Typ-1-Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? Ypsomed Raum

Gesunde Haut bei Diabetes – die richtige Pflege für ihr Hautbedürfnis finden

12. März 2026, 18.00 Uhr

Juckreiz, Trockenheit oder gereizte Haut? Bei Diabetes ist gesunde Haut kein Zufall. Erfahren Sie, warum die Haut besonders sensibel reagiert und wie einfache Pflegeroutinen viel bewirken können. Unsere Online-Veranstaltung zeigt, wie Sie Ihre Haut gezielt schützen und Komplikationen frühzeitig vorbeugen – ein kompaktes Update mit praktischen Tipps für mehr Wohlbefinden im Alltag mit Diabetes.

Für wen? Alle, die an Hautgesundheit interessiert sind

Wo? DIASHOP Raum

Diabetes-Schnack: Notfallmanagement

19. März 2026, 18.00 Uhr

„Diabetes Schnack“ heißt die Veranstaltungsreihe des Diabetologen Dr. Oliver Schubert-Olesen – live aus dem DIASHOP Diabetes-Fachgeschäft Hamburg. Wir laden Sie herzlich ein, bei dieser Hybrid-Veranstaltung über diashop.digital dabei zu sein. 

Thema des Diabetes Schnack: Notfallmanagement

Wenn es plötzlich schnell gehen muss: In unserer Online-Veranstaltung erfahren Sie, worauf Menschen mit Diabetes achten sollten, wenn kurzfristig ein Krankenhausaufenthalt ansteht. Wie bereiten Sie sich kurzfristig vor, was gehört unbedingt in die Kliniktasche (Medikamente, Hilfsmittel, Dokumente), welche Infos sind für das Behandlungsteam entscheidend – und wie vermeiden Sie typische Risiken rund um Insulin, Mahlzeiten, Nüchternzeiten und Untersuchungen? Praxisnah, klar und sofort umsetzbar, damit Sie auch im Akutfall gut vorbereitet sind.

Für wen? Menschen mit Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Erfahrungsaustausch zur mylife YpsoPump 

24. März 2026, 18.00 Uhr

Diese Veranstaltung richtet sich an alle, die das System mylife YpsoPump / mylife Loop bereits tragen. Das Ypsomed Team bringt eine Reihe an Tipps und Tricks mit und beantwortet gerne Ihren Fragen Fragen (bitte beachten Sie, dass Fragen zur Therapie nicht beantwortet werden können).


Für wen? Anwender:innen des Systems mylife YpsoPump / mylife Loop

Wo? Ypsomed Raum

Diabetestechnik live erleben: CGM-Systeme

25. März 2026, 18.00 Uhr

Diabetesberaterin Bettina Mittermeier stellt Ihnen die aktuellen CGM-Systeme vor.

Für wen? Menschen mit Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Diabetes im Familienalltag: Wissen, das Sicherheit gibt

15. April 2026, 18.00 Uhr

Diabetes bei Kindern wirft viele Fragen auf – und oft auch Sorgen. Was bedeutet die Diagnose wirklich für den Alltag? Wie gelingt ein entspanntes Miteinander in Kindergarten, Schule und Betreuung? Und wie können Eltern ihr Kind stärken, ohne ständig kontrollieren zu müssen?
In dieser Online-Veranstaltung richtet sich der Blick bewusst auf das, was Familien heute entlastet und stärkt. Wir sprechen darüber, wie moderne Technik Sicherheit gibt, wie Unter- und Überzuckerungen ruhig und souverän gemeistert werden können und warum Vertrauen und Gelassenheit so entscheidend sind.
Im Mittelpunkt steht die Botschaft: Diabetes lässt sich gut in ein ganz normales Leben integrieren. Mit Wissen, einer offenen Kommunikation und einer zuversichtlichen Haltung können Eltern und Kinder Sicherheit gewinnen, Ängste abbauen und Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit entwickeln.

Für wen? Kinder und Jugendlich mit Diabetes, deren Eltern sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Das richtige CGM-System für Neueinsteiger und Wechsler. Bessere Zielerreichung in der Therapie mit Dexcom

21. April 2026, 18.00 Uhr

Der Einstieg in die CGM-Therapie – oder der Wechsel zu einem anderen System – ist ein entscheidender Schritt für eine erfolgreiche Diabetesbehandlung. Doch nicht jedes CGM unterstützt Menschen mit Diabetes gleichermaßen dabei, ihre Therapieziele zu erreichen. 
In diesem Vortrag beleuchten wir typische Herausforderungen bei Neueinsteigern und bestehenden CGM-Nutzern und zeigen, warum die Wahl des passenden CGM-Systems von Beginn an eine wichtige Rolle spielt. Dabei wird aufgezeigt, wie Dexcom CGM mit individuell einstellbaren Alarmen, kurzer Aufwärmzeit und flexibler Handhabung beim Sensorwechsel dazu beitragen kann, mehr Zeit im Zielbereich zu erreichen und die Sicherheit im Alltag zu erhöhen. Unterschiedliche Anzeigemöglichkeiten unterstützen zudem Flexibilität und eine gute Integration der CGM-Therapie in den Alltag sowie ins Diabetesteam.

Für wen? Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? Dexcom Raum

Gesunde Haut, starke Füße: Diabetes und Wundversorgung ganzheitlich gedacht

28. April 2026, 18.00 Uhr

Modul 1 – Haut verstehen & richtig pflegen

Die Haut leistet jeden Tag wichtige Arbeit – sie schützt, warnt und zeigt früh, wenn etwas nicht stimmt. Gerade bei Diabetes ist es wichtig, Veränderungen an Haut und Füßen rechtzeitig zu bemerken. In diesem Modul lernen Sie, wie die Haut aufgebaut ist, was sie schwächt und wie Sie trockene Stellen, Druckstellen oder kleine Risse früh erkennen können. Wir zeigen Ihnen einfache Pflegeroutinen, Tipps zur täglichen Selbstkontrolle und worauf Sie bei Schuhen und Socken achten sollten. So können Sie Hautproblemen und vielen Wunden wirksam vorbeugen.


Für wen? Menschen mit Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Mit Fett-Protein-Einheiten rechnen / Ernährung im Sommer mit Dr. Mirjam Eiswirth

29. April 2026, 18.00 Uhr

Eis, Grillabende, Pizza, Salate mit Dressing oder lange Sommerabende mit Freunden: Im Sommer verändert sich nicht nur der Alltag, sondern oft auch das Essverhalten. Doch wie wirken sich Fett und Eiweiß auf den Blutzucker aus? Dr. Mirjam Eiswirth berichtet über ihre Erfahrungen und gibt Tipps zur Berechnung der Fett-Protein-Einheiten (FPE).

In dieser Online-Veranstaltung erfahren Sie verständlich und praxisnah, wie FPE funktionieren, wann sie relevant sind und worauf bei sommerlichen Lebensmitteln besonders zu achten ist. Sie erhalten konkrete Tipps für typische Sommersituationen, lernen häufige Fehler zu vermeiden und gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit Ernährung und Insulin – auch bei Hitze, Bewegung und spontanen Mahlzeiten. Für alle, die den Sommer genießen möchten, ohne ständig den Blutzucker im Blick behalten zu müssen.


Für wen? Menschen mit Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Vorstellung mylife YpsoPump / AID mit mylife Loop 

06. Mai 2026, 18.00 Uhr

mylife Loop ist die spannende Kombination aus der Insulinpumpe mylife YpsoPump, optional dem CGM-System Dexcom G6 oder FreeStyle Libre 3 und FreeStyle Libre 3 Plus und dem Algorithmus mylife CamAPS FX. Das Ypsomed Team stellt Ihnen mylife Loop ausführlich vor und beantwortet Ihre Fragen.


Für wen? Menschen mit Typ-1-Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? Ypsomed Raum

Diabetestechnik live erleben mit Neuigkeiten von der Frühjahrstagung

21. Mai 2026, 18.00 Uhr

Diabetesberaterin Bettina Mittermeier stellt Ihnen die aktuellen Insulinpumpen, AID- und CGM-Systeme vor und bringt Neuigkeiten von der Diabetes Frühjahrstagung 2026 mit.

Für wen? Menschen mit Typ-1-Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Schulsport, Vereinssport oder Profisport: Was müssen Kinder, Jugendliche und ihre Eltern bei ihrer Therapieanpassung beachten? Mit Ulrike Thurm

8. Juni 2026, 16.00 Uhr

Sport ist wichtig für die körperliche, soziale und emotionale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Doch wie lässt sich sportliche Aktivität sicher mit einer bestehenden Diabetes-Therapie vereinbaren?

In unserer Online-Veranstaltung erfahren Kinder, Jugendliche und ihre Eltern, worauf es bei der Therapieanpassung im sportlichen Alltag ankommt. Ulrike Thurm (Diabetesberaterin DDG, Autorin der Diabetes- und Sportfibel, sowie Co-Autorin der AID-Fibel) gibt praxisnahe Einblicke, zeigt typische Herausforderungen auf und erklärt, wie Therapie, Training und Wettkampf gut aufeinander abgestimmt werden können.

Ob Einstieg in den Schulsport, ambitioniertes Vereinstraining oder der Weg in den Leistungssport – diese Veranstaltung bietet wertvolle Orientierung, Sicherheit und konkrete Tipps für einen aktiven und gesunden Alltag.

Für wen? Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Hautschutz und Fixierung bei CGM-Sensoren und Insulinpumpensystemen

11. Juni 2026, 18.00 Uhr

CGM-Sensoren und Insulinpumpen sind aus dem Alltag vieler Menschen mit Diabetes nicht wegzudenken – für die Haut jedoch oft eine Herausforderung. Erfahren Sie, wie Hautzreizungen entstehen und warum der richtige Hautschutz entscheidend für den Therapieerfolg ist. Entdecken Sie praxisnahe Lösungen für eine sichere Fixierung, mehr Tragekomfort und eine gesunde Haut – auch bei Sport, Hitze und langer Tragedauer. Ein wertvoller Impuls für mehr Sicherheit, Komfort und Vertrauen in Ihre Diabetestechnik.

Für wen? Alle, die an Hautgesundheit interessiert sind

Wo? DIASHOP Raum

Gesunde Haut, starke Füße: Diabetes und Wundversorgung ganzheitlich gedacht

16. Juni 2026, 18.00 Uhr

Modul 1 – Haut verstehen & richtig pflegen

Die Haut leistet jeden Tag wichtige Arbeit – sie schützt, warnt und zeigt früh, wenn etwas nicht stimmt. Gerade bei Diabetes ist es wichtig, Veränderungen an Haut und Füßen rechtzeitig zu bemerken. In diesem Modul lernen Sie, wie die Haut aufgebaut ist, was sie schwächt und wie Sie trockene Stellen, Druckstellen oder kleine Risse früh erkennen können. Wir zeigen Ihnen einfache Pflegeroutinen, Tipps zur täglichen Selbstkontrolle und worauf Sie bei Schuhen und Socken achten sollten. So können Sie Hautproblemen und vielen Wunden wirksam vorbeugen.

Für wen? Menschen mit Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Das richtige CGM-System für Neueinsteiger und Wechsler. Bessere Zielerreichung in der Therapie mit Dexcom

17. Juni 2026, 18.00 Uhr

Der Einstieg in die CGM-Therapie – oder der Wechsel zu einem anderen System – ist ein entscheidender Schritt für eine erfolgreiche Diabetesbehandlung. Doch nicht jedes CGM unterstützt Menschen mit Diabetes gleichermaßen dabei, ihre Therapieziele zu erreichen. 
In diesem Vortrag beleuchten wir typische Herausforderungen bei Neueinsteigern und bestehenden CGM-Nutzern und zeigen, warum die Wahl des passenden CGM-Systems von Beginn an eine wichtige Rolle spielt. Dabei wird aufgezeigt, wie Dexcom CGM mit individuell einstellbaren Alarmen, kurzer Aufwärmzeit und flexibler Handhabung beim Sensorwechsel dazu beitragen kann, mehr Zeit im Zielbereich zu erreichen und die Sicherheit im Alltag zu erhöhen. Unterschiedliche Anzeigemöglichkeiten unterstützen zudem Flexibilität und eine gute Integration der CGM-Therapie in den Alltag sowie ins Diabetesteam.

Für wen? Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? Dexcom Raum

Urlaub, Reisen, Festival: Herausforderungen für die Therapieanpassung, mit Ulrike Thurm

22. Juni 2026, 18.00 Uhr

In dieser praxisnahen Online-Veranstaltung beleuchtet Ulrike Thurm, Diabetesberaterin DDG, Autorin der Diabetes- und Sportfibel, sowie Co-Autorin der AID-Fibel, wie moderne AID-Systeme im Kontext Urlaub, Reisen und Festivals reagieren, welche individuellen Einstellungen sinnvoll sind – und wie Unterzuckerungen und Glukoseanstiege vermieden werden können.


Für wen? Menschen mit Typ-1-Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Diabetes Typ-1

Moderne Technik, Planung & Motivation: der TransAlpine Run mit Typ-1 Diabetes 

Typ-1 Diabetes und Extremsport – Markus Sauer, leidenschaftlicher Marathon-Läufer zeigt, dass diese Herausforderung mit gutem Diabetesmanagement und Planung möglich ist. Die Diagnose, die Markus vor 10 Jahren erhielt, spornte ihn sogar noch an, es erst recht zu schaffen. Im September 2025 nahm er am TransAlpine Run (TAR) teil, einem sehr anspruchsvollen Lauf über die Alpen. Dabei ging es in 7 Tagen von Lech am Arlberg (Österreich) an den Reschensee in Südtirol (Italien). Die Strecke belief sich auf 243 Kilometer und herausfordernde 15.135 Höhenmeter.

Entscheidend: Glukosewerte im Gleichgewicht halten

Entscheidend ist dabei vor allem, die Glukosewerte im Gleichgewicht zu halten, um den körperlichen und mentalen Belastungen gewachsen zu sein. Markus verwendet hierfür den mylife Loop mit mylife CamAPS FX – ein AID-System, das ihn bei seinen Läufen effektiv unterstützt. Bei diesem Smartphone-basierten Therapiemanagement wird die mylife YpsoPump Insulinpumpe mit der mylife CamAPS FX App verwendet, die sowohl auf Android als auch auf iOS-Betriebssystemen läuft und wahlweise mit dem Dexcom G6 CGM-Sensor oder den FreeStyle Libre 3 CGM-Sensoren kombiniert werden kann. Dieses automatisierte Insulinabgabe-System unterstützte Markus zuverlässig während der Vorbereitung auf den TAR, während der 7-tägigen Herausforderung und auch in den Erholungsphasen zwischendurch. Durch genaue Vorbereitung, kontinuierliches Training und viele bereits absolvierte Marathons kennt Markus den mylife Loop sehr gut und hat gelernt, auf die Signale seines Körpers zu hören. Für alle Eventualitäten ist Markus dabei bestens vorbereitet: Er hat immer Proteinriegel, Invertzuckersirup, Glukagon und auch einen Insulinpen dabei – so kann er im Notfall sofort handeln.

Diabetes ist kein Hindernis

Beeindruckend ist vor allem Markus’ mentale Stärke: «Der Diabetes ist kein Hindernis, Grenzen sind nur Kopfsache und eine Frage der persönlichen Einstellung»: Mit seinem Lauf möchte Markus Sauer seine positive Einstellung zum Diabetes sichtbar machen und andere inspirieren, ebenfalls Sport zu treiben – immer mit dem nötigen Bewusstsein für die eigenen Grenzen. «Hör auf deinen Körper, dann ist alles möglich!» Anstatt sich vom Diabetes bremsen zu lassen, nutzt er ihn als Antrieb. So wird er für viele Menschen mit Typ-1 Diabetes zu einem Vorbild darin, Bewegung in jeder Form fest in das Leben einzubauen. 

Bei seinen großen Marathons läuft Markus oft und gerne im Team mit seinem Freund Peter. Dieser kennt sich inzwischen auch mit dem Diabetes richtig gut aus. Seine Diabetes-Daten konnte Markus beim mylife Loop sogar mit Hilfe der Companion-Funktion mit Peter teilen. Dabei werden die Therapie-Daten der mylife CamAPS FX App per Fernüberwachung an die App eines anderen Smartphones übertragen, quasi gespiegelt, so dass sein Freund einen Blick auf seine Therapie werfen konnte. Gerade in aufregenden Zeiten ist diese Funktion eine hilfreiche Option.

Die Vorbereitung auf die Marathons plant Markus sehr genau. Dank der verschiedenen Funktionen des mylife Loop wird die Diabetes-Therapie während des Wettkampfs einfacher. Markus passt zum Beispiel den persönlichen Glukosezielwert an die sportliche Belastung an. Außerdem kann Markus mit den Funktionen Ease-off und Boost individuell auf höheren oder niedrigeren Insulinbedarf reagieren.

Erfahrungsbasierte, flexible Bolusstrategie

Wie sieht üblicherweise ein Wettkampftag in Sachen Mahlzeiten für ihn aus? Markus steht vier Stunden vor einem Marathon auf, um ausgiebig zu frühstücken. Sein Anspruch dabei ist es, gut durch jede Etappe zu kommen. Mit einem Müsli nimmt er eine Mischung aus schnell und langsam verfügbaren Kohlenhydraten zu sich und schaut, was das Buffet im Hotel sonst noch hergibt an Vollkornprodukten, Butter, Honig, Marmelade, Wurst und Käse. «Mein Körper wird mir schon sagen, worauf er Lust und Hunger hat.» Beindruckend ist auch hierbei, was Markus für ein gutes Körpergefühl hat.

Während des Laufens achtet er darauf, pro Stunde zwischen einem halben und einem Liter Wasser zu trinken. Elektrolytgetränke lässt er an den Verpflegungsstationen aus, weil er deren Zuckergehalt nicht genau abschätzen kann. Stattdessen löst er Salz in Wasser auf und trinkt es zusätzlich. Auch eine Banane oder eine leicht gesalzene Suppe gehören zu seiner Routine. Energieriegel und Gels hat er immer ausreichend dabei.

Seine Bolusstrategie gestaltet er flexibel und auf seine Erfahrungen abgestimmt. Am ersten Tag hat er zunächst auf größere Anpassungen verzichtet – nur wenn der Start unmittelbar nach dem Frühstück liegt, reduziert er die Dosis. Ab dem zweiten Tag hat er seine Strategie anhand der bisherigen Erfahrungen justiert. Zum Frühstück gibt er an Wettkampftagen meist weniger Insulin ab, und im Verlauf solcher Tage liegt seine Bolusmenge bei etwa 50 bis 75 % der gewohnten Dosis. Mit dieser Einstellung fährt er in der Regel gut, auch wenn er im Laufe der TransAlpine-Run-Woche die Menge sogar noch weiter verringern musste.

Sicherheit auch in Ruhephasen

Der mylife Loop mit mylife CamAPS FX gibt Markus auch in den Ruhephasen Sicherheit. Besonders nachts hilft ihm das System, Hypoglykämien zu vermeiden. Er weiß aus Erfahrung, dass das sehr gut funktioniert: So wacht er erholt auf und kann mit gutem Appetit frühstücken – die beste Grundlage für den nächsten Lauf.

Spannend ist, dass bei jedem Sportler mit Typ-1 Diabetes die Kalkulation von Mahlzeiten, Snacks und Bewegung sehr individuell funktioniert. Daher ist es wichtig zu betonen, dass sich Markus Einstellungen des mylife Loop auf keinen Fall einfach so auf andere Sportler mit Typ-1 Diabetes übertragen lassen. Wichtig ist vor allem, für sich selbst gut zu planen und individuell vorzusorgen, um als Typ-1 Sportler an Wettkämpfen teilnehmen zu können. Ein gutes AID-System wie der mylife Loop, der sehr viele Möglichkeiten zur Planung von Bewegung und Sport bietet, ist hierbei eine große Unterstützung.

Erfahre mehr über Markus Sauers beeindruckende Erfahrung beim TransAlpine Run – hier geht’s zur ganzen Story! Wir freuen uns schon auf die nächste spannende Geschichte von Markus – denn wie er sagt, hat er seine persönlichen Grenzen und die Grenzen seines mylife Loop auch beim TAR noch nicht gefunden. Wenn ihr mehr über Markus wissen möchtet, findet ihr außerdem auf seiner Website www.suess-sauer.at viele spannende Inhalte.

xAlps 2025

xAlps 2025: Interview mit Ivo Rettig (Dialetics)

Mit Teamgeist durch Regen, Höhenmeter und Hypo-Kohlenhydrate: xAlps 2025. 130 Kilometer, 7.000 Höhenmeter, neun Tage, zwölf Menschen mit Typ-1-Diabetes – und unzählige unvergessliche Erlebnisse: Die Dialetics xAlps 2025 waren weit mehr als eine sportliche Herausforderung. Sie wurden zu einem emotionalen Abenteuer voller Höhen, Tiefen – und beeindruckendem Teamgeist. Wir wollten mehr erfahren und haben Ivo Löcher in den Bauch gefragt.

Interview mit Ivo über die xAlps 2025

Was lief unterwegs ganz anders, als du es erwartet hattest – positiv wie negativ?

Ivo: Das Wetter war tatsächlich durchwachsener als erhofft. Wir sind direkt am ersten Tag in strömendem Regen losgelaufen. Das hat uns aber abgehärtet und wir waren bestens gewappnet für jedes Wetter der kommenden Tage. Was ich auch nicht erwartet hatte: Uns blieb dank unseres perfekten Wandertempos der Muskelkater weitgehend erspart. Ich persönlich war überrascht, wie schnell 12 Menschen, die sich davor noch nicht kannten, zu einem Team zusammengewachsen sind. Von Tag 1 an wurde sich unterstützt und motiviert – man war jederzeit füreinander da, das hat diese Tour sehr besonders gemacht. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich 750g von dem einen Kilo Brot wieder mit nach Hause schleppe, wir waren deutlich häufiger Mittagessen als gedacht, die Käsespätzle waren einfach zu lecker:)

Gab es kritische Momente, in denen ihr umdenken oder improvisieren musstet?

Ivo: An einer Stelle war der Weg wegen der starken Regenfälle der letzten Tage abgerutscht und daher nicht mehr normal begehbar. Mit Hilfe eines Kletterseils konnten wir uns rückwärts laufend sicher den Hang abseilen und diese schwierige Stelle überwinden.

Was war das absolute Highlight – ein bestimmter Moment, ein Dialog, ein Sonnenaufgang?

Ivo: Ein einziges Highlight herauszupicken fällt mir extrem schwer. Jeder Tag war anders, jeder mit seinen eigenen atemberaubenden Momenten. Wir haben in Eisbächen und -seen gebadet, sind über schmale Brücken oder an steilen Abhängen gewandert, haben eine Schneeballschlacht mit dem letzten Schnee des Jahres gemacht, haben äußerst lecker gegessen, haben unterschiedliche Sonnenauf- und untergänge bestaunt, sind auf Gipfel gestiegen, haben Eis gegessen, stürmischem Regen getrotzt, Blasen beklebt, Kohlenhydrate und FPE geschätzt, BZ-Werte besprochen und vieles mehr. Ich würde sagen, mein Highlight war diese besondere Gruppe, die Menschen, die dort zusammenkamen. Sie haben diese 9 Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.

Wie hat die Gruppe miteinander funktioniert – gerade im Hinblick auf die unterschiedlichen Diabetesverläufe und Tagesformen?

Ivo: Ich glaube dadurch, dass wir alle Diabetes haben, standen wir uns von Tag 1 an näher als wir alle erwartet haben. Es war von Beginn an eine sehr schöne, freundliche, motivierte, empathische und euphorische Stimmung in der Gruppe. Es waren Menschen mit ICT, AID oder Pumpe mit Sensor dabei, wir waren sechs Frauen und sechs Männer von 19 bis 67 Jahren. Diese Diversität war eine Bereicherung für die Gruppe. Das hat sich auch in den Gesprächen zu Blutzuckerverläufen und der Tagesform widergespiegelt. Die BZ-Verläufe waren meist sehr gut. Wir hatten während der gesamten Tour keine schwere Unterzuckerung. Wir haben regelmäßig Pausen gemacht, BZ-Werte gemessen und bei Bedarf korrigiert oder etwas gegessen. Auch da waren alle TeilnehmerInnen füreinander da, es wurden fleißig Hypo-Kohlenhydrate geteilt. Es gab auch den ein oder anderen niedrigen Blutzucker, wegen dem wir dann Pause gemacht haben. Das war für alle selbstverständlich.. Über die Nacht gab es immer wieder mal Alarme von unseren Pumpen oder Sensoren, die haben aber mehr unsere Zimmernachbarn gestört als uns selbst. Wir hatten alle unsere Hypo-KEs am Bett und konnten so auch in der Nacht entsprechend handeln. Es hat sich gezeigt, dass die Vorbereitung der Gruppe durch die Dialetics Online-Schulungen und die Trainings-Wanderungen eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der xAlps 2025 war. Es war besonders schön zu sehen, wie die Gruppe untereinander Strategien für das Blutzuckermanagement ausgetauscht hat – selbst diejenigen, die schon lange mit der Diagnose leben, hatten so einige Aha-Effekte.

Gab es ein „Wir schaffen das“-Erlebnis, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ivo: Das Abendessen am zweiten Abend, der Tisch war so reichlich mit Schnitzel, Bratkartoffeln, Salat und anderen Leckereien gefüllt und die Wirtin so eine herzensgute Person, dass wir es uns nicht haben nehmen lassen, alle Teller fein aufzuessen. Das war selbstverständlich das einzige “Wir schaffen das”-Erlebnis ;)-

An Tag 6 stand uns der herausfordendste Tag mit über 1200 Höhenmeter und 25 km bevor. Abends haben wir gemeinsam mit unserem Bergführer Ralf die Route und die Wetterprognose besprochen. Genau zu der Zeit kam dann auch das Care-Paket von DiaShop mit einer neuen Ladung Hypo-Snacks – bestes Timing! Wir haben uns alle unglaublich gefreut und wussten: Mit frisch aufgefüllten Snack-Vorräten können wir den Tag voller Energie und hoch motiviert angehen.

Was habt ihr über Typ-1-Diabetes unter Extrembedingungen gelernt?

Ivo: Jede Situation ist individuell und erfordert Maßnahmen, die auf die jeweilige Person abgestimmt sind. Die gängigen Empfehlungen zu Diabetes und Sport geraten hier teilweise an ihre Grenzen. Mindestens genauso wichtig wie das theoretische Wissen ist eine gute Vorbereitung, eine breite Analyse der eigenen BZ-Werte bei Sport und Bewegung und ein fundiertes Verständnis des eigenen Therapiesystems (AID, Pen, Pumpe) sowie des eigenen Stoffwechsels in solchen Situationen. Jeder Teilnehmende hat ganz individuelle und darauf genau abgestimmte Maßnahmen, um den Blutzucker auch bei einer so anstrengenden und herausfordernden Tour über mehrere Tage im Zielbereich zu halten. Wir haben es als Gruppe geschafft, die meiste Zeit zwischen 70% und 80% im Zielbereich zu bleiben. Das war nur möglich, weil sich alle davor intensiv mit ihren BZ-Verläufen auseinandergesetzt haben, gerade unter sportlicher Betätigung. Kleine Anpassungen haben wir dann auch noch vor Ort gemacht, denn natürlich kamen auch noch Faktoren hinzu, die man nicht planen kann – zum Beispiel Adrenalin oder Wetter. Aber alles in allem kann man sagen, dass jede Person mit Diabetes, die das möchte, es mit der richtigen Vorbereitung auch schaffen kann.

Hattest du das Gefühl, dass sich manche die Tour ganz anders vorgestellt hatten – körperlich, emotional oder bezogen auf das Diabetes-Management?

Ivo: Ich denke, die wenigsten Menschen können einschätzen, was so eine Tour bedeutet, bevor sie sie gemacht haben. Daher haben wir ein umfangreiches Trainingsprogramm und einige Vorbereitungstermine mit den TeilnehmerInnen gemacht. Aber auf manches kann man sich nicht immer vorbereiten, beispielsweise war das Wetter am ersten Tag direkt sehr schwül, regnerisch, stürmisch und damit besonders anstrengend. Auch die Höhe kann es in diesem Zusammenhang besonders anspruchsvoll machen. Darüber sollte man sich im Vorfeld bei so einer Tour durchaus im Klaren sein. Sicherlich gab es Momente, die den einen oder die andere überrascht haben. Bspw. gab es TeilnehmerInnen, die sich gefragt haben, wie es wohl ist, mit so vielen “Unbekannten” in einem Matratzenlager zu schlafen, oder mit so vielen Menschen unterschiedlichen Alters unterwegs zu sein. Aber ich würde sagen, dass daran am ersten Tag schon niemand mehr gedacht hat. Auf das Diabetes-Management bezogen hat es viele überrascht, wie groß der Einfluss dieser ungewohnten Intensität an Bewegung und Dauer auf den Blutzucker ist. Bei einigen hat sich der Insulinbedarf etwa halbiert.

Was würdest du Menschen mit Diabetes sagen, die von so einer Tour träumen, aber sich (noch) nicht trauen?

Ivo: Der erste Schritt ist der wichtigste: die Entscheidung, eine solche Tour in Angriff zu nehmen. Die Gemeinschaft gibt zudem unglaubliche Sicherheit. Ich würde  jedem raten, sich Schritt für Schritt darauf vorzubereiten: mit Wanderungen,  gezielten Trainings und ausreichend Zeit für die Analyse und Optimierung der Blutzuckerwerte – auch gemeinsam mit anderen Menschen mit Diabetes. Ganz nach dem Motto: “Übung macht den / die MeisterIn”. Gerne kann ich im Rahmen meines Mentorings auch dabei unterstützen. Und wer jetzt denkt: So eine Alpenüberquerung würde ich auch gerne mal machen, habe ich gute Nachrichten: Die Dialetics xAlps soll 2026 wiederholt werden. Auf die werden wir uns natürlich auch wieder gemeinsam mit einem Trainingsplan gemeinsam vorbereiten. 

Planst du eine Fortsetzung oder neue Projekte in dieser Art?

Ivo: Ja absolut, die Dialetics xAlps 2026 sind schon in Planung. Wir freuen uns über ein sehr positives Feedback unserer Sponsoren, Partner und TeilnehmerInnen. Die Anzahl der Bewerbungen aus diesem Jahr hat die freien Plätze bei weitem übertroffen und wir freuen uns, im kommenden Jahr wieder einigen Menschen die Chance geben zu können, diese einmalige Tour mit uns zu meistern. Für 2026 planen wir auch noch andere Events, über die wir dann auf unserer Website www.dialetics.com informieren werden.

Wenn du die Tour in einem einzigen Wort oder Satz beschreiben müsstest – wie würde der lauten?

Ivo: Menschen, die zu Freunden werden, schreiben gemeinsam Geschichte.