Kategorie: Soziales

Diabetes-Community: Zusammen ist man weniger allein

Ich erinnere mich an 1997 zurück. Damals wurde bei mir Diabetes Typ 1 diagnostiziert. Ich habe in einem Dorf gewohnt mit etwa 250 Einwohnern. Von denen hatte niemand Diabetes Typ 1. Auch zwei, drei, vier, fünf Dörfer weiter war mir zumindest niemand bekannt. Der nächste Diabetologe saß in Gifhorn, etwa 20 Minuten Autofahrt von meinem Heimatdorf entfernt. Von einer Diabetes-Community konnte ich nur träumen. Doch heute sieht alles ganz anders aus…

Diabetes-Community
Von einer Diabetes-Community konnte ich damals nur träumen. In einer Selbsthilfegruppe suchte ich den ersten Kontakt zu anderen Typ-1-Diabetikern.

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Krankenkassen-Entscheidungen…“Rein vong Logik her“ ;)

Krankenkassen und ihre Entscheidungen
Krankenkassen-Entscheidungen: Die Begründung für die Ablehnung der Kostenübernahme seitens der Krankenkassen ist nicht immer einleuchtend.

Wenn Krankenkassen sich mal wieder stur stellen und die Kosten für eindeutig Nutzen-bringende Therapiehilfsmittel nicht tragen möchten…

Wir haben es wohl alle schon erlebt. Dem einen werden von der Krankenkasse beispielsweise die Insulinpumpe, dem anderen das CGMS oder FreeStyle Libre nicht gezahlt. Die Kosten dürfen wir selbst tragen. (An dieser Stelle bin ich u. a. schon einmal darauf eingegangen, wie hilfreich CGM-und FGM-Systeme für Diabetiker sind).

Dass die Krankenkassen nicht für alle Diabetiker alle Kosten übernehmen können, ist klar wie Kloßbrühe. Natürlich kann auch nicht jeder Einzelfall berücksichtigt werden, obwohl jeder Diabetiker eine individuelle Therapie benötigt. Hier muss nach Dringlichkeit entschieden werden.

 

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Wie offen sollte ich mit dem Diabetes im Job umgehen?

Diabetes im Job, ein heiß diskutiertes Thema… Es fängt schon bei der Bewerbung an: Soll ich den Diabetes bereits in der Bewerbung angeben, erst im Vorstellungsgespräch erwähnen oder vielleicht doch erst, wenn ich den Job sicher habe? Oder gar vollkommen verschweigen, gar nicht drüber reden? Was aber, wenn ich eine Unterzuckerung habe, die Sache auffliegt? Kann ich es schaffen, unbemerkt meinen Blutzucker zu messen und Insulin zu spritzen? Möchte ich meinen Diabetes überhaupt verheimlichen?

Fragen über Fragen. Man kann sie leider nicht pauschal beantworten. Diabetiker müssen das je nach Situation, Anforderungen im Job und Unternehmen entscheiden.

Diabetes im Job
Diabetes im Job: soll ich den Diabetes bereits in der Bewerbung angeben, erst im Vorstellungsgespräch erwähnen oder vielleicht doch erst, wenn ich den Job sicher habe?

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Volkskrankheit Diabetes: Bessere Versorgung für Menschen mit Migrationshintergrund gefordert

Fast ein Fünftel aller in Deutschland lebenden Menschen hat einen Migrationshintergrund. Laut Schätzungen sind etwa 600.000 davon an Diabetes mellitus erkrankt. Experten vermuten, dass die Dunkelziffer noch höher ist, unter anderem durch die Zuwanderung in den letzten Jahren. Aufgrund von kulturellen, sprachlichen und häufig auch bildungsbedingten Barrieren lässt sich die tatsächliche gesundheitliche Lage von Menschen mit Migrationshintergrund nur schwer erfassen. Die Versorgung dieser Gruppe ist jedoch schlechter als die der Gesamtbevölkerung. Darauf weisen diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) hin.

Diabetiker mit Migrationshintergrund
Diabetiker mit Migrationshintergrund: Da deren medizinische Versorgung viel zu wünschen übrig lässt, haben Diabetes-Organisationen eine Aufklärungsoffensive gestartet. ©Dieter Schütz / PIXELIO

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Zuzahlung für Diabetesbedarf: Diese Zuzahlung kann ich mir sparen, sagt auch der BGH!

Bestellt ihr Blutzucker-Teststreifen und anderes Diabetes-Equipment wie Insulinpumpen-Katheter oder Pen-Nadeln auch über den Diabetes-Versandhandel? Wenn ich vom Arzt komme, fotografiere ich gleich mein Rezept und schicke das Bild über die Smartphone-App an den Versandhändler. Meistens kommt das Paket mit den bestellten Sachen am nächsten Tag schon. Ok, das Rezept muss ich dann noch mit der Post hinschicken, denn das Foto reicht der Krankenkasse nicht. Aber praktisch ist es.

Zuzahlung für Diabetesbedarf
Laut BGH-Urteil vom 1. Dezember 2016 ist die Werbung mit einem Verzicht auf die gesetzliche Zuzahlung für Diabetesbedarf zulässig. © fotomek/Fotolia

Und im Gegensatz zur Apotheke spart man auch die Zuzahlung für die Teststreifen und die Hilfsmittel. Immerhin 5.- bis 10.- Euro im Monat wären da fällig. Die berechnet mir DiabetikExpress nicht. War für mich eigentlich schon selbstverständlich ist, bis ich gelesen habe, dass es dazu vor kurzem ein Gerichtsurteil gab. Die „Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs“ wollte die Versandhändler zwingen, ihren Kunden die Zuzahlung zu berechnen. Wenn Apotheken von ihren Kunden die Zuzahlung abkassieren und an die Krankenkasse weitgeben müssen, dann sollten Versandhändler nicht anders behandelt werden, meinen die „Verbraucherschützer“. Der Prozess hat sich über mehrere Instanzen hingezogen, bis der Bundesgerichtshof (BGH) im Dezember 2016 den Diabetes-Versandhändlern Recht gegeben hat. Wenigstens diese Zuzahlung kann ich mir also sparen, sagt der BGH. Zahlen muss ich weiterhin für`s Insulin . Das reicht.

Martina M, Typ-1 Diabetikerin